16.11.2012 13:49:30

MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

=== +++++ MÄRKTE AKTUELL (13.00 Uhr) +++++ INDEX Stand +-% Nasdaq-Future 2.516,00 -0,24% S&P-500-Future 1.349,80 -0,11% Euro-Stoxx-50 2.457,31 -0,18% Stoxx-50 2.468,53 -0,16% DAX 7.023,96 -0,28% FTSE 5.655,03 -0,40% CAC 3.382,98 +0,02% Nikkei-225 9.024,16 +2,20% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 143,06 -21

+++++ AUSBLICK Aktien USA +++++

   Die Aktien an Wall Street dürften am Freitag leichter in den Handel starten. Die Investoren zeigen sich nervös angesichts der Diskussion um Maßnahmen zur Senkung des Defizits in den USA, wie Fawad Razaqzada sagt, Marktstratege bei GFT Markets. Er errechnet den Dow-Jones-Index bei minus 27 Punkten auf 12.515 und den S&P-500 bei minus 4 auf 1.349 Stellen. Es sei nicht verwunderlich, dass die Investoren ausstiegen mit Blick auf die Debatte um die Fiskalklippe, die schlechtere Lage in Europa und die Sorge um die Stabilität Chinas. Der Dow-Jones-Futures gibt 0,3 Prozent nach, der S&P-500-Futures 0,4 Prozent.

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

- US 15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Oktober Industrieproduktion PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: +0,4% gg Vm Kapazitätsauslastung PROGNOSE: 78,3% zuvor: 78,3%

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Europas Börsen tun sich am Freitagmittag weiter schwer. Der Dax fällt zeitweise deutlicher unter die viel beachtete 7.000er-Marke, kann diese aber zurückerobern. Als übergeordnetes Thema hält die Diskussion um die Fiskalklippe Anleger in Atem. Am Freitag kommt es erstmalig zu Sondierungsgesprächen zwischen US-Präsident Barack Obama und den Führern des US-Kongresses. An den Devisenmärkten steht der Yen tendenziell weiter unter Abgabedruck. Der Dollar versucht, die Marke von 81,20 zu überwinden, nachdem es zu Wochenbeginn noch rund 79,70 Yen waren. Deutlich abwärts geht es im DAX mit den Aktien von Henkel. Sie verlieren nach dem Quartalsbericht des Chemiekonzerns 5,1 Prozent. Die Zahlen des Chemiekonzerns für das vergangene Quartal sind zwar laut Marktteilnehmern in Ordnung, bei den Zielen für 2016 habe der Markt aber mehr erwartet. Auf der Gewinnerseite stehen dagegen SAP-Aktien mit einem Plus von 1,4 Prozent. Für gute Laune sorgen Aussagen, beim Erreichen der Ziele für 2015 schon weiter als geplant zu sein. Daneben sorgen Bayer und Reckitt Benckiser für Gesprächsstoff. Der britische Waschmittelhersteller hat Bayer beim Kampf um Schiff Nutrition International überboten. Analysten halten nun einen Bieterwettstreit für möglich. Die Bayer-Aktie gewinnt 0,7 Prozent, für Reckitt geht es um 0,9 Prozent nach unten.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt '+/- % Do, 8.39 Uhr Do, 18.03 Uhr EUR/USD 1,2737 -0,23% 1,2766 1,2782 EUR/JPY 103,4129 1,85% 101,5300 103,7484 EUR/CHF 1,2045 -0,11% 1,2058 1,2039 USD/JPY 81,2025 2,10% 79,5320 81,1530 GBP/USD 1,5859 -0,85% 1,5996 1,5865

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   An der japanischen Börse haben sich die Anleger in Kauflaune gezeigt. Hier verhalfen der schwache Yen und Spekulationen auf einen Wahlsieg der Liberaldemokraten dem Börsenbarometer zu einem kräftigen Kursschub. Von einem Sieg der Liberaldemokraten erhoffen sich die Märkte eine laxere Geldpolitik als bisher. Ansonsten zeigten sich die Börsen meist etwas schwächer. Es lasteten weiter die Sorgen um den US-Haushalt und die sich verschärfenden Spannungen im Nahost-Konflikt auf den Märkten. Yen-Schwäche und Wahlhoffnungen schickten die japanischen Aktienkurse den zweiten Handelstag in Folge nach oben. Besonders stark zeigten sich exportsensitive Titel. Papiere von Canon gewannen 5,8 Prozent und die von Nikon 7,8 Prozent. Zudem profitierten Technologiewerte wie Advantest von Shorteindeckungen. Die Aktie verteuerte sich um 6,7 Prozent. In Hongkong berichtete der Kasinobetreiber SJM Holdings aus Macao über einen um 41 Prozent gestiegenen Nettogewinn im dritten Quartal wegen höherer Margen. Die Aktien von SJM Holdings machten aber nur 0,6 Prozent an Boden gut. In Sydney, Seoul und Schanghai herrschten dagegen Molltöne vor. Auch hier drückten die explosive Lage im Nahen Osten, die drohende US-Fiskalklippe sowie die beginnende Rezession in Europa auf die Kurse. In Australien schloss der S&P/ASX 200 in der Folge mit 0,3 Prozent im Minus. Vor allem Rohstoff- und Finanzwerte standen unter Druck. So verloren BHP Billiton, Woodside Petroleum und Fortescue Metals zwischen 0,6 und 1,5 Prozent. AMP, ANZ Bank und QBE Insurance gaben sogar zwischen 1,1 und 2,6 Prozent ab.

   +++++ CREDIT +++++

   Der Markt für Kreditausfallversicherungen (CDS) hat sich nach dem kräftigen Prämienanstieg vom Donnerstagnachmittag beruhigt. "Die Umsätze kommen zurück", sagt ein Kreditanalyst. Er warnt allerdings auch, der Prämienanstieg könnte sich schnell wieder fortsetzen. Das Makroumfeld trübe sich weiter ein, wie die schwachen US-Konjunkturdaten am Donnerstag gezeigt hätten. Daneben gebe es technischen Druck am Markt: "Marktteilnehmer sichern sich die Gesamtjahresperformance, indem sie aus dem Markt gehen", meint der Analyst. Verglichen mit dem Jahresbeginn haben sich die Risikoaufschläge stark eingeengt.

   Daneben steht weiter die Entwicklung um die Fiskalklippe in den USA im Blick. Sollte es keinen Kompromiss geben, drohen automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR

   Daimler Trucks liefert Motoren und Achsen an Partner Kamaz

   Daimlers Nutzfahrzeugsparte und der russische Lkw-Hersteller Kamaz haben im Rahmen ihrer Partnerschaft ein Lieferabkommen über Motoren und Achsen für Lkw und Busse des russischen Unternehmens unterzeichnet.

   UPDATE2: Henkels neue Ziele sind dem Markt nicht gut genug

   Beim Konsumgüterkonzern Henkel laufen die Geschäfte weiter rund. Die Eurokrise und ihre negativen Auswirkungen auf die Kauflaune der Konsumenten weltweit können den Düsseldorfern bislang noch wenig anhaben, weil der Hersteller von Persil, Schwarzkopf und Pritt in den Schwellenländern mehr verkauft und damit die Rezession in Südeuropa ausgleicht.

   Volkswagen steigert Absatzwachstum im Oktober noch

   --Volkswagen-Konzern liefert in ersten zehn Monaten 2012 7,5 Millionen Autos aus

   --Absatzwachstum lag damit bei 10,2 Prozent

   Moody's senkt Ausblick für Rheinmetall auf negativ

   Die Ratingagentur Moody's wird nach dem enttäuschenden Quartalsbericht des Autozulieferers und Rüstungskonzerns Rheinmetall vorsichtiger. Die Analysten der Agentur senkten den Ausblick für die Bonität des Düsseldorfer Konzerns auf negativ.

   Automarkt in Europa schrumpft langsamer

   Die Autokäufer in Europa halten sich angesichts der Staatsschuldenkrise und der schwachen Konjunktur weiter zurück. Der Abschwung am Automarkt wird aber schwächer.

   Fed prüft Standhaftigkeit der US-Banken bei schwerer Rezession

   Die Federal Reserve stellt in einer neuen Runde von Stresstests die Widerstandsfähigkeit der 19 größten US-Banken im Falle einer schweren Rezession auf den Prüfstand. Dabei wird diesmal ein scharfer Einbruch der chinesischen Wirtschaft unterstellt, der auch auf die anderen Schwellenländer in Asien übergreift.

=== DJG/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   November 16, 2012 07:18 ET (12:18 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 18 AM EST 11-16-12

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