CDAX
03.04.2013 10:07:34
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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Vortagesplus wird weitgehend verteidigt
Mit Spannung wird auf die Notenbanksitzungen, vor allem die in Japan, geschaut. Die Bank of Japan kam zu einer zweitägigen Sitzung zusammen, um über ihre Geldpolitik und den Leitzins zu beraten. Die Aktienkurse stiegen dort bereits kräftig, da auf Ankündigungen rascher weiterer Lockerungen der Geldpolitik an diesem Donnerstag spekuliert wird. In Europa richtet sich die Aufmerksamkeit ebenfalls zunehmend auf die Europäische Zentralbank (EZB), die am Donnerstag über den Leitzins entscheiden wird. "Vor einem Monat hatte ich noch darauf spekuliert, dass sich das Zeitfenster, in dem die EZB noch Zinssenkungen erwägen kann, aufgrund guter Wirtschaftsdaten rasch schließen wird. Momentan geht es eher in die andere Richtung", sagte Commerzbank-Devisenexperte Ulrich Leuchtmann.
BMW-AKTIE PROFITIERT VON US-ABSATZZAHLEN
Bevor neue Konjunkturdaten aus den USA die Märkte erreichen, dürften Unternehmensnachrichten dünn gesät bleiben. US-Absatzzahlen berichteten am Dienstag nach Börsenschluss Daimler und BMW. Die beiden Oberklassehersteller setzten im März mehr Wagen ab als im Vorjahr, wobei BMW weiter zweistellig zulegen konnte. Daimler-Papiere zeigten sich kaum verändert mit plus 0,01 Prozent, während die von BMW 0,80 Prozent hinzu gewannen. Favorit im Dax war jedoch die Aktien von Continental mit plus 1,10 Prozent, während am Ende des Kurszettels erneut die Papiere von Thyssenkrupp standen. Nach Verlusten von 1,5 Prozent am Vortag sanken sie nun um weitere 2,34 Prozent.
EADS ETWAS SCHWÄCHER - RHEINMETALL GEFRAGT
Die Aktien von EADS büßten 0,85 Prozent ein, nachdem sie tags zuvor knapp 4 Prozent gewonnen hatten. Der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern hatte am Vorabend Umfang und Details zum angekündigten Aktienrückkaufprogramm bekannt gegeben. Insgesamt sollen Aktien für 3,75 Milliarden Euro zurückgekauft und eingezogen werden. Citigroup-Analyst Jeremy Bragg, der sich am Dienstag sehr positiv zur Aktie geäußert hatte, hatte mit einem Rückkaufvolumen über 4 Milliarden Euro gerechnet. Das entspricht 12 Prozent des Grundkapitals. Von der Hauptversammlung hatte das Unternehmen die Genehmigung erhalten, bis zu 15 Prozent eigene Aktien zurückkaufen zu dürfen.
Die Aktien von Rheinmetall legten nach einem Artikel über US-Verteidigungsausgaben als prozentual stärkster MDax-Wert um 1,10 Prozent zu. Aus einem Bericht der Budgetbehörde des US-Kongresses geht hervor, dass die U.S. Army 14 Milliarden US-Dollar sparen und bessere Gefechtsfahrzeuge erhalten könnte, falls sie auf deutsche Schützenpanzer setze. Genannt wurde der Schützenpanzer Puma, der von den deutschen Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall-Landsysteme produziert wird.
Dass die Schweizer Großbank UBS United Internet von "Buy" auf "Neutral" abgestuft hat, belastete die Aktie. Sie sank um knapp zwei Prozent. Die Umsatzrückgänge im europäischen Telekomsektor dürften 2013 deutlicher als erwartet ausfallen und bis 2015 anhalten, schrieb Analyst Polo Tang in einer Branchenstudie. Zudem sei die durchschnittliche Sektorbewertung nicht gerade günstig./ck/ag
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