24.01.2013 13:55:32

MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

=== +++++ MÄRKTE AKTUELL (13.24 Uhr) +++++ INDEX Stand +-% Nasdaq-Future 2.724,25 -1,26% S&P-500-Future 1.487,70 -0,17% Euro-Stoxx-50 2.703,11 -0,19% Stoxx-50 2.645,54 -0,15% DAX 7.700,88 -0,09% FTSE 6.217,50 +0,32% CAC 3.726,80 +0,02% Nikkei-225 10.620,87 +1,28% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 143,93 +44 +++++ AUSBLICK Aktien USA +++++

   Die Enttäuschung über den Ausblick von Apple dürfte am Donnerstag zum Start an den US-Börsen ihre Spuren hinterlassen. Die Futures auf die US-Indizes weisen Verluste auf. Der Nasdaq-100-Future zeigt ein Minus von 1,3 Prozent an, was auch dem Umstand geschuldet ist, dass die Apple-Aktie sehr hoch im Nasdaq-100 gewichtet ist. Selbst im breiteren S&P-500-Index beträgt das Apple-Gewicht noch 3,6 Prozent. "Die Schlagzeilen gelten heute fast nur Apple und dem Kursrutsch um 10 Prozent im nachbörslichen Geschäft", betont Aktienhändler Matt Basi von CMC Markets UK. "Die Apple-Bullen werden ihre Wunden lecken und dann vor der schwierigen Entscheidung darüber stehen, ob der Kursrutsch überzogen ist oder den nächsten Abwärtstrend einläutet, nachdem die Aktie bereits seit September auf dem Weg nach unten ist. Bewertungstechnisch handelt die Aktie noch unter dem halben durchschnittlichen KGV der anderen Nasdaq-Aktien , allerdings scheinen derzeit die Sorgen vor Marktanteilsverlusten und Margendruck in den Überlegungen der Händler zu überwiegen", so der Experte weiter. Im Frankfurter Handel vollzieht die Aktie das Minus aus dem US-Nachbörsenhandel nach und verliert 8,5 Prozent. Mit Apple stehen auch die Kurse der Zulieferer im Fokus, zu denen beispielsweise Qualcomm, Cirrus Logic, Skyworks, TriQuint und Jabil Circuit gehören. Qualcomm liegen mit 0,9 Prozent im Minus, Cirrus Logic büßen 3 Prozent ein und TriQuint 1,9 Prozent. Leicht im Plus halten sich dagegen Skyworks und Jabil Circuit.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in USD)

   13:30 US/AT&T Inc, Ergebnis 4Q

   13:30 US/3M Co, Ergebnis 4Q

   13:30 US/United Continental Holdings Inc, Ergebnis 4Q

   22:01 US/Microsoft Corp, Ergebnis 2Q

   Im Tagesverlauf:

   - US/Starbucks Corp, Ergebnis 1Q

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

-US 14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: 360.000 zuvor: 335.000

16:00 Index der Frühindikatoren Dezember PROGNOSE: +0,5% gg Vm zuvor: -0,2% gg Vm

17:00 DoE, Rohöllagerbestände (Woche)

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Die Schere der wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der Eurozone klafft weiter auseinander. Während die deutschen Einkaufsmanagerindizes positiv überraschen, enttäuschen die Daten aus Frankreich. In Spanien ist unterdessen die Arbeitslosenquote im vierten Quartal auf ein neues Rekordhoch von 26 Prozent gestiegen. Der Nachrichtenmix lastete aber nur kurz etwas stärker auf dem Euro und dem Aktienmarkt. Am Mittag ist die Schwächeanfall bereits wieder Vergangenheit. Der Euro notiert bei 1,3330 gegenüber dem Dollar, nachdem die Gemeinschaftswährung kurz unter die Marke von 1,33 gefallen war. Gegenwind bläst den Börsen von der laufenden Berichtssaison entgegen. Weder Apple noch der Wettbewerber Nokia konnten überzeugen. Apple erzielte zwar ein Rekordergebnis, enttäuschte aber mit seinem Ausblick. Die endgültigen Zahlen von Nokia und der gleichzeitig mitgeteilte Dividendenausfall kommen an der Börse nicht gut an, die Aktie verliert 5,7 Prozent. Im TecDax verlieren die Aktien des Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor 3,5 Prozent. Der Technologieindex in Europa verliert 0,7 Prozent.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 7.55 Uhr Mi, 17.55 Uhr EUR/USD 1,3327 -0,10% 1,3340 1,3307 EUR/JPY 119,3899 0,20% 119,1553 117,6497 EUR/CHF 1,2390 -0,14% 1,2407 1,2368 USD/JPY 89,6000 0,30% 89,3290 88,4360 GBP/USD 1,5821 -0,13% 1,5841 1,5849

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   Obwohl der Ausblick von Apple wegen der inzwischen überragenden Bedeutung des Unternehmens weltweit für Enttäuschung sorgt, haben sich die Börsen in Ostasien relativ gut gehalten. Unter Druck standen in der gesamten Region freilich die Aktien von Apple-Zulieferern. LG Electronics verloren beispielsweise 2,6 Prozent und Foxconn 5,3 Prozent. Die Papiere des großen Apple-Konkurrenten Samsung büßten 1,3 Prozent ein. Der Nikkei-Index setzte seine jüngste Berg- und Talfahrt fort. Rückenwind erhielt der Nikkei von zwei Seiten. Zum Einen vom auf Wachstum hindeutenden chinesischen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, zum Anderen vom wieder schwachen Yen. Nachdem zuletzt eine Erholung der japanischen Devise den Aktienmarkt belastet hatte, kam es nun zu einer Umkehrbewegung. Der Dollar zeigte sich deutlich erholt und kostete 89,57 Yen. Im späten US-Handel waren es noch gut 88,55 Yen. Beobachter begründeten dies unter anderem mit einem deutlich gestiegenen japanischen Handelsbilanzdefizit im Dezember. In Schanghai kam es zu einem scharfen Richtungswechsel. Der gute Einkaufsmanagerindex hatte zunächst beflügelt und für ein Plus von 1,8 Prozent gesorgt, womit das Marktbarometer den höchsten Stand seit Juni 2012 erreichte. Dann hätten aber Gewinnmitnahmen eingesetzt, sagten Händler. Sydney profitierte dagegen von dem Konjuntursignal aus China, da China ein großer Nachfrager nach australischen Rohstoffen ist.

   +++++ CREDIT +++++

   Nach überraschend schwachen Konjunkturzahlen aus Frankreich und Spanien haben die Risikoprämien im europäischen Bondhandel angezogen. Die CDS auf fünfjährige spanische Staatsanleihen sind um sechs auf 269 Basispunkte geklettert und ihre französischen Pendants um zwei auf 87 Basispunkte. In Spanien ist die Arbeitslosenquote im vierten Quartal auf 26 Prozent und damit auf ein neues Rekordhoch gestiegen. In Frankreich sind die Einkaufsmanager-Indizes für das verarbeitende Gewerbe und den Service-Sektor im Januar nochmals gefallen. Volkswirte hatten dagegen mit einer Stabilisierung zum Jahresbeginn gerechnet. "Die Finanzmärkte sind im Januar zu optimistisch gewesen, auch mit Blick auf die Peripherie der Eurozone", sagt Janet Henry von HSBC. Enttäuschend sei auch der starke Rückgang der Beschäftigungskomponente bei den Einkaufsmanager-Indizes in Deutschland und Frankreich.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR

   BMW und Toyota weiten Kooperation aus

   Der Autobauer BMW weitet seine Kooperation mit dem japanischen Hersteller Toyota aus. Zukünftig wollen beide Automobilhersteller gemeinsam an der Entwicklung von Brennstoffzellen sowie von Lithium-Luft-Batterien forschen, wie BMW mitteilte.

   Beiersdorf nimmt mit neuem Konzept mehr Geld ein

   Die Beiersdorf AG profitiert endlich vom Umbau ihrer Hautpflegesparte. Mit dem Aussortieren von Ladenhütern und der Konzentration auf schnell wachsende Schwellenmärkte stiegen die Einnahmen im abgelaufenen Jahr um 7,2 Prozent auf 6,040 Milliarden Euro.

   Commerzbank bestätigt Pläne zum Stellenabbau

   Die Commerzbank wird in den nächsten Jahren massiv Stellen streichen. Wie befürchtet will Deutschlands zweitgrößte Bank bis zu 6.000 Stellen abbauen. Ein Sprecher der Bank erklärte, dass 4.000 bis 6.000 Vollzeitarbeitsplätze bis 2016 wegfallen sollen.

   Streik legt Flughäfen in Köln und Düsseldorf lahm

   An den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf streikt das Sicherheitspersonal. Im Streit um höhere Löhne haben die Mitarbeiter seit 4 Uhr morgens die Arbeit niedergelegt, die Streiks sollen den ganzen Tag andauern und auch am Freitag fortgeführt werden. Flugreisende müssen sich auf lange Warteschlangen, Verspätungen und Flugausfälle einstellen, weil Gepäck- und Passagierkontrollen nicht ausreichend besetzt werden können.

   EasyJet will Halbjahresverlust deutlich eingrenzen

   EasyJet ist nach einem guten Jahresauftakt zuversichtlich, ihren Vorsteuerverlust im ersten Halbjahr 2012/13 eingrenzen zu können. Eine gute Auslastung der Kapazitäten und steigende Passagierzahlen kommen der Billigfluggesellschaft zu Gute.

   Nokia im vierten Quartal in den schwarzen Zahlen

   Nokia ist im vierten Quartal dank besserer Handy- und Smartphone-Verkäufe überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Finnen verbuchten im Zeitraum von Oktober bis Januar ein Nettoergebnis von 255 Millionen Euro nach einem Verlust von über 1 Milliarde Euro im Vorjahr.

   Telekom Austria begibt Hybridanleihe

   - Telekom Austria begibt Euro-denominierte Hybridanleihe in Benchmarkgröße - Erster Rückzahlungstermin ist 1. Februar 2018 - Erwartete Ratings der Schuldverschreibungen sind Baa3 von Moody's und BB+ von S&P

   Vienna Insurance profitiert erneut von Zentral- und Osteuropa

   Die Vienna Insurance Group hat im zurückliegenden Gesamtjahr dank eines starken Geschäfts mit Kranken- und Lebensversicherungen kräftig zugelegt. Der österreichische Versicherungskonzern profitierte dabei erneut von starken Geschäften in der Region Zentral- und Osteuropa.

=== Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/gos

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   January 24, 2013 07:25 ET (12:25 GMT)

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