15.08.2013 18:30:37

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

=== +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

   DONNERSTAG: In Österreich und Italien blieben die Börsen wegen des Feiertages "Mariä Himmelfahrt" geschlossen.

   DONNERSTAG: In Südkorea ruhte der Handel wegen des "Tages der Befreiung".

   +++++ MÄRKTE AKTUELL (17.58 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.835,86 -0,57% Stoxx-50 2.733,43 -0,97% DAX 8.376,29 -0,73% FTSE 6.483,34 -1,58% CAC 4.093,20 -0,51% DJIA 15.154,08 -1,20% S&P-500 1.666,08 -1,15% Nasdaq-Comp. 3.622,16 -1,28% Nasdaq-100 3.089,30 -1,28% Nikkei-225 13.752,94 -2,12% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 140,09% -76

+++++ FINANZMARKT USA +++++

   Zinsängste beherrschen die US-Finanzmärkte. Die Konjunkturdaten reichten zwar nicht in allen Fällen an die Erwartungen heran, zeugten aber doch davon, dass sich die US-Wirtschaft erholt. Damit dürfte die US-Notenbank keinen Grund mehr haben, die Konjunktur mit billigem Geld anzukurbeln. Die Abkehr von der lockeren Geldpolitik scheint unausweichlich. Das macht die Anleger nervös und lässt sie aus fast allen Vermögensklassen flüchten. Nur der Dollar profitiert von der Aussicht auf steigende US-Zinsen. Die Rendite zehnjähriger Treasurys steigt auf 2,78 Prozent. Bei 2,823 Prozent erreichte sie vorübergehend den höchsten Stand seit zwei Jahren. Der US-Dollar profitiert indessen von den steigenden Zinsen. Aktuell zeigt sich die Gemeinschaftswährung wieder etwas erholt. An den Rohstoffmärkten gibt der Goldpreis geringfügig nach. Der Ölpreis legt leicht zu. Der Ölpreis wird von den blutigen Ausschreitungen in Ägypten gestützt. Diese wecken Befürchtungen, dass der Suezkanal geschlossen werden könnte und damit ein wichtiger Öltransportweg nicht mehr zur Verfügung stünde. Cisco brechen um 7,4 Prozent ein. Der Netzwerkausrüster hat zwar in seinem Schlussquartal gut abgeschnitten, zeigt sich aber für die nahe Zukunft pessimistisch und baut deshalb weltweit 5 Prozent seiner Belegschaft ab. Auch die Geschäftszahlen von Wal-Mart werden mit Enttäuschung aufgenommen. Die Aktie verliert 2,1 Prozent. Gesucht sind dagegen die Titel des Kosmetikkonzerns Estee Lauder, die um 4,9 Prozent zulegen. Das Unternehmen hat seinen Gewinn im vierten Geschäftsquartal um 84 Prozent gesteigert.

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

   Keine wichtigen Daten mehr angekündigt.

   +++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Nach fünf Tagen steigender Kurse haben Aktienanleger eine Auszeit genommen. Frische Wirtschaftsdaten und Frühindikatoren aus den USA setzten den Märkten am Nachmittag zu, vor allem der Euro und Bundesanleihen reagierten kräftig. Wirtschaftsdaten aus den USA riefen die Sorgen um ein baldiges Ende der Anleihekäufe durch die Fed wieder auf die Tagesordnung. Gegenwind für die europäischen Kurse wehte jedoch bereits am Morgen aus dem späten US-Aktienhandel. Der Euro verlor zum US-Dollar, nachdem die Gemeinschaftswährung im Tageshoch noch auf 1,3312 Dollar gestiegen war. Die US-Daten bestätigten das Bild eines leichten inflationären Drucks vor dem Hintergrund stabiler Stimmungsindikatoren und eines sich langsam verbessernden Arbeitsmarktes, hieß es. Die Kurse für Anleihen aus Deutschland und den USA gaben in Folge nach, die Renditen stiegen umgekehrt. Zehnjährige deutsche Papiere rentierten mit 1,8 Prozent auf dem höchsten Stand seit Februar 2012. Zurich Insurance war im zweiten Quartal mit ihrem Gewinn deutlich hinter der Konsensschätzung zurückgeblieben. Die Aktie verlor 3,6 Prozent. Negative Analystenkommentare drückten die Aktien von RWE und ThyssenKrupp 2,9 und 1 Prozent ins Minus. Gemeinsam mit den Aktien der Lufthansa, die mit einem Minus von 2,3 Prozent unter einem allgemein schwachen Sektor litten, gehörte RWE zu den größten Verlierern im DAX. Imperial Tobacco legten um 2,5 Prozent zu. Das Unternehmen will die Dividende mittelfristig um 10 Prozent pro Jahr steigern.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt '+/- % Do, 8.00 Uhr Mi, 17.26 Uhr EUR/USD 1,3264 -0,21% 1,3292 1,3255 EUR/JPY 129,7600 -0,01% 129,7734 130,0563 EUR/CHF 1,2381 -0,11% 1,2394 1,2392 USD/JPY 97,8355 0,20% 97,6450 98,1000 GBP/USD 1,5572 0,32% 1,5522 1,5537

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   Nach den deutlichen Gewinnen der vergangenen Tage ist es am Donnerstag an der Tokioter Börse wieder deutlich bergab gegangen. Für Belastung sorgten insbesondere Aussagen des japanischen Finanzministers Taro Aso. Er hatte sich kritisch über eine mögliche Senkung der Unternehmenssteuer geäußert. Sie sei wenig hilfreich für die japanische Wirtschaft. Die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nimmt dagegen zu. Das anziehende Wirtschaftswachstum habe einen positiven Einfluss auf die Diskussion, so Aso. Zusätzlich belastet von der festeren Heimatwährung ging es am Aktienmarkt dagegen kräftig bergab. Zu den Tagesverlieren gehörten in Tokio die Aktien von exportorientierten Unternehmen. Mazda verloren 2,3 Prozent, Fanuc 2,2 Prozent und Bridgestone sogar 3,4 Prozent. Belastet von Gewinnmitnahmen ging es zudem für Immobilienwerte bergab. Nach den deutlichen Gewinnen der vergangenen Tage verloren Sumitomo Realty & Development 3 Prozent. Gefragt waren dagegen Gree. Sie kletterten um 13 Prozent, nachdem der Spieleentwickler im vierten Quartal besser abgeschnitten hatte als erwartet. In China drückten Aussagen der chinesischen Behörde für Industrie und Handel. Sie will die Pharmabranche in den nächsten drei Monaten auf mögliche Bestechungen überprüfen und Beschwerden von Verbrauchern über hohe Preise in der Pharma- und Automobilbranche nachgehen. Belastet von den angekündigten Kontrollen gehörten die Aktien der Automobil- und Pharmabranchen zu den größten Verlierern. Shanghai Fosun Pharmaceutical sanken um 3,7 Prozent und Tianjin Zhongxin Pharmaceutical sogar um 7,2 Prozent. Unter den Autowerten fuhren Chongqing Changan Automobile mit einem Minus von 6,1 Prozent und SAIC Motor mit einem Minus von 2,9 Prozent die größten Verluste ein. In Hongkong waren vor allem Lenovo gefragt. Sie kletterten um 2,1 Prozent und profitierten damit von einem Gewinnsprung im ersten Quartal. Gestützt von anziehenden Rohstoffpreisen gehörten in Australien die Aktien von Minenkonzernen zu den Gewinnern. BHP Billiton legten um 1,2 Prozent und Newcrest Mining um 1,3 Prozent zu. Gefragt waren zudem die Aktien von AMP. Sie gewannen 3,5 Prozent und profitierten damit vor allem vom Rücktritt des CEO Craig Dunn.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

   Fitch wird pessimistischer für Lanxess-Rating

   Der deutsche Spezialchemiekonzern Lanxess könnte in absehbarer Zeit eine schlechtere Bonität attestiert bekommen. Die Ratingagentur Fitch versah das aktuelle Rating von BBB mit einem negativen Ausblick. Damit reagiert Fitch auf den Abschwung am Markt für synthetisches Gummi und die Unklarheit darüber, wann es wieder aufwärts geht.

   China will Glencore-Kupfermine kaufen - Kreise

   Der erst kürzlich entstandene Rohstoffgigant Glencore Xstrata hat womöglich einen Kunden für seine Kupfermine in Peru gefunden. Die Kupfer-Tochter des chinesischen Aluminiumkonzerns Chinalco stehe kurz davor, Goldman Sachs und Morgan Stanley für einen möglichen Deal zu mandatieren, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Der Wert einer solchen Transaktion wird auf rund 5 Milliarden US-Dollar taxiert.

   Wal-Mart bekommt Kaufzurückhaltung zu spüren

   Dem US-Einzelhändler Wal-Mart macht die Zurückhaltung seiner Kunden diesseits und jenseits des Atlantiks zu schaffen. Das erste Halbjahr lief deshalb schlechter als vom weltgrößten Einzelhändler erwartet. Hoffnung auf eine Belebung hat der Discounter nicht und senkte daher seine Prognose für das Gesamtjahr.

=== DJG/flf (END) Dow Jones Newswires

   August 15, 2013 11:59 ET (15:59 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 59 AM EDT 08-15-13

Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!