Geändert am: 04.03.2025 22:06:21
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Zoll-Schock: ATX und DAX letztlich tiefrot -- US-Börsen zum Handelsende im Minus -- Asiens Börsen schließen uneins
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt rutschte am Dienstag auf rotes Terrain.
Kurz nach Handelsbeginn zeigte sich der ATX mit kleinen Verlusten, vergrößerte diese jedoch zusehends. Schlussendlich gab das Börsenbarometer 2,35 Prozent auf 4.059,15 Punkte nach.
Belastend wirkte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass die geplanten Zölle auf mexikanische und kanadische Importe am Dienstag nun doch in voller Höhe von 25 Prozent in Kraft treten sollen. Es gebe "keinen Spielraum mehr für Mexiko oder Kanada", um vor Mitternacht noch einen Deal zu machen, so Trump am Vorabend. Äußerungen vom Wochenende hatten die Hoffnung aufkommen lassen, dass es bei der Höhe der Zölle noch Verhandlungsspielraum gebe. Die kanadische Regierung hat nach der Ankündigung von Trump Gegenmaßnahmen angekündigt. China reagierte ebenfalls und konterte die Zölle auf chinesische US-Importe mit Gegenzöllen ab 10. März. Damit droht eine Aufwärtsspirale bei den Zöllen, die auch der US-Wirtschaft schweren Schaden zufügen könnte. Entsprechend deutlich ging es mit den Kursen an Wall Street am Vorabend nach unten. Daneben hat die US-Regierung angekündigt, alle militärischen Hilfen für die Ukraine einzufrieren, bis Präsident Wolodymyr Selenskyj sich um ernste Friedensverhandlungen mit Russland bemühe. Die Entscheidung kommt nicht überraschend nach dem Eklat im Weißen Haus zwischen Präsident Trump, Selenskyj und Vize-Präsident JD Vance über die unter Ausschluss der Ukraine geführten Friedensgespräche zwischen Washington und Moskau.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Leitindex notierte am zweiten Handelstag der Woche mit Abschlägen.
Der DAX beendete den Handelstag 3,54 Prozent schwächer bei 22.326,81 Punkten - damit verlor der deutsche Leitindex mehr als 800 Punkte. Auch er war bereits unterhalb der Nulllinie in die Sitzungen gegangen.
Im Fokus blieb die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. Zölle auf Einfuhren aus den Nachbarländern Kanada und Mexiko treten in Kraft. Drei Jahre nach Kriegsbeginn stellt die US-Regierung zudem ihre Militärhilfe für die Ukraine vorerst ein und bringt das von Russland angegriffene Land damit in eine noch schwierigere Lage.
WALL STREET
Am Dienstag ging es an den US-Börsen nach einem wechselhaften Handelsverlauf letztlich doch klar nach unten.
Der Dow Jones schloss mit einem Verlust von 1,55 Prozent bei 42.520,99 Punkten. Er hatte zur Eröffnung leichte Abschläge verzeichnet und konnte sich auch im Handelsverlauf nicht aus der Verlustzone lösen, auch wenn das Minus kurzzeitig deutlich zusammengeschrumpft war.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite ging bei 18.285,16 Zählern um 0,35 Prozent schwächer aus dem Handel. Er hatte zur Startglocke deutlich nachgegeben, konnte dann im Handelsverlauf teilweise jedoch auch wieder kräftige Gewinne verbuchen, bevor es im späten Handel wieder nach unten auf rotes Terrain ging.
An der Wall Street blieb die Stimmung am Dienstag angeschlagen. Bereits in den vergangenen Tagen war zu erkennen, dass die relative Gelassenheit hinsichtlich der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump verflogen ist. Seine Ankündigungen werden offensichtlich ernster genommen und die Hoffnung, Trump könnte die Zolldrohungen als Verhandlungsmasse bei wirtschaftlichen Verhandlungen mit nutzen, schwindet. Die Wahrscheinlichkeit echter Handelskriege steigt.
Trumps Zölle gegen China, Kanada und Mexiko traten am Dienstag in Kraft, und Peking und Ottawa haben bereits Gegenzölle angekündigt. Das chinesische Finanzministerium gab Zölle auf US-Importe aus der Landwirtschaft bekannt und Kanadas Premierminister Justin Trudeau stellte Zölle von etwa 100 Milliarden US-Dollar auf US-Importe in Aussicht. "Es gibt noch immer einige Marktzweifel, ob all diese Zölle für einen längeren Zeitraum bestehen bleiben werden (...). Aber wir befinden uns eindeutig an einem noch nie da gewesenen Punkt", sagte Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Letztlich seien die Märkte sogar erleichtert, dass China und Kanada bislang nicht noch weiter gegangen seien.
US-Anleger sorgten sich neben Handelskonflikten vor allem um die eigene Wirtschaft. Umso gespannter wird der monatliche Arbeitsmarktbericht für Februar am Freitag erwartet. In puncto Nervosität der Anleger verwies Stratege Jim Reid auf den starken Anstieg des VIX-Index an der Terminbörse von Chicago. Der Index gilt als Gradmesser für die "Angst" von Anlegern.
ASIEN
An den Börsen in Asien waren am Dienstag verschiedene Vorzeichen zu sehen.
In Japan verlor der Nikkei 225 schließlich 1,20 Prozent auf 37.331,18 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite indes letztlich 0,22 Prozent höher bei 3.324,21 Zählern.
Der Hang Seng in Hongkong verlor schlussendlich 0,28 Prozent auf 22.941,77 Einheiten.
US-Präsident Donald Trump schickte die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag auf die tiefsten Stände seit einem Monat. Zwar erreichten die Abgaben nicht das Niveau der Wall Street vom Vorabend und einige Märkte erholten sich dann wieder nach dem ersten Schreck, gleichwohl war die Stimmung an den Märkten angeschlagen. Trump hat die Hoffnungen zunichte gemacht, dass die geplanten Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko doch noch zurückgenommen werden könnten. Es gebe "keinen Spielraum mehr für Mexiko oder Kanada", um vor Mitternacht einen Deal zu machen, teilte Trump am Vorabend mit. Die geplanten 25-prozentigen Zölle auf Warenimporte aus diesen beiden Ländern treten damit ab Dienstag in Kraft.
China reagierte nun ebenfalls und konterte die Zölle auf chinesische US-Importe mit Gegenzöllen ab 10. März, auch Kanada kündigt Reaktionen an. Damit scheint der befürchtete Handelskrieg Realität zu werden - und dies vor dem Hintergrund schwächer als erwartet ausgefallener US-Konjunkturdaten am Vorabend. "Keine günstigen Voraussetzungen für Aktien", sagte ein Händler. Vermeintlich sichere Häfen sind daher gefragt, US-Anleihen steigen genauso wie der japanische Yen. Laut IG-Marktstratege Yeap Jun Rong dürfte die sich abzeichnende Unsicherheit über US-Zölle die Marktstimmung in Asien in naher Zukunft dämpfen.
In Asien, vor allem aber in China steht der jährliche Volkskongress ab Mittwoch im Fokus. Die Erwartungen sind hoch, dass Peking endlich umfassende Konjunkturhilfen auf den Weg bringen wird.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX

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Baumwolle | 0,63 | -0,01 | -2,27 | |
Bleipreis | 1 892,00 | -39,00 | -2,02 | |
Dieselpreis Benzin | 1,62 | 0,01 | 0,37 | |
EEX Strompreis Phelix DE | 88,88 | -2,15 | -2,36 | |
Eisenerzpreis | 104,81 | -0,59 | -0,56 | |
Erdgaspreis - Natural Gas | 3,82 | -0,30 | -7,26 | |
Ethanolpreis | 2,16 | 0,00 | 0,05 | |
Goldpreis | 3 037,79 | -75,37 | -2,42 | |
Haferpreis | 3,40 | -0,11 | -3,13 | |
Heizölpreis | 55,21 | -2,64 | -4,57 | |
Holzpreis | 593,50 | -11,00 | -1,82 | |
Kaffeepreis | 3,68 | -0,19 | -4,82 | |
Kakaopreis | 6 670,00 | -106,00 | -1,56 | |
Kohlepreis | 99,70 | -4,55 | -4,36 | |
Kupferpreis | 9 813,48 | -71,88 | -0,73 | |
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Mageres Schwein Preis | 0,87 | 0,00 | -0,26 | |
Maispreis | 4,61 | 0,02 | 0,44 | |
Mastrindpreis | 2,79 | -0,07 | -2,28 | |
Milchpreis | 17,01 | 0,01 | 0,06 | |
Naphthapreis (European) | 548,99 | -32,56 | -5,60 | |
Nickelpreis | 15 050,00 | -600,00 | -3,83 | |
Orangensaftpreis | 2,25 | -0,10 | -4,09 | |
Palladiumpreis | 919,00 | -14,00 | -1,50 | |
Palmölpreis | 4 702,00 | -109,00 | -2,27 | |
Platinpreis | 923,00 | -33,50 | -3,50 | |
Rapspreis | 517,00 | -0,75 | -0,14 | |
Reispreis | 13,11 | 0,06 | 0,42 | |
Silberpreis | 29,59 | -2,30 | -7,21 | |
Sojabohnenmehlpreis | 283,70 | -4,20 | -1,46 | |
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Uranpreis | 70,05 | -0,65 | -0,93 | |
Weizenpreis | 221,75 | 0,75 | 0,34 | |
Zinkpreis | 2 648,50 | -76,00 | -2,79 | |
Zinnpreis | 36 050,00 | -1 145,00 | -3,08 | |
Zuckerpreis | 0,19 | 0,00 | -0,63 | |
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