Produktionsstopp |
29.05.2017 17:49:00
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BMW-Aktie: Zulieferengpass lähmt mehrere BMW-Werke
Grund für die Produktionsprobleme sind Lieferengpässe bei Lenkgetrieben. Am BMW-Standort München war bereits die Produktion vergangene Woche an zwei Tagen eingeschränkt gewesen. Der Premiumhersteller könne in seiner Fertigung flexibel reagieren und gegebenenfalls Rückstände in der Produktion auch wieder aufholen, sagte der BMW-Sprecher. BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann ergänzte, der Zulieferer Bosch könne aktuell keine ausreichende Stückzahl an Lenkgetrieben zur Verfügung stellen.
Bosch schob die Verantwortung für das Problem gleich nach Italien weiter. Dort habe ein eigener Zulieferer Schwierigkeiten, das Gehäuse für das Lenkgetriebe zu liefern. Um welches Unternehmen es sich handelt, wollte Bosch nicht sagen. Duesman sagte, die Lieferketten in der Autobranche seien international. So könne es passieren, dass bei einem Ausfall eines Teils aus Europa auch die Bänder in China still stehen. So könne auch nur ein kleines Teil große Auswirkungen haben.
Bosch betonte, in einer Projektgruppe mit BMW und dem Zulieferer an einer Lösung zu arbeiten und die Folgen so gering wie möglich zu halten. Zu den finanziellen Schäden durch den Ausfall konnte BMW noch keine Angaben machen. Ein Sprecher sagte, der Autobauer hoffe, kommende Woche die Produktion in den Werken wieder aufnehmen zu können. Es sei aber nicht sicher, ob das auch gelingen werde.
Am Aktienmarkt wurden die Produktionsausfälle bisher gelassen aufgenommen. Die BMW-Aktie gewann wie der Gesamtmarkt am Montag bis Handelsschluss leicht an Wert.
Größere Belastungen für die BMW-Aktie infolge der Produktionsausfälle wegen Versorgungsproblemen sieht Analyst Tim Schuldt von Equinet nicht. Die daraus resultierenden Kosten dürften sich in Grenzen halten. "Sollte der Produktionsausfall allerdings länger als wenige Tage andauern, könnten die Kosten drastisch steigen", sagt der Analyst. Denn in diesem Fall könne der Ausfall später nicht mehr durch eine gesteigerte Produktion ausgeglichen werden.
(Mitarbeit: Benjamin Krieger)
FRANKFURT (Dow Jones)
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