Dow Jones
16.09.2009 07:26:17
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AUSBLICK/US-Inflationsdruck bleibt im August moderat
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Lebenshaltungskosten für die US-Verbraucher dürften sich im August auf Monatssicht nur moderat erhöht haben. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte erwarten, dass die Verbraucherpreise um 0,4% gestiegen sind, nachdem sie im Juli stagniert hatten. Für die um Lebensmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate wird ein Anstieg um 0,1% vorausgesagt, nach einem Plus von ebenfalls 0,1% im Juni. Die August-Daten werden am Mittwoch um 14.30 Uhr (MESZ) veröffentlicht.
Die Preisentwicklung in den USA genießt hohe Aufmerksamkeit, weil für die Notenbank die Inflationsentwicklung neben dem Arbeitsmarkt die wohl wichtigste Determinante für die Geldpolitik ist. Der anpeilte Zielbereich der US-Notenbank für die Jahreskernteuerung liegt zwischen 1% und 2%. Im Juli hatte die jährliche Kernteuerung 1,5% betragen.
Die Ökonomen von BNP Paribas (Prognose: plus 0,4% in der Gesamt- und plus 0,1% in der Kernrate) gründen ihre Vorhersage auf einen Wiederanstieg der Benzinpreise. Die wöchentlichen EIA-Daten wiesen auf eine Verteuerung des Benzins an der Zapfsäule um rund 4% gegenüber dem Vormonat, heißt es. Saisonbereinigt dürfte der Benzinpreis allerdings um etwa 9% in die Höhe geschossen sein. Die jährliche Rate der gesamten Verbraucherpreise veranschlagen die Experten auf minus 1,6%, nach minus 2,1% im Juli.
Einen geringeren Preisdruck erwarten die Volkswirte der Landesbank Berlin (Prognose: plus 0,1% in der Gesamt- und 0,0% in der Kernrate). Nachdem aufgrund höherer Tabaksteuern und einer technischen Gegenreaktionen bei den Autopreisen in den Vormonaten noch ein anderer Eindruck vorgeherrscht habe, beginne die Kernrate jetzt allmählich zu sinken. Dieser Trend sollte sich bei den August-Daten bestätigen. Ein dämpfender Einfluss gehe dabei von den Kosten für gemieteten oder selbstgenutzten Wohnraum aus, die bei immer noch hoher Leerstandsquote stagnierten.
Die Experten von Intesa Sanpaolo (Prognose: plus 0,3% in der Gesamt- und plus 0,1% in der Kernrate) merken an, dass verschiedene Posten die Vorhersage unsicher machen. So seien die Preise für Gebrauchtwagen im Steigen begriffen, was jedoch von sinkenden Preisen für Neuwagen kompensiert werden könnte, angesichts der preisdämpfenden Effekte der US-Abwrackprämie. Zudem könnte es bei den Preisen für Bekleidung zu einer Korrektur kommen, nachdem es starke Verteuerungen im Juni und Juli gegeben hat.
DJG/DJN/apo/kth (END) Dow Jones NewswiresSeptember 16, 2009 00:55 ET (04:55 GMT)
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