Italien im Blick |
26.02.2013 12:49:32
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Euro leicht erholt von italienischem Wahlpatt
In der drittgrößten Euro-Volkswirtschaft Italien droht politischer Stillstand. Zwar konnte das favorisierte Mitte-Links-Bündnis um Piere Luigi Bersani eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus erringen, im ebenfalls wichtigen Senat gelang dies jedoch nicht. Dort bekam das Mitte-Rechts-Bündnis um Silvio Berlusconi die meisten Sitze, gefolgt von Mitte-Links und der Protestpartei Beppe Grillos. Das Parteienbündnis von Ex-Premier Mario Monti erhielt deutlich weniger Stimmen als erwartet.
"Am Devisenmarkt hat das Wahlergebnis wie eine Bombe eingeschlagen", brachte Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann die Marktreaktion auf den Punkt. Hauptgrund: Das EZB-Anleihekaufprogramm OMT, mit dem die Notenbank die Schuldenkrise seit vergangenem Sommer spürbar eingedämmt hatte, könnte sich im Falle Italiens als zahnloser Tiger erweisen. Denn eine handlungsfähige Regierung, die sich vor stützenden EZB-Anleihekäufen an den Rettungsfonds ESM wenden müsste, ist derzeit nicht in Sicht. Damit wären der Notenbank selbst bei Marktverwerfungen im Falle Italiens die Hände gebunden.
/bgf/jkr
FRANKFURT (dpa-AFX)
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