02.09.2015 13:44:46

BMF-Staatssekretär: Risiken von Staatsanleihen bei Einlagensicherung bedenken

   Von Hans Bentzien

   FRANKFURT (Dow Jones)--Eine angemessene regulatorische Behandlung von Staatsanleihen ist nach Aussage von Jens Spahn, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, eine Grundvoraussetzung für eine gemeinsame europäische Einlagensicherung. "Staatsanleihen, auch europäische, sind nicht per es sicher", sagte Spahn bei der Konferenz "Banken im Umbruch" in Frankfurt. So lange nicht klar sei, wie man es mit der Eigenkapitalhinterlegung von Staatsanleihebeständen in Bankbilanzen halten wolle, wäre eine Diskussion über eine gemeinsame europäische Einlagensicherung in Deutschland nur schwer vermittelbar.

   Der Staatssekretär verwies zudem auf die sehr unterschiedliche Verfassung, in der sich europäische Geldinstitute derzeit befinden. So bestehe das Eigenkapital griechischer Banken maßgeblich aus Steuerforderungen gegen den eigenen Staat. "Wenn wir überhaupt über eine Einlagensicherung reden wollen, dann am Ende eines längeren Prozesses, nicht an seinem Anfang", stellte Spahn klar.

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   September 02, 2015 07:13 ET (11:13 GMT)

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