09.08.2013 21:32:58
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Weser-Kurier: Über "E-Mail made in Germany" schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 10. August 2013:
Bremen (ots) - Normale, unverschlüsselte E-Mails haben den Charme
einer Postkarte - wer über gewisse Computerkenntnisse verfügt, dem
sollte es ein Leichtes sein, fremde E-Mails lesen zu können. Dass da
ein Bedürfnis nach mehr Sicherheit aufkommt, ist klar. Dass das Lesen
fremder E-Mails sogar auf sehr professionelle Art betrieben wird, das
haben die Enthüllungen über die Arbeitsmethoden der britischen und
amerikanischen Geheimdienste in den vergangenen Wochen ans Tageslicht
gebracht. Die Sorge ist also da - und berechtigt. Zwei Dritteln der
Internetnutzer in Deutschland, - sie benutzen eine E-Mail-Adresse von
T-Online und United Internet (Web.de und GMX) - soll nun etwas Sorge
genommen werden: Die Allianz aus deutscher Telekom und United
Internet will die E-Mails von Nutzern untereinander künftig
automatisch verschlüsselt übertragen. E-Mails werden also ab sofort
auch auf ihrem Weg zwischen den Rechenzentren der beiden Anbieter
über SSL-Verbindungen geschickt. Außerdem versprechen die Unternehmen
im Rahmen ihrer Initiative "E-Mail made in Germany", dass diese Daten
nur in deutschen Rechenzentren gespeichert werden sollen. Wer die
E-Mail-Dienste beider Unternehmen gar nicht nutzt oder als Kunde
E-Mails an Kontakte schickt, die Konten bei ganz anderen Anbietern
haben, hat von der zusätzlichen Sicherheit natürlich nichts. Außerdem
darf die Transportverschlüsselung nicht etwa mit der Verschlüsselung
des gesamten Inhalts einer Mail verwechselt werden. Über SSL sicher
übermittelte E-Mails liegen meist immer noch im Klartext auf den
Servern der Anbieter - daran ändert auch "E-Mail made in Germany"
nichts. Wer also seine Kommunikation vollständig absichern möchte,
muss die Verschlüsselung über geeignete (zum Teil kostenlose)
Programme nach wie vor selbst in die Hand nehmen. "E-Mail made in
Germany" sorgt nur für etwas mehr Sicherheit. Für eines sorgt die
Aktion dagegen aber in vollem Umfang: für sehr, sehr viel
Aufmerksamkeit für die Allianz aus T-Online, Web.de und GMX.
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Pressekontakt: Weser-Kurier Produzierender Chefredakteur Telefon: +49(0)421 3671 3200 chefredaktion@Weser-Kurier.de
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