28.03.2023 19:07:40

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Scholz: Koalition will "wirklich großes Werkstück" zustandebringen

Die Ampel-Parteien besprechen in ihren Beratungen nach Angaben von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nur noch letzte Details der zu behandelnden Fragen. "Wir kommen konstant voran", sagte Scholz bei einem Statement nach einem Treffen mit dem kenianischen Staatspräsidenten William Ruto im Kanzleramt. "Wir haben die hauptsächlichen Fragen, die zu lösen waren, längst gelöst." Nun gehe es noch um viele Details.

Enria: EZB will Bankenaufsicht stärker fokussieren

Die Europäische Zentralbank (EZB) will bei der Beaufsichtigung von Banken künftig flexibler vorgehen, um mehr Kapazitäten für strategische Prioritäten freizumachen. EZB-Bankenaufsichtschef Andrea Enria sagte bei einer Handelsblatt-Konferenz laut veröffentlichtem Redetext: "Mit dem neuen Rahmen werden die Aufseher in die Lage versetzt, mehr Zeit auf die strategischen Prioritäten und die für eine bestimmte Bank wichtigsten Schwachstellen zu verwenden und ihre Arbeit auf die Bereiche zu konzentrieren, in denen sie am dringendsten benötigt werden."

Nordea: EZB hebt Einlagensatz bis auf 3,75 Prozent an

Die Analysten von Nordea glauben nicht, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem Kampf gegen die Inflation von Befürchtungen hinsichtlich der Finanzstabilität beeinflussen lassen wird. "Wir glauben, dass die Inflationsangst schwerer wiegen wird als Sorgen wegen der Finanzstabilität und rechnen damit, dass die EZB ihren Einlagensatz bei den nächsten drei Ratssitzungen um je 25 Basispunkte auf schließlich 3,75 Prozent anheben wird", schreiben sie in einem Kommentar.

Fed-Bankenaufseher: SVB ein "Lehrbuchfall von Missmanagement"

Für die Notenbanker der Federal Reserve war der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank (SVB) das Ergebnis von Missmanagement eines einzelnen Unternehmens, das in rasantem Tempo gewachsen ist und seine Risiken nicht angemessen beherrschte. Das ist der Tenor dessen, was der stellvertretende Fed-Vorsitzende für die Bankenaufsicht, Michael Barr, bei seiner Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats sagen wird.

Goldman Sachs: US-Rezession hat Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent

Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA hat nach Einschätzung von Goldman-Sachs-Chefvolkswirt Jan Hatzius im Zuge der Turbulenzen im Bankensystem zugenommen - aber nur von 25 auf 35 Prozent. "Diese Zahl bleibt noch deutlich unter dem Konsens von 60 Prozent", schreibt Hatzius in einem Kommentar. Im Basisszenario der Analysten dieses Hauses wird eine reduzierte Verfügbarkeit von Krediten das Wachstum unterhalb des Potenzials halten, aber nicht die Wirtschaft in eine Rezession stürzen und damit die Fed zu einer aggressiven Lockerung ihrer Geldpolitik zwingen.

EU besiegelt Aus von Diesel- und Benzin-Neuwagen ab 2035

Der EU-Ministerrat hat das Aus von Diesel- und Benzin-Neuwagen ab 2035 beschlossen. Wie die schwedische Ratspräsidentschaft mitteilte, stimmten die EU-Energieminister als Vertreter der Mitgliedstaaten in Brüssel abschließend für die neue Regelung. Demnach dürfen ab 2035 nur noch emissionsfreie Autos und leichte Nutzfahrzeuge wie Vans neu zugelassen werden.

Großbritannien stuft Terror-Bedrohung in Nordirland als "ernst" ein

Großbritanniens Regierung hat die Terror-Bedrohung in Nordirland vor einem erwarteten Besuch des US-Präsidenten Joe Biden anlässlich des baldigen 25. Jahrestag des Karfreitagsabkommen hochgestuft. Nach Einschätzung des Inlandsgeheimdienstes MI5 habe sich die Gefahr eines Angriff von "beträchtlich" auf "ernst" erhöht, erklärte Nordirland-Minister Chris Heaton-Harris. Das bedeute, dass ein Vorfall als "sehr wahrscheinlich" angesehen wird.

Stimmung der US-Verbraucher im März verbessert

Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im März aufgehellt. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtete, stieg der Index des Verbrauchervertrauens auf 104,2. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 100,7 erwartet. Der Vormonatswert wurde auf 103,4 von zunächst 102,9 nach oben revidiert. Der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage ermäßigte sich auf 151,1 (Vormonat: 153,0), jener für die Erwartungen erhöhte sich auf 73,0 (70,4).

DJG/DJN/AFP/apo/kla

(END) Dow Jones Newswires

March 28, 2023 13:08 ET (17:08 GMT)

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