11.07.2014 16:43:47

ROUNDUP: Aktionsplan nach Problemen bei Container-Abfertigung im Hamburger Hafen

HAMBURG (dpa-AFX) - Nach Verzögerungen bei der Abfertigung von Containern im Hamburger Hafen haben sich Vertreter aus Politik und Logistikbranche auf einen Aktionsplan geeinigt. "Jeder prüft noch mal, hat er wirklich ausreichend Mitarbeiter an Bord, sind die Arbeits- und Schichtmodell noch zeitgemäß", sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Freitag nach dem Treffen im Rathaus. Zudem würden künftig bei Problemen alle Beteiligten schneller informiert. Eine Task Force (Arbeitsgruppe) soll für bessere IT-Lösungen sorgen. Die Hafenbehörde HPA übernimmt die Koordination der Partner.

Grube hatte nach Abfertigungsstaus an den Hafen-Terminals der Hamburger Hafen AG (HHLA (Hamburger Hafen und Logistik)) um das Treffen gebeten, an dem neben Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) auch Vertreter der HPA, HHLA, Spediteure und Reeder teilnahmen. Auf die Frage nach dem wirtschaftlichen Schaden sprach die Deutsche Bahn von einem "hohen sechsstelligen Betrag". Vor etwa zwei Wochen hatten große Containerschiffe ihre Ladung teilweise mit Verspätung angelandet und wegen des dadurch besonders hohen Containeraufkommens Staus beim Abtransport per Bahn verursacht.

Neben der Deutschen Bahn transportiert auch die HHLA-Tochter Metrans Waren aus dem Hafen ab. Wegen vieler Autobahn- und Straßenbaustellen in und um Hamburg stauen sich auch die Lastwagen auf den An- und Abfahrtswegen zu den Terminals.

Die FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft kritisierte, Senator Horch handele "mal wieder nur unter Druck". "Es muss erst der Chef der Deutschen Bahn nach Hamburg reisen und mit Logistikern wie Reedern seinen Unmut über die Lage am Burchard-Kai und bei der HHLA deutlich machen, bevor Senator Horch die Krisenbewältigung angeht", sagte FDP-Fraktionschefin Katja Suding. Auch die Grünen kritisierten, der Senat habe "dem Missmanagement der HHLA zu lange zugesehen".

Horch erklärte nach dem Treffen, alle Probleme bei der Containerabfertigung seien "auf vertrauensvoller Basis, aber auch kritisch" angesprochen worden. "Wir haben es mit erheblichen Steigerungsraten zu tun, (...) diese Tatsache verlangt auch ein in die Zukunft gerichtetes Handeln", betonte er./let/DP/men

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