16.02.2015 12:30:32

Pfandbriefbanken: Deutsche Wohnimmobilienpreise steigen erneut stärker

   Von Hans Bentzien

   Der Anstieg der deutschen Wohnimmobilienpreise hat sich Ende 2014 wieder beschleunigt. Der vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) erhobene Preisindex für Wohnimmobilien stieg im vierten Quartal mit einer Jahresrate von 5,8 Prozent. Im dritten Quartal waren es 5,2 Prozent gewesen und im zweiten Quartal 4,8 Prozent.

   Im Gesamtjahr 2014 legten sie um 5,0 Prozent zu, nachdem sie 2013 um 4,0 Prozent gestiegen waren. Der vdp-Index basiert der vdp-Transaktionsdatenbank, die die Kauf- und Mietpreise einzelner Immobilien enthält. Er berücksichtigt Qalitätsänderungen.

   Diese Preistendenz des vdp-Index deckt sich mit der des monatlich erhobenen Europace-Index für Wohnimmobilien. Hier hat sich der Anstieg von 2,6 Prozent im Juli auf 3,7 Prozent im Dezember verstärkt. Wie sich die Preise im Januar entwickelt haben, wird Europace am Dienstag mitteilen. Der Europace-Index berücksichtigt ebenfalls Qualitätsänderungen und wird auf Basis von Daten des gleichnamigen elektronischen Marktplatzes erhoben.

   Die Deutsche Bundesbank beobachtet den Anstieg der Immobilienpreise sehr genau, weil sie befürchtet, dass die sehr niedrigen Zinsen eine Preisblase erzeugen könnten. Aktuell sieht sie zwar gewisse Anzeichen einer Überbewertung von Immobilien in bestimmten Ballungsräumen, aber noch keine Blase.

   In ihrem aktuellen Monatsbericht für Februar weist die Bundesbank darauf hin, dass sich das Tempo des Preisanstiegs vor allem bei Wohnungen auf städtischen Immobilienmärkten 2014 abgeschwächt hat. Dagegen seien die Preise von Einfamilienhäusern in den Ballungsräumen weiterhin kräftig gestiegen.

   Die Bundesbank verweist auf Berechnungen der bulwiengesa AG, laut denen sich Stadtwohnungen 2014 nur noch um 5-1/4 Prozent verteuerten. 2013 seien es noch 7-1/4 Prozent gewesen. "Damit hat sich die Zuwachsrate erstmals seit Beginn der Belebung auf den Wohnimmobilienmärkten im Jahr 2010 ermäßigt", heißt es in dem Monatsbericht.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/jhe

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   February 16, 2015 06:00 ET (11:00 GMT)

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