11.06.2013 17:45:00

Österreich erhält für Zinserträge 2012 aus der Schweiz 11,7 Mio. Euro

Das heimische Budget kann sich über ein kleines aber feines Zubrot aus der Schweiz freuen. 14,5 Mio. Franken (11,7 Mio. Euro) überweisen die Eidgenossen als Ausgleich für Zinserträge österreichischer Sparer im Jahr 2012 nach Wien. Alle EU-Staaten zusammen erhalten 461,6 Mio. Franken (372,41 Mio. Euro), geht aus der am Dienstagnachmittag vom Schweizer Finanzamt veröffentlichten Statistik zum Steuerrückbehalt für 2012 hervor.

Die Schweizer Banken behalten auf Basis des Zinsbesteuerungsabkommens mit der EU 35 Prozent der Zinserträge von Sparern aus EU-Staaten als "Steuerrückbehalt" ein. Dadurch kamen 615,4 Mio. Franken (495,68 Mio. Euro) zusammen. Davon werden drei Viertel an die Herkunftsländer der Sparer ausgeschüttet, ein Viertel bleibt in der Schweiz. Von den 153,8 Mio. Franken, die daher aus diesem Titel der Schweiz zustanden, flossen 138,5 Mio. Franken an den Bund und 15,3 Mio. Franken an die Kantone.

Von der an die EU-Staaten überwiesenen Summe gehen 143,8 Mio. Franken (31 Prozent) nach Deutschland, 81,7 Mio. Franken nach Italien und 71,4 Millionen Franken nach Frankreich.

Bankkunden aus EU-Staaten können ihre Zinseinkünfte auch ihrem Heimat-Finanzamt melden. Das haben 2012 61.000 Personen auf freiwilliger Basis getan. Die genaue Aufteilung nach Ländern ist noch nicht veröffentlicht.

2011 hatten erst 47.000 Sparer eine freiwillige Meldung an das Heimatfinanzamt beantragt, davon 567 Österreicher, die gemeinsam 15 Mio. Franken Zinsen lukriert hatten. Zugleich sind 2011 knapp 11 Mio. Franken in das heimische Budget geflossen, von insgesamt 380 Mio. Franken, die von den Eidgenossen an die EU-Staaten überwiesen wurden.

Österreich erhofft sich aus einem bilateralen Abkommen mit der Schweiz einmalige Erträge von einer Mrd. Euro als Abschlagzahlung für in der Schweiz liegendes Schwarzgeld von Österreichern.

(Schluss) tsk/ggr

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