SDAX
06.07.2016 13:46:53
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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte
Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
=== +++++ AKTIENMÄRKTE (13:14 Uhr) +++++ INDEX Stand +-% +-% YTD S&P-500-Future 2.067,50 -0,73% +1,89% Euro-Stoxx-50 2.761,01 -1,84% -15,50% Stoxx-50 2.737,20 -1,65% -11,71% DAX 9.345,21 -1,97% -13,01% FTSE 6.442,88 -1,57% +3,21% CAC 4.085,10 -1,88% -11,90% Nikkei-225 15.378,99 -1,85% -19,20% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 167,89 -1+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++ ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 46,02 46,60 -1,2% -0,58 +9,9% Brent/ICE 47,26 47,96 -1,5% -0,70 +10,5%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.372,37 1.360,00 +0,9% +12,37 +29,4% Silber (Spot) 20,38 19,98 +2,0% +0,40 +47,5% Platin (Spot) 1.069,40 1.073,50 -0,4% -4,10 +20,0% Kupfer-Future 2,14 2,18 -1,9% -0,04 -0,6%
+++++ AUSBLICK Aktien USA +++++
Die anhaltenden Brexit-Sorgen dürften auch zur Wochenmitte die Aktienkurse an der Wall Street ins Minus drücken. "Die Besorgnis über die Brexit-Auswirkungen und die Einflüsse auf das globale Wirtschaftswachstum bestimmen weiter das Geschehen und sorgen für eine anhaltende Flucht in die sicheren Häfen", sagt Analyst Richard Perry von Hantec Markets. "Mit dem Fall der Rendite zehnjähriger US-Anleihen unter die Marke von 1,40 Prozent ist zusätzlicher Druck für den Aktienmarkt aufgekommen", ergänzt der Teilnehmer. Am Dienstag war die Rendite auf ein neues Allzeittief bei 1,36 Prozent gefallen. Weiterhin gesucht ist auch Gold, das sich dem wichtigen technischen Widerstand bei 1.380 Dollar annähert und auf den höchsten Stand seit zwei Jahren geklettert ist. Auch der als Fluchtwährung bekannt Yen macht weiter Boden gut. Der Dollar ist nun auch unter die Marke von 101 Yen gerutscht. Zudem hält die Talfahrt des britischen Pfund nahezu ungebremst an. Mit 1,2797 Dollar wurde erneut der tiefste Stand seit 31 Jahren markiert. Ob die am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten für größere Impulse sorgen werden, bleibt hingegen abzuwarten, da diese vor dem Brexit erhoben wurden. Gleiches gilt für das Protokoll der Sitzung der US-Notenbank von Mitte Juni.
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++
-US 14:30 Handelsbilanz Mai PROGNOSE: -40,30 Mrd USD zuvor: -37,44 Mrd USD15:45 Einkaufsmanagerindex Service Markit Juni (2. Veröffentlichung) PROGNOSE: 52,0 1. Veröff.: 51,3 zuvor: 51,3
16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Juni PROGNOSE: 53,4 Punkte zuvor: 52,9 Punkte
20:00 Fed, Protokoll der FOMC-Sitzung vom 14./15. Juni
+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++
Der Absturz des Pfund Sterling lässt auch die Aktienmärkte zur Wochenmitte weiter einbrechen. Zum US-Dollar ist das Pfund auf den niedrigsten Stand seit 31 Jahren gefallen. Zeitweise wurde es unter 1,28 Dollar gehandelt. Zum Vergleich: Vor dem Brexit-Votum kostete das Pfund noch über 1,50 Dollar. Wegen der konjunkturellen Risiken verkaufen Investoren Aktien und flüchten in Bundesanleihen und Edelmetalle. Die Feinunze Gold ist auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Mit dem Rückenwind einer sehr schwachen Währung meldet die Londoner Börse etwas geringere Kursverluste als die meisten anderen Börsen. Vor allem die britischen Exporteure dürften enorm vom schwachen Pfund profitieren angesichts der Höhe der Kursverluste des Pfund. Die Käufe von Bundesanleihen drücken immer stärker auf die Renditen: Zehnjährige Bundesanleihen rentieren mit minus 0,19 Prozent. Sogar Papiere mit 15 Jahren Laufzeit werfen mittlerweile eine negative Rendite ab. An den Aktienmärkten werden vor allem konjunktursensible Aktien und Sektoren verkauft. So büßen Papiere der Stahlhersteller Thyssenkrupp, Salzgitter, Arcelormittal und Voestalpine zwischen 2 und 4 Prozent ein. Der Automobilsektor verliert 2,5 Prozent. Auch Bankaktien verlieren weiter. Der Sektor fällt um 2,2 Prozent, angeführt von der Deutschen Bank mit einem Kurseinbruch von 6,7 Prozent. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um 50 Prozent eingebrochen auf den niedrigsten Stand seit den achtziger Jahren. Die Marktturbulenzen, immer niedrigere Zinsen und die konjunkturellen Risiken lasten schwer auf der Finanzindustrie.
+++++ Devisen +++++
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.17 Uhr Di, 17.16 Uhr % YTD EUR/USD 1,1069 +0,16% 1,1052 1,1103 +1,9% EUR/JPY 111,2742 -0,33% 111,6429 112,85 -24,6% EUR/CHF 1,0826 +0,11% 1,0814 1,0819 -0,5% EUR/GBP 0,8523 +0,29% 0,8562 1,1749 +15,7% USD/JPY 100,51 -0,48% 101,00 101,64 -14,4% GBP/USD 1,2986 +0,60% 1,2908 1,3043 -11,9%+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++
Die Sorgen vor den negativen Folgen eines Brexits auf die Konjunktur haben die ostasiatischen Finanzmärkte am Mittwoch wieder fest in den Griff genommen. An den Börsen ging es überwiegend deutlich nach unten, während vermeintlich sichere Häfen wie Anleihen, Gold und Yen gesucht waren. Vorausgegangen waren Warnungen des britischen Notenbankchefs Mark Carney, dass die Notenbank nicht sämtliche negativen Folgen für die Konjunktur werde abfedern können. In einem ersten Schritt lockerte die Notenbank die Kapitalvorschriften für britische Banken und an den Märkten werden darüber hinaus weitere Maßnahmen für wahrscheinlich gehalten. Das britische Pfund rutschte schon am Dienstag auf ein neues 31-Jahrestief ab und setzte die Talfahrt im asiatischen Handel am Mittwoch fort. Gleichzeitig näherte sich der Dollar wieder der 100-Yen-Marke. Er kostete zuletzt 101,19 Yen. Das sorgte an der Börse in Tokio für zusätzlichen Druck auf die Kurse. Zur Verunsicherung trug auch bei, dass der chinesische Yuan von der Notenbank des Landes erneut niedriger fixiert wurde - auf den inzwischen niedrigsten Stand seit sechs Jahren. In Hongkong kam als Belastungsfaktor hinzu, dass der dortige Einkaufsmanagerindex im Juni erneut gefallen ist - bereits das 16. Mal in Folge. Zudem liegt der Index im auf eine schrumpfende Wirtschaft hindeutenden Bereich. Stark unter Druck standen in Tokio Aktien von Banken und Exportunternehmen. Shinsei Bank verloren 3,6 Prozent, Mitsubishi UFJ Financial Group 3,6 Prozent und Nissan Motor 2,0 Prozent.
+++++ CREDIT +++++
An den europäischen Kreditmärkten werden die Risiken zur Wochenmitte weiter hoch eingestuft. Dies ist auch am Anleihemarkt zu erkennen. Während die Renditen der Staatsanleihen in Kerneuropa weiter fallen, die Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren markieren ein neues Rekordtief, steigen sie in der Euro-Peripherie. So ziehen die Renditen in Italien und Spanien am Morgen leicht an. Dies zeigt deutlich die anhaltende Risikoaversion der Investoren.
+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++
Daimler steigert Absatz im Juni zweistellig
Die Daimler AG ist mit ihrem Pkw-Geschäft im Juni auf der Erfolgsspur geblieben. Der Bereich Mercedes-Benz Cars steigerte seinen Absatz im vergangenen Monat um 11,4 Prozent auf 201.591 Fahrzeuge. Dabei legte die Luxusmarke Mercedes-Benz mit 11,1 Prozent leicht unterdurchschnittlich zu, während Smart um 16 Prozent wuchs, wie die Stuttgarter mitteilten.
Thyssenkrupp liefert Aufzüge für Metro in Saudi-Arabien
Thyssenkrupp hat einen Auftrag aus Saudi-Arabien bekommen: Der Stahl- und Technologiekonzern liefert insgesamt 641 Aufzüge und Fahrtreppen für ein Metro-Projekt in Riad, wie Thyssenkrupp mitteilte.
Volkswagen vereinbart Zusammenarbeit mit LG Electronics
Der Autobauer Volkswagen und der koreanische Elektronikkonzern LG wollen gemeinsam eine neue Connected-Car-Serviceplattform entwickeln. Dazu unterzeichneten die beiden Unternehmen eine Absichtserklärung, wie Volkswagen mitteilte.
ZF Friedrichshafen legt Service-Geschäft mit TRW zusammen
ZF Friedrichshafen kommt bei der Integration von TRW Automotive weiter voran. Ab Januar nächsten Jahres legt der Automobilzulieferer das Service-Geschäft zusammen, wie ZF mitteilte. Zuvor hatte ZF bereits den Vertrieb und den Einkauf integriert.
Autozulieferer Stabilus platziert neue Aktien zu 40 Euro
Der Automobilzulieferer Stabilus hat sich wie geplant für die Finanzierung seines jüngsten Zukaufs frisches Kapital besorgt. Die am Dienstag angekündigte Kapitalerhöhung sei erfolgreich abgeschlossen worden, teilte das im SDAX notierte Unternehmen mit Sitz in Luxemburg mit. Der Platzierungspreis betrug 40 Euro je Aktie. Brutto seien 159,1 Millionen Euro erlöst worden.
Air Liquide will Umsatz 2016-2020 jährlich um 6-8% steigern
Nach der milliardenschweren Übernahme des US-Rivalen Airgas hat sich Air Liquide für die kommenden Jahre neue Ziele gesetzt. Das Neos titulierte Programm für die Jahre 2016 bis 2020 sieht ein Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent pro Jahr vor. Ohne Airgas sollen die Einnahmen um 4 bis 6 Prozent steigen, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem währungsbereinigten Plus von 3,3 Prozent im Jahr 2015. Die Rendite (ROCE) soll nach fünf bis sechs Jahren über 10 Prozent liegen.
Britischer Buyoutspezialist Melrose sucht sein Heil in den USA
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
July 06, 2016 07:16 ET (11:16 GMT)
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Mit einem Kurssprung von einem Drittel reagiert die Aktie von Melrose in London am Vormittag auf den Plan des Unternehmens, in den USA zuzukaufen. Der britische Buyoutspezialist will die an der Nasdaq notierte Nortek Inc, ein Anbieter von Klima- und Heizanlagen, für 1,44 Milliarden US-Dollar in bar übernehmen. Finanziert werden soll die Transaktion durch die Ausgabe neuer Aktien.
Volvo: Selbstfahrende Autos kommen später
Anders als ursprünglich angekündigt wird der Autohersteller Volvo im kommenden Jahr noch keine völlig selbstfahrenden Autos auf die Straße bringen. "Nein, niemand wird 2017 hinter dem Lenkrad eines Volvos E-Mails lesen", sagte Erik Coelingh, Entwicklungsleiter für selbstfahrende Fahrzeuge, der Wochenzeitung Die Zeit. Volvo könne noch nicht nachweisen, dass die Autos "mit allen außergewöhnlichen Situationen klarkommen. Deshalb müssen die Autopiloten vorerst weiterhin vom Fahrer überwacht werden."
Google kauft französisches Start-up Moodstocks
Der US-Internetkonzern Google kauft das französische Start-up Moodstocks, mit dessen Technologie Smartphones Gegenstände erkennen können. "Es gibt noch viel zu tun, um die Sehfunktion von Geräten zu verbessern", schrieb der Chef-Informatiker von Google Frankreich, Vincent Simonet, in einem Blog. Die von Moodstocks entwickelte Technologie erlaubt es Smartphones, über ihre Kamera Gegenstände in Echtzeit zu identifizieren.
=== Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/ros(END) Dow Jones Newswires
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