06.07.2016 15:24:48

MÄRKTE USA/Brexit-Sorgen drücken weiterhin auf die Wall Street

   Von Thomas Rossmann

   NEW YORK (Dow Jones)--Die anhaltenden Brexit-Sorgen dürften auch zur Wochenmitte die Aktienkurse an der Wall Street belasten. "Die Besorgnis über die Brexit-Auswirkungen und die Einflüsse auf das globale Wirtschaftswachstum bestimmen weiter das Geschehen und sorgen für eine anhaltende Flucht in die sicheren Häfen", sagt Analyst Richard Perry von Hantec Markets. "Mit dem Fall der Rendite zehnjähriger US-Anleihen unter die Marke von 1,40 Prozent ist zusätzlicher Druck für den Aktienmarkt aufgekommen", ergänzt der Teilnehmer. Am Vortag war die Rendite für Titel dieser Laufzeit mit 1,37 Prozent erstmals unter diese Marke gerutscht. Mit aktuell 1,34 geht es weiter nach unten.

   Für den Future auf den S&P-500 geht es um 0,6 Prozent abwärts.

   Die vorbörslich veröffentlichten Daten zur US-Handelsbilanz haben keinen Einfluss auf das Geschehen. Das Defizit war im Mai leicht höher als prognostiziert. Ob von dem kurz nach dem Handelsstart anstehenden Einkaufsmanager für den Servicebereich und dem ISM-Index für den Dienstleistungssektor, beide für Juni, Impulse ausgehen werden bleibt abzuwarten, da diese jeweils vor dem Brexit erhoben wurden.

   Auch der Einfluss des Protokolls der Sitzung der US-Notenbank von Mitte Juni dürfte begrenzt bleiben. "Das Protokoll ist diesmal wohl eher etwas für historisch interessierte Anleger und nicht so sehr für Anleger die im Hier und Jetzt leben", sagt Analyst Chris Beauchamp von IG. Erst am Vortag hatte der Präsident der Federal Reserve von New York, William Dudley, die Ansicht vertreten, dass der Ausblick auf die US-Geldpolitik derzeit besonders schwierig sei. Dies gelte vor allem mit Blick auf den Brexit.

Gold auf Zweijahreshoch - Pfund stabilisiert sich etwas Weiterhin gesucht ist Gold, das sich dem wichtigen technischen Widerstand bei 1.380 Dollar annähert und auf den höchsten Stand seit zwei Jahren geklettert ist. Aktuell kostet die Feinunze 1.370 Dollar, ein Plus von 0,7 Prozent.

   Am Devisenmarkt macht der als Fluchtwährung bekannte Yen weiter Boden gut. So ist der Dollar nun auch unter die Marke von 101 Yen gerutscht. Dagegen hat das britische Pfund mit 1,2797 Dollar erneut den tiefsten Stand seit 31 Jahren markiert. Anschließend kam es allerdings zu einer leichten Erholung, die das Pfund aktuell auf 1,2963 Dollar führt. Unmittelbar vor dem Brexit-Votum hatte die britische Devise allerdings noch bei 1,50 Dollar gelegen. Das Pfund könnte dennoch im Laufe dieser Woche bis auf die Marke von 1,25 Dollar zurückfallen, so Devisen-Analyst Boris Schlossberg von BK Asset Management.

   Die Ölpreise setzten ihre Talfahrt ebenfalls fort, wenn auch mit gedrosseltem Tempo. "Die Sorgen bezüglich des Brexits für die Weltkonjunktur und die zunehmenden Spannungen im italienischen Bankensektor sorgen weltweit für eine erhöhte Risikoaversion", merken die Analysten von JBC Energy mit Blick auf die Ölpreise an. Zudem seien die Blicke auch schon auf die wöchentlichen US-Rohöllagerdaten am Donnerstag gerichtet, die den siebten Rückgang in Folge verzeichnen dürften. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostet 46,05 Dollar, ein Minus von 1,2 Prozent. Brent fällt um 1,4 Prozent auf 47,30 Dollar.

Medivation nun doch offen für eine Übernahme Bei den Einzelwerten könnten die Aktien von Medivation im Fokus stehen, nachdem die US-Biotechnologiefirma einer Übernahme offensichtlich nun doch nicht mehr abgeneigt ist. Die Gesellschaft habe vertrauliche Vereinbarungen mit diversen Interessenten getroffen, berichteten mit den Vorgängen vertraute Personen. Außer dem Pharmakonzern Sanofi, der schon einige Zeit um Medivation buhlt, sollen auch Pfizer und Celgene die vertraulichen Dokumente unterschrieben haben. Die Medivation-Aktie gewinnt vorbörslich knapp 1 Prozent.

   Für die Netflix-Aktie geht es um gut 3 Prozent nach unten. Die Analysten von Jefferies haben die Titel auf "Underperform" von "Hold" nach unten genommen.

=== DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.17 Uhr Di, 17.16 Uhr % YTD EUR/USD 1,1079 +0,24% 1,1052 1,1103 +2,0% EUR/JPY 111,5296 -0,10% 111,6429 112,85 -24,7% EUR/CHF 1,0820 +0,06% 1,0814 1,0819 -0,5% EUR/GBP 0,8547 +0,58% 0,8562 1,1749 +16,1% USD/JPY 100,70 -0,30% 101,00 101,64 -14,2% GBP/USD 1,2963 +0,43% 1,2908 1,3043 -12,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 46,05 46,60 -1,2% -0,55 +10,0% Brent/ICE 47,30 47,96 -1,4% -0,66 +10,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.370,06 1.360,00 +0,7% +10,06 +29,2% Silber (Spot) 20,13 19,98 +0,7% +0,15 +45,6% Platin (Spot) 1.069,00 1.073,50 -0,4% -4,50 +19,9% Kupfer-Future 2,13 2,18 -2,2% -0,05 -0,8% === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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