16.02.2015 13:21:33
|
MÄRKTE EUROPA/Verschnaufpause nach Rekordständen
Von Manuel Priego Thimmel
Nach den Allzeithochs in der vergangenen Woche setzen am Montag erst einmal leichte Gewinnmitnahmen an Europas Börsen ein. Wegen des Rosenmontags dürften viele Akteure dem Markt fernbleiben. Und an der Wall Street wird wegen eines Feiertags nicht gehandelt. Daneben halten sich die Akteure vor dem am Nachmittag beginnenden Treffen der Eurogruppe in Brüssel zurück. Hier geht es um Griechenland. Mit Ergebnissen ist am Montag nicht mehr zu rechnen. Der Dax verliert 0,3 Prozent auf 10.931 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,1 Prozent auf 3.445 nach unten.
Die Societe Generale erwartet als Ergebnis des Eurogruppen-Treffens nur eine temporäre Lösung. Eine solche könnte zum Beispiel eine kurzfristige Verlängerung des laufenden Programms oder eine Brückenfinanzierung über einige Monate sein. Darüber hinaus sei nur zu erwarten, dass sich die Eurogruppe auf "Gemeinsamkeiten" bei der Suche nach einer Lösung verständigt. An den griechischen Anleihemärkten geht es mit den Renditen wieder nach oben. Der Zins für 5-jährige Staatsanleihen steigt auf 14,36 von 12,94 Prozent. Für die 10-jährigen Titel geht es auf 9,46 von 9,17 Prozent nach oben.
Kursimpulse sind dünn gesät. Aktien der Deutschen Bank profitieren von einem Medienbericht, dem zufolge die Bank bei der neuen Strategie aufs Tempo drückt. Der Kurs der zuletzt gut gelaufenen Aktie steigt um 1,2 Prozent. Commerzbank steigen mit einem Plus von 2,5 Prozent noch stärker an. Der europäische Branchen-Index legt gegen den Trend 0,7 Prozent zu. Eine Lösung für Griechenland wären positive Nachrichten für den Sektor.
Lufthansa können sich nach dem Streik bei GermanWings nun erholen. Der Verkehr hat sich wieder normalisiert. Positiv gesehen wird auch die Einigung mit der Kabinenpersonal-Gewerkschaft UFO über einen Verhandlungsfahrplan. Der Kurs steigt 1 Prozent auf 13,71 Euro. In den vergangenen beiden Wochen hatte er mit Ölpreiserholung und Streikgefahr etwa 10 Prozent verloren.
Die Akzente liegen eher bei den Nebenwerten. Die Deutsche Wohnen will die österreichische Immobiliengesellschaft Conwert für 11,50 Euro je Aktie übernehmen. An der Wiener Börse steigt das Conwert-Aktie 9,8 Prozent auf 12,04 Euro. Aktien der Deutsche Wohnen geben derweil um 0,5 Prozent leicht nach.
Aktien des Automobilzulieferers Grammer büßen nach Vorlage von Zahlen zum vierten Quartal 5,1 Prozent ein. Das Unternehmen rechnet zwar mit steigenden Umsätzen, hat allerdings auch tendenzielle Belastungsfaktoren für die Gewinnentwicklung thematisiert. Der Markt habe bisher aber auch mit einem deutlichen Gewinnanstieg gerechnet, erklärt ein Händler die Kursverluste.
Stabilus-Aktien steigen um 0,9 Prozent. Der Hersteller von Gasfedern und hydraulischen Dämpfern hat den Umsatz in den Monaten Oktober bis Dezember um mehr als 16 Prozent erhöht. RIB Software bauen die Kursgewinne nach dem Sprung vom Freitag aus und gewinnen 1,8 Prozent.
Aktien der Hamburger Kupferschmelze Aurubis leiden Händlern zufolge unter einer Abstufung auf "Neutral" von "Kaufen" durch die Bank of America-Merrill Lynch. Der Kurs fällt um 2,2 Prozent. Kion-Aktien profitieren mit einem Kursplus von 3,9 Prozent von einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs. Die Bank hat Händlern zufolge die Norma-Aktie auf "Neutral" von "Kaufen" gesenkt, was den Kurs um 3,3 Prozent nachgeben lässt.
Am Devisenmarkt herrscht Ruhe, der Euro bewegt sich zum US-Dollar in einer engen Spanne um 1,14 Dollar. Die Commerzbank rechnet mit einer Lösung in der Griechenland-Frage erst in der letzten Sekunde. Grund sei in ähnlichen Fällen gewesen, dass alle Beteiligten einen Kompromiss wollten, aber auch signalisieren wollten, dass der gefundene Kompromiss "alternativlos" gewesen sei.
=== INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 3.443,53 -0,12% Stoxx-50 3.282,35 -0,07% DAX 10.930,36 -0,30% FTSE 6.857,70 -0,23% CAC 4.757,54 -0,04% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 158,92 +10DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.05 Uhr Fr, 17.33 Uhr EUR/USD 1,1419 0,02% 1,1417 1,1413 EUR/JPY 135,39 0,00% 135,39 135,51 EUR/CHF 1,0624 0,17% 1,0606 1,0625 USD/JPY 118,57 0,00% 118,57 118,75 GBP/USD 1,5374 -0,34% 1,5427 1,5390 === Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@dowjones.com
DJG/mpt/raz
(END) Dow Jones Newswires
February 16, 2015 06:51 ET (11:51 GMT)
Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 51 AM EST 02-16-15

Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!
Nachrichten zu Societe Generale (spons. ADRs)mehr Nachrichten
Keine Nachrichten verfügbar. |
Analysen zu Societe Generale (spons. ADRs)mehr Analysen
Aktien in diesem Artikel
Commerzbank | 20,40 | -0,20% |
|
Deutsche Wohnen SE | 24,20 | 1,04% |
|
Goldman Sachs | 589,90 | 0,58% |
|
Lufthansa AG | 6,79 | 1,98% |
|
Societe Generale (spons. ADRs) | 7,45 | -1,32% |
|