21.08.2023 09:52:39

MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Deutsche Erzeugepreise gesunken

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen sind mit kleinen Aufschlägen in die neue Berichtswoche gestartet. Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 15.634 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,6 Prozent auf 4.237 nach oben. Damit erholen sich die Aktienmärkte etwas von den jüngsten Verlusten. Um mehr als eine technische Gegenbewegung handelt es sich bislang allerdings nicht.

Der Datenkalender ist zum Wochenstart fast leer. Keine Unterstützung für die Börsen kommt aus China. Die chinesische Notenbank hat zwar einen ihrer Referenzzinssätze für Bankkredite (LPR) an Unternehmen und Haushalte gesenkt, aber weniger stark als erwartet. "Die chinesische Notenbank überrascht die Börsen auf der Negativseite", heißt es bei QC Partners. Möglicherweise wolle sie mit der geringeren Senkung ein Zeichen der Beruhigung setzen, nach dem Motto, dass die Lage so dramatisch nicht ist. "Das ist ihr gegenüber den Börsen allerdings nicht gelungen", so QC mit Blick auf die weiter nachgebenden Indizes in Schanghai und Hongkong. Von dort berichten Händler wiederum, dass der Markt auf eine Art "Bing Bang"-Stimulus für die maue Wirtschaft warte.

Gespannte Blicke Richtung Jackson Hole

Neue Orientierung erhoffen sich die Anleger von dem am Donnerstag beginnenden Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole. Highlight ist die Rede von US-Notenbankchef Powell am Freitag. Ob sie Klarheit schaffen wird über den weiteren Zinspfad der US-Notenbank darf allerdings bezweifelt werden. Die Zentralbanker auf beiden Seiten des Atlantiks haben zuletzt immer wieder betont, dass die weiteren geldpolitischen Maßnahmen vor allem datenabhängig sein werden.

Tendenziell positive Nachrichten kommen von der deutschen Inflationsfront. Die hiesigen Erzeugerpreise sind im Juli mit minus 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat viel stärker gefallen als mit 0,1 Prozent. Dazu war die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr mit minus 6,0 Prozent zum ersten Mal seit November 202 negativ. Am Rentenmarkt zeigen sich die Renditen nach einem anfänglichen erneuten Anstieg nach den Preisdaten wenig verändert.

Inflation frisst Rüstungsvorhaben aus dem Sondervermögen auf

Bei den Einzelwerten zeigen sich im DAX Zalando mit plus 1,6 Prozent als größter Gewinner. Am Ende rangiert Vonovia (-2,0%). Rheinmetall liegen ein halbes Prozent im Plus. Die Rüstungsvorhaben aus dem Sondervermögen für die Bundeswehr könnten durch die Geldentwertung um bis zu 40 Prozent teurer werden als ursprünglich geplant. "Wenn wir heute einen Fünfjahresvertrag abschließen, dann müssen wir einen Inflationsausgleich vereinbaren", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Da dürften sich Analysten jetzt den bisherigen Ordereingang noch einmal genau ansehen und ihre Nominalwerte deutlich nach oben nehmen", kommentiert ein Händler.

Covestro zeigen sich unverändert auf die Nachricht, dass das DAX-Unternehmen zum 1. Oktober einen neuen Finanzvorstand bekommt, der vom Großhandelskonzern Metro kommt. Der bisherige Chef geht bereits zum 31. August und wechselt wie schon länger bekannt zu Airbus. Covestro-Chef Markus Steilemann wird daher den Posten des Finanzchefs interimsweise mit übernehmen.

Bei den Nebenwerten zeigen sich Synbiotic wenig verändert. Das Cannabisunternehmen übernimmt die Mehrheit an Cannacare Health GmbH. Im Zuge der Übernahme beteiligt sich der Investor und Cannacare-Gesellschafter Frank Otto zusätzlich mit 3 Millionen Euro in Form einer Barkapitalerhöhung an SynBiotic.

Der Kurs des Softwareentwicklers Paragon macht einen Satz um über 9 Prozent. Paragon hat im ersten Halbjahr die Umsätze weiter gesteigert und gleichzeitig die Verschuldung reduziert.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.236,99 +0,6% 24,04 +11,7%

Stoxx-50 3.905,86 +0,5% 20,47 +7,0%

DAX 15.633,78 +0,4% 59,52 +12,3%

MDAX 27.155,31 +0,0% 2,08 +8,1%

TecDAX 3.073,91 +0,5% 13,78 +5,2%

SDAX 13.009,70 +0,3% 34,16 +9,1%

FTSE 7.272,73 +0,1% 10,30 -2,5%

CAC 7.215,51 +0,7% 51,40 +11,5%

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:59 Fr, 17:37 % YTD

EUR/USD 1,0886 +0,1% 1,0878 1,0875 +1,7%

EUR/JPY 158,28 +0,1% 158,21 157,90 +12,8%

EUR/CHF 0,9582 -0,1% 0,9585 0,9586 -3,2%

EUR/GBP 0,8544 +0,0% 0,8547 0,8537 -3,5%

USD/JPY 145,42 -0,0% 145,44 145,19 +10,9%

GBP/USD 1,2742 +0,1% 1,2729 1,2738 +5,4%

USD/CNH (Offshore) 7,3203 +0,2% 7,3350 7,3011 +5,7%

Bitcoin

BTC/USD 25.998,89 -0,7% 26.029,84 26.073,27 +56,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 82,06 81,25 +1,0% +0,81 +4,1%

Brent/ICE 85,57 84,80 +0,9% +0,77 +3,5%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 40,26 36,41 +10,6% +3,85 -53,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.889,63 1.889,50 +0,0% +0,13 +3,6%

Silber (Spot) 22,81 22,75 +0,2% +0,05 -4,8%

Platin (Spot) 912,95 913,53 -0,1% -0,58 -14,5%

Kupfer-Future 3,71 3,71 +0,1% +0,01 -2,7%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

August 21, 2023 03:52 ET (07:52 GMT)

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Covestro AG 58,50 0,03% Covestro AG
paragon GmbH & Co. KGaA 2,18 3,81% paragon GmbH & Co. KGaA
Rheinmetall AG 954,40 -0,69% Rheinmetall AG
SynBiotic SE 3,69 -0,27% SynBiotic SE
Vonovia SE (ex Deutsche Annington) 29,62 0,27% Vonovia SE (ex Deutsche Annington)
Zalando 37,60 -0,05% Zalando

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