Ceconomy St. Aktie
WKN: 725750 / ISIN: DE0007257503
23.02.2015 18:47:33
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MÄRKTE EUROPA/DAX nach Griechenland-Rettung auf Allzeithoch
Von Manuel Priego Thimmel
FRANKFURT--Das Einlenken Griechenlands gegenüber seinen Gläubigern in letzter Minute hat Europas Börsen am Montag gestützt. Echte Begeisterung wollte aber nicht aufkommen. Zum einen wird die Lage in Griechenland weiter unsicher bleiben. Zum anderen dämpfte ein schwächer als erwartet gestiegener ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland die Kauflaune. Der Dax gewann 0,7 Prozent auf 11.131 Punkte - bei 11.159 hatte der deutsche Leitindex ein neues Allzeithoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 stieg 0,8 auf 3.520 Zähler.
"Alles, was wir haben, ist eine Vereinbarung auf Verhandlungen, die zweifellos komplex und schmerzhaft werden dürften", sagte Chris Weston vom Broker IG zur Lage rund um Griechenland. Es müsse sich erst noch zeigen, ob Griechenland sich tatsächlich auf die geforderten fiskalischen Ziele und strukturellen Reformen einlasse. IG schließt Neuwahlen in Griechenland nach der getroffen Vereinbarung nicht aus.
Erste kritische Stimmen aus den Syriza-Reihen waren jedenfalls bereits zu vernehmen. "Es dürfte Ministerpräsident Tsipras schwer fallen, diese Einigung der griechischen Bevölkerung und seiner Koalition zu verkaufen", sagte Michel Martinez von der Societe Generale. In den kommenden Wochen dürften sowohl die Regierung als auch die Banken des Landes weiter unter Druck stehen. Denn bis Ende April müssten die vereinbarten Reformen von der Regierung durchgesetzt werden. Wegen eines Feiertags blieb die Börse in Athen am Montag geschlossen.
Die Marktzinsen am griechischen Anleihemarkt gaben nach. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen fiel auf 9,43 von 9,95 Prozent. Die der fünfjährigen Papiere ging auf 12,87 von 14,32 Prozent zurück. Laut UBS preisen die griechischen Anleihemärkten mit 30 Prozent eine viel zu hohe Wahrscheinlichkeit ein, dass das Land die Eurozone verlassen wird. Den Analysten zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit für einen "Grexit" deutlich unter diesem Wert, so dass griechische Anleihen auf dem derzeitigen Niveau einen sehr günstigen Eindruck machten.
Am Devisenmarkt war von Euphorie nichts zu spüren. Der Euro, der am Freitag nach der Einigung zwischen der EU und Griechenland um mehr als einen US-Cent auf 1,1430 Dollar gestiegen war, rutschte wieder auf 1,1345 Dollar ab. Hierbei wirkte nicht der schwächere ifo belastend. Laut Commerzbank richteten Anleger die Blicke schon wieder über den großen Teich. Und hier bewegte die Frage, wann die US-Notenbank den Zinserhöhungszyklis starten wird und in welcher Geschwindigkeit. Dienstag und Mittwoch muss US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen dem Kongress Rede und Antwort stehen.
Im Blick stand der Bankensektor, der 0,8 Prozent zulegte. HSBC-Aktien verloren dagegen 4,6 Prozent. "Die Abschreibungen auf Kredite und die Risikovorsorge liegen im vierten Quartal deutlich über den Erwartungen", sagte ein Händler. Mit insgesamt 1,25 Milliarden US-Dollar liege dieser Posten um mehr als 300 Millionen Dollar über der Prognose seines Hauses. "Die Qualität der Kredite ist weiterhin zu schlecht, das ist die Botschaft dieser Zahlen", sagte der Händler.
Deutsche Bank blieben mit Abgaben von 0,4 Prozent hinter dem freundlichen Gesamtmarkt zurück. Der Kurs wurde gebremst von der Dow-Jones-Newswires-Nachricht, dass die US-Tochter den Stresstest in den USA nicht bestehen dürfte. Die Aareal Bank übernimmt die auf gewerbliche Immobilienfinanzierungen spezialisierte Westdeutsche ImmobilienBank für 350 Millionen Euro. Wegen des hohen positiven Sondereffekts stieg der Kurs der Aareal Bank um 6 Prozent.
Eine Korrektur am Rohstoffmarkt drückte die ThyssenKrupp-Aktie um 1,1 Prozent. Der Sektor der Grund- und Rohstoffe büßte als Schlusslicht 1,6 Prozent ein. Im Handel wurde auf den erneuten Einbruch der Ölpreise verwiesen. METRO schüttete zu Wochenbeginn 0,90 Euro an Dividende aus. Das Papier verlor 2,3 Prozent oder 0,70 auf 30,31 Euro und verlor damit nur optisch. Papiere des Telekomdienstleisters QSC fielen um 11,6 Prozent. Der Verlust im vergangenen Jahr fiel fast dreimal so hoch aus, wie Analysten erwartet hatten.
CTS EVENTIM gaben 2,6 Prozent nach. Das Bundeskartellamt ermittelt seit November gegen den Online-Tickethändler wegen des möglichen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung.
Europäische Schlussstände von Montag, den 23. Februar 2015:
=== Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung stand absolut in % seit Jahresbeginn Euro-Stoxx-50 3.519,58 +29,05 +0,8% +11,9% Stoxx-50 3.336,78 +19,83 +0,6% +11,1% Stoxx-600 385,08 +2,81 +0,7% +12,4% XETRA-DAX 11.130,92 +80,28 +0,7% +13,5% FTSE-100 London 6.912,16 -3,04 -0,0% +5,3% CAC-40 Paris 4.862,30 +31,40 +0,7% +13,8% AEX Amsterdam 475,22 +5,37 +1,1% +12,0% ATHEX-20 Athen Feiertag BEL-20 Brüssel 3.658,12 +33,42 +0,9% +11,3% BUX Budapest 18.205,38 +193,84 +1,1% +9,4% OMXH-25 Helsinki 3.414,95 +16,15 +0,5% +14,3% ISE NAT. 30 Istanbul 106.521,68 +1129,77 +1,1% +0,4% OMXC-20 Kopenhagen 863,05 +9,36 +1,1% +15,9% PSI 20 Lissabon 5.469,88 +24,56 +0,4% +14,5% IBEX-35 Madrid 10.990,10 +110,80 +1,0% +6,9% FTSE-MIB Mailand 21.964,29 +121,72 +0,6% +15,5% RTS Moskau Feiertag OBX Oslo 556,86 -0,38 -0,1% +6,3% PX Prag 1.019,52 +3,87 +0,4% +7,7% OMXS-30 Stockholm 1.679,48 +15,15 +0,9% +14,7% WIG-20 Warschau 2.365,58 +16,64 +0,7% +2,1% ATX Wien 2.457,32 +6,38 +0,3% +13,8% SMI Zürich 8.977,69 +85,52 +1,0% -0,1%DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.11 Uhr Fr, 17.20 Uhr EUR/USD 1,1345 -0,16% 1,1364 1,1361 EUR/JPY 134,86 -0,38% 135,37 134,83 EUR/CHF 1,0775 0,26% 1,0748 1,0711 USD/JPY 118,90 -0,16% 119,09 118,68 GBP/USD 1,5464 0,55% 1,5380 1,5380 === Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@dowjones.com
DJG/mpt/flf
(END) Dow Jones Newswires
February 23, 2015 12:17 ET (17:17 GMT)
Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 17 PM EST 02-23-15

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