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22.01.2015 13:35:00

Luftfahrtzulieferer FACC kippte Gewinnprognose für 2014/15

Der Luftfahrtzulieferer FACC hat seine Anleger heute mit einer Gewinnwarnung geschockt, obwohl der Firma das Umfeld in der Luftfahrtbranche und der Dollar-Kurs eigentlich in die Hände spielen. Grund für die gekippte Prognose seien Managementwechsel bei zwei wichtigen FACC-Kunden, die dazu führten, dass Verhandlungen über Preisanpassungen gerade stockten, erläuterte FACC-Chef Walter Stephan.

Da eine Einigung mit diesen Kunden derzeit nicht sehr realistisch sei, sei die Ergebnis-Erwartung für das Geschäftsjahr 2014/15 zurückgenommen worden, sagte Stephan am Donnerstag bei einer Pressekonferenz anlässlich der Neunmonatszahlen. "Das ist ein Zeitproblem, aber kein verlorenes Geld", so Stephan. An der Wiener Börse schmierte das FACC-Papier dennoch ab.

Im Jahr 2013/14 betrug das operative Ergebnis (EBIT) 42,5 Mio. Euro. Nun geht das Management von einem Betriebsergebnis von nur noch etwas über 30 Mio. Euro aus. Ursprünglich waren steigende Gewinne erwartet worden. Sofern die angepeilten Ziele erreicht werden, werde man auch unter dem Strich positiv sein, meinte Finanzvorstand Andreas Schoberleitner auf Nachfrage.

Die Entwicklungen am Markt stimmen das oberösterreichische Unternehmen positiv. Als Zulieferer für Flugzeugbauer wie Airbus und Boeing ist FACC von deren Geschäftsentwicklung abhängig. Beide gehen für 2015 von einem Anstieg der Flugzeugauslieferungen aus. Auch der internationale Luftfahrtverband IATA erwartet für heuer einen Zuwachs im Luftverkehr, wenngleich verhaltener. Da FACC praktisch 100 Prozent seiner Geschäfte in US-Dollar abwickle, profitiere man von der derzeitigen Kursentwicklung, so Vorstandschef Stephan. Auch der sinkende Rohölpreis bereitet dem börsennotierten Unternehmen nach eigenen Angaben keine Sorgen, zumal von den Airlines "neue und damit effizientere Flugzeuge" nachgefragt würden.

FACC ging im Juni 2014 an die Wiener Börse und schreibt seither Verluste. Das dritte Quartal 2014/15 allein brachte zwar einen operativen Gewinn von 5,5 Mio. Euro und einen Nettogewinn von 1,9 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten belief sich das Ergebnis aber auf minus 9 Mio. Euro. Auch nach Steuern stand ein Verlust von 12,7 Mio. Euro zu Buche, nach einem Gewinn von 7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Umsatzseitig steht FACC besser da: In den ersten drei Quartalen stiegen die Erlöse um 4,7 Prozent auf 381,8 Mio. Euro. Im dritten Quartal stiegen die Verkaufserlöse gegenüber dem Vorjahr von 136,6 auf 145,9 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2014/15 geht das Management von einem Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zu 2013/14 im einstelligen Prozentbereich aus. Konkret wird ein Umsatz von rund 580 Mio. Euro erwartet.

(Schluss) kan/kre

ISIN AT00000FACC2 WEB http://www.facc.at

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