03.12.2014 15:08:00
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Heizungsindustrie: Steuerabschreibung wichtiger Impuls gegen Modernisierungsstau
"Wir begrüßen die Entscheidung des Kabinetts vom heutigen Tage ausdrücklich. Die steuerliche Abschreibung ist ein wichtiger Impuls für den Wärmemarkt. Dieser ist seit Jahren durch einen geradezu zementierten Modernisierungsstau gekennzeichnet. 75 Prozent der rund 20 Millionen Heizungen sind veraltet und verbrauchen zu viel Energie. Im Wärmemarkt liegen enorme Energie- und Co2-Einsparpotenziale brach. Ohne deren Hebung kann die Energiewende nicht gelingen", erklärt Manfred Greis, Präsident des BDH.
Mit dem heutigen Beschluss fasst die Bundesregierung die wohl wichtigste Säule der Energiewende ins Auge, die Energieeffizienz. "Würde der veraltete Anlagenbestand auf Vordermann gebracht, könnten 13 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs eingespart werden. Daher ist die Entscheidung der Regierung richtig, Modernisierungsmaßnahmen steuerlich zu fördern", so Andreas Lücke, BDH-Hauptgeschäftsführer.
Insbesondere begrüßt der Verband, dass die steuerliche Förderung auch Einzelmaßnahmen umfasst. Die gesamthafte Gebäudesanierung in einem Zug könnte finanziell lediglich von 3 Prozent der Hauseigentümer gestemmt werden. Daher ist es notwendig, auch Einzelmaßnahmen zu fördern. Mit einem Investitionsvolumen von 10.000 bis 25.000 Euro, etwa durch die Modernisierung der Heizungsanlage, kann ein Investor bereits Energieeinsparungen in einer Größenordnung von bis zu 40 % realisieren.
Der BDH appelliert nun an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und an die Mitglieder des Bundesrates, die steuerlichen Anreize im weiteren Gesetzgebungsverfahren nicht zu blockieren. Denn die steuerliche Abschreibung ist ein finanzieller Selbstläufer bzw. ein dynamisches Konjunkturprogramm. Durch große Multiplikatoreffekte, hohe Arbeitsintensität der Investitionen im Baubereich und die fast ausschließliche inländische Wertschöpfung werden zunächst entstehende Steuerausfälle volkswirtschaftlich überkompensiert.
BDH: Verband für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Die im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) organisierten Unternehmen produzieren Heizungssysteme wie Holz-, Öl- oder Gasheizkessel, Wärmepumpen, Solaranlagen, Lüftungstechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Klimaanlagen, Heizkörper und Flächenheizsysteme, Brenner, Speicher, Heizungspumpen, Lagerbehälter, Abgasanlagen und weitere Zubehörkomponenten. Die Mitgliedsunternehmen des BDH erwirtschafteten im Jahr 2013 weltweit einen Umsatz von 13 Mrd. Euro und beschäftigten rund 67.300 Mitarbeiter. Auf den internationalen Märkten nehmen die BDH-Mitgliedsunternehmen eine Spitzenposition ein und sind technologisch führend.
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Pressekontakt: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik Frederic Leers Tel. +49 2203 93593-20 frederic.leers@bdh-koeln.de
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