20.06.2013 20:20:30
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EU will bei Großbanken keine fixen Notgroschen festlegen - Entwurf
Von Tom Fairless
LUXEMBURG--Die EU-Finanzminister wollen die Großbanken nicht dazu zwingen, einen fixen Notgroschen vorzuhalten, der bei drohender Pleite in Eigenkapital umgewandelt werden kann. Das geht aus einem internen Dokument hervor, in das das Wall Street Journal Einblick hatte. Stattdessen werden die nationalen Aufsichtsbehörden für jedes Geldhaus individuelle Vorgaben festlegen, die sich am Geschäftsmodell ausrichten.
Eigentlich sollten die Banken verpflichtet werden, 0,8 Prozent ihrer versicherten Einlagen als Puffer bei Seite zu legen. Die Änderung spiegele aber den "starken Widerstand" aus den Mitgliedstaaten und "substanzielle Schwierigkeiten bei einer Einheitslösung wider", heißt es im Entwurfspapier.
Die Notreserven sind ein Schlüsselelement bei den Gesprächen über die Richtlinie zur Bankenrettung, die am Freitag von den EU-Finanzministern gemeinsam diskutiert wird. Der jetzige Entwurf lässt den nationalen Aufsehern viel Spielraum, wie im Ernstfall mit einer in Schieflage geratenen Bank umzugehen ist. Generell stimmen die Mitgliedstaaten aber überein, dass künftig bei Pleitebanken die Steuerzahler erst ganz am Ende einbezogen werden sollen. Zuerst sollen Aktionäre und Anleihegläubiger für Verluste aufkommen.
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June 20, 2013 13:49 ET (17:49 GMT)
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