16.02.2015 14:25:00

Deutsche Wohnen will conwert wieder "Luft zum Atmen" geben

Die Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen müsste bei einem mehrheitlichen Einstieg in die Wiener conwert erst einmal ordentlich die Ärmel aufkrempeln. Nach dem Milliardeninvestment für die Übernahme müssten auch noch die Refinanzierung und die Sanierung des Unternehmens gestemmt werden. Die genauen Kosten dafür konnte Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn heute, Montag, in Wien noch nicht beziffern.

Nur so viel: "Wir haben die finanziellen Mittel, um das Unternehmen nachhaltig zu sanieren", bekräftigte der CEO des deutschen Bieters. Die Refinanzierung der conwert neu aufzustellen, "wird schmerzhaft sein". Zudem sei die conwert-Tochter Eco Business breit gestreut und habe einen Leerstand von mehr als 20 Prozent. "Das heißt, wir werden erst mal Schläge hinnehmen müssen und die Schläge verkraften wir", ist Zahn zuversichtlich. Er müsse auch die Deutsche-Wohnen-Aktionäre überzeugen, "dass das ein langatmiges Investment wird - wir müssen viel investieren und sanieren".

Das Deutsche-Wohnen-Angebot enthalte auch ein Offert für die Zeichner der conwert-Wandelanleihen, die "derzeit deutlich über 4 Prozent" kosteten. "Das ist eine Maßnahme, die rechnet sich nicht, aber auf lange Sicht ist es richtig", räumte Zahn ein. "Wir müssen der conwert wieder Luft zum Atmen geben", erklärte der Konzernchef.

Zusätzlich will die Deutsche Wohnen die Verschuldung der conwert verringern und die Refinanzierungskosten senken. Bei den Darlehen werde man Ende des Jahres bei einer Verzinsung von unter 4 Prozent liegen. "Bei einer Laufzeit von fünf bis sieben Jahren kann man derzeit aber 1,0 bis 1,5 Prozent haben", so der Manager. "Dafür würden wir Vorfälligkeitsentschädigungen in Kauf nehmen."

Die österreichische Gesellschaft solle auf der Fremdkapitalseite entlastet werden. Die Immobilien würden daraufhin analysiert, ob sie im Bestand bleiben könnten oder verkauft werden müssten. "Bei der conwert sollte man sich dringend von Assets trennen, die nichts bringen", so Zahn. Die Verschuldung müsse runter.

Schließlich müsste sich Deutsche Wohnen auch mit der Eco Business beschäftigten: "Was in den Büchern steht, entspricht leider nicht der Realität", kritisierte Zahn. Hier würden Maßnahmen nötig. "Das wird ein weiterer Schritt sein, der auf Basis der Gesamtgruppe verkraftbar, aber für die conwert ein Hieb ist."

(Schluss) kre/sp

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