27.02.2013 15:26:30

DER AKTIONÄR Online: Versorger-Aktien E.on und RWE: Wechselspiele

Bei den beiden größten Energieversorgern Deutschlands steht offenbar eine spektakuläre Personalrochade an. RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum steht Medienberichten zufolge vor einem Wechsel zu Branchenprimus E.on. Sollten Anleger es ihm gleich tun? In der Energiebranche steht einem Pressebericht zufolge ein überraschender Wechsel an. RWE -Vorstand Leonhard Birnbaum verlasse den Essener Konzern und wechsele zum Düsseldorfer Rivalen E.on, berichtete die Rheinische Post unter Berufung auf Kreise des E.on-Aufsichtsrates. Bei E.on solle Birnbaum den Bereich von Klaus-Dieter Maubach (50) übernehmen, der bislang für Technologie und Großprojekte zuständig war und sein Amt abgebe. Beide Konzerne lehnten einen Kommentar zu dem Bericht ab. Ehemaliger Konzernchef-Kandidat Laut Zeitung wolle der RWE-Aufsichtsrat bei der Sitzung unter anderem die Personalie Birnbaum beschließen. Der frühere McKinsey-Manager galt 2011 sogar als einer der Favoriten für die Nachfolge des damaligen RWE-Chefs Jürgen Großmann. Den Posten bekam letztlich aber der Niederländer Peter Terium. Birnbaum ist bei RWE als Vorstand unter anderem für die erneuerbaren Energien, Forschung und den Bereich Zu- und Verkäufe verantwortlich. Auch Stachelhaus vor Abschied Bei E.on solle neben Maubach auch E.on-Personalvorstand Regine Stachelhaus (57) ihr Amt aufgeben, berichtet die Zeitung weiter. E.on-Chef Johannes Teyssen hatte Stachelhaus 2010 als erste Frau in den E.on-Vorstand geholt. Die frühere Top-Managerin bei Hewlett Packard und Chefin von Unicef Deutschland soll nun zum Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wechseln und eine Aufgabe im direkten Umfeld des neuen BDI-Präsidenten Ulrich Grillo übernehmen. Nächste Sitzung am 12. März Stachelhaus hatte bei E.on eine schwere Aufgabe. Sie musste wegen der Energiewende den größten Stellenabbau in der Konzerngeschichte organisieren und hatte im Umgang mit den Arbeitnehmern nicht immer eine glückliche Hand. Gerüchte über die Ablösung von Maubach gibt es bei E.on der Zeitung zufolge schon länger. Gewissheit über die Personalfragen dürfte spätestens nach der nächsten Sitzung des E.on-Aufsichtsrats 12. März herrschen.

E.on ist erste Wahl Anleger sollten wie voraussichtlich auch Leonhard Birnbaum E.on den Vorzug geben. Der Konzern hat seine Hausaufgaben besser gemeistert als RWE. So kommt E.on etwa mit dem Konzernumbau deutlich besser voran als RWE. Mutige Anleger können bei der Aktie des Branchenprimus auf dem aktuellen Niveau wieder erste Positionen aufbauen, zumal sich die wichtige charttechnische Unterstützung bei 12,43 Euro nach wie vor als stabil erweist. RWE bleibt dagegen vor allem auf kurze Sicht ein Short-Kandidat. Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet unter www.deraktionaer.de

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   February 27, 2013 08:55 ET (13:55 GMT)- - 08 55 AM EST 02-27-13

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