06.07.2015 12:04:00
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Bankenverband zu Griechenland: "Gift für Vertrauen und Märkte"
Die "Nein"-Entscheidung in Griechenland zu den Spar- und Reformplänen der Gläubiger habe vor allem Unsicherheit erzeugt. Unsicherheit sei aber Gift für Vertrauen und Vertrauen die Basis für das Funktionieren eines optimistischen Finanzmarktes. "Damit ist diese Entscheidung und Unsicherheit Gift für die Märkte, auch für die Hauptakteure, die Banken", so Rudorfer. Diese mittelbare Betroffenheit sei schon eine Herausforderung für die Banken.
Dagegen sei die direkte Betroffenheit der österreichischen Banken im Inland überschaubar, da ihre Griechenland-Engagements bereits unter 100 Mio. Euro liegen. Auch beim Handel zwischen Österreich und Griechenland gehe es um keine riesige Größenordnung.
Auch über den Umweg Südosteuropa erwartet Rudorfer keine besonders hohe Betroffenheit der heimischen Banken. In Bulgarien sei ihr Engagement niedrig, auch in Rumänien, wo die Erste Group aktiv sei, sollte der Ausgang des griechischen Referendums wenig durchschlagen. Die österreichischen Banken hätte in Osteuropa bereits ihre Lektionen gelernt und ihre Hausaufgaben gemacht. In ganz Europa seien inzwischen Entkoppelungsstrukturen zwischen Staaten und Banken aufgebaut und große Sicherheitspuffer eingebaut worden. "Aber für den europäischen Gedanken ist das einfach keine gute Entwicklung", so Rudorfer.
(Schluss) ggr/cri
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