01.05.2014 21:38:37

Automobilabsatz in den USA brummt - VW fährt hinterher

   Von Jeff Bennett and Michael Calia

   Die US-Verbraucher machen sich um die eher laue Konjunkturerholung offenbar nur wenig Sorgen und sind auch im April in Scharen in die Autohäuser geströmt. Fast alle großen Hersteller meldeten höhere Verkaufszahlen als im Vorjahr. Gefragt waren auch deutsche Fahrzeuge, vor allem aus der Premiumklasse. Porsche meldete einen Rekord von 4.072 verkauften Fahrzeuge. Bei der Volkswagen-Tochter Audi schnellte der Absatz um 19 Prozent in die Höhe, angetrieben vor allem von der regen Nachfrage nach dem neuen A3.

   Mercedes-Benz sprach vom besten April-Absatz seiner Geschichte angeführt von den C-, E- und M-Klassen. Am besten verkaufte sich den Angaben zufolge die E-Klasse. 6.056 Fahrzeuge dieser Reihe liefen von den Höfen, 36,7 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

   Volkswagen fiel dagegen wie bereits in den Vormonaten aus dem Rahmen. Hier gingen die Verkäufe im April um mehr als 8 Prozent zurück. Die Verbraucher warten auf die neuen Golf- und Jetta-Modelle. Der Golf-Absatz brach um 31 Prozent ein, der Beetle-Verkauf um 28 Prozent.

   Selbst bei General Motors (GM), wo zuletzt negative Schlagzeilen über diverse Rückrufaktionen dominierten, stiegen die Verkäufe um fast 7 Prozent. Hierzu trug vor allem die Nachfrage nach den sogenannten Pickups bei. Fiat Chrysler setzte 14 Prozent mehr Fahrzeuge ab. Schrittmacher waren hier die Sport-/Geländefahrzeuge Jeep und der Pickup Ram.

   Ford Motor hinkte mit einem Minus von knapp 1 Prozent der Konkurrenz hinterher, gebremst von einem Rückgang bei den Ford-Personenfahrzeugen und der Luxusmarke Lincoln, wo es zu Rückgängen von 9,5 bzw. 11. Prozent kam.

   Die Autokonjunktur scheint sich gemessen an den Rekordzahlen von der US-Konjunktur abzukoppeln. So war das Bruttoinlandsprodukt in den USA im ersten Quartal lediglich um 0,1 Prozent gestiegen, wie erst am Mittwoch bekanntgeworden war. Das war die zweitschwächste Quartalsentwicklung seit dem Ende der Rezession Mitte 2009.

   Nachdem es im März witterungsbedingt vor allem im Nordosten des Landes zu Produktionsunterbrechungen und auch Schließungen von Autohäusern gekommen war, hatten Marktexperten gleichwohl bereits damit gerechnet, dass die endgültigen April-Zahlen insgesamt einen Anstieg der Verkäufe zeigen dürften. Schätzungen von GM gehen von einer annualisierten Rate von 16,1 Millionen Fahrzeugen aus. "Der Einzelhandel war stabil im April, besonders die Truck-Verkäufe und -Preise waren stark", kommentierte Kurt McNeil, Vertriebs-Vizepräsident bei GM die Zahlen seines Hauses.

   An der Börse kamen sie ebenfalls gut an. Der GM-Kurs legte an der Wall Street um gut 1 Prozent zu, während es für Ford um 1,4 Prozent abwärts ging.

   Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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   May 01, 2014 15:05 ET (19:05 GMT)

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