06.07.2015 11:00:00

APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K - 11.00 Uhr

Griechischer Finanzminister Varoufakis tritt zurück

Athen/Brüssel - Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis tritt zurück. Das teilte er am Montag nach dem Referendum mit, bei dem das griechische Volk die Sparauflagen der Gläubiger mit großer Mehrheit abgelehnt hatte. Er sprach von einem Schritt, den Ministerpräsident Alexis Tsipras als "potenziell hilfreich" betrachte, um eine Vereinbarung mit den internationalen Gläubigern zu erzielen.

Griechen sagten deutlich "Nein"

Athen/Brüssel - Die Griechen hatten am Sonntag mit 61 Prozent überraschend deutlich dagegen gestimmt, im Gegenzug für weitere Finanzhilfen die Spar- und Reformauflagen der internationalen Geldgeber anzunehmen. Das klare Nein der Griechen zu den Sparvorgaben der Gläubiger hat eine intensive EU-Krisendiplomatie ausgelöst. EU-Ratspräsident Donald Tusk berief nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der 19 Euro-Länder für Dienstag (18.00 Uhr) in Brüssel ein.

EZB wird wohl Hellas-Geldversorgung nicht stoppen

Athen/Frankfurt - Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) will sich noch am Montagvormittag in einer Telefonkonferenz mit der Lage in Griechenland nach der dortigen Volksabstimmung befassen. Das verlautete aus Notenbankkreisen. Die meisten Beobachter rechnen damit, dass die EZB die Notkredite für Griechenlands Banken aufrechterhalten wird, solange auf politischer Ebene weiter verhandelt wird.

Einigung im Atom-Deal mit Iran nahe wie nie

Moskau/Wien - Eine Einigung im langjährigen Atomstreit mit dem Iran ist nach Auffassung aller beteiligten Länder so nahe wie nie. "Die Konturen des Textes für eine Abschlussvereinbarung sind schärfer geworden", sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Bei den Verhandlungen der 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) mit Teheran läuft die Frist für eine Einigung am 7. Juli ab.

47 Asylwerber aus Syrien und Irak in Kärntner Zelten

Krumpendorf - In einem Zeltlager in der Polizeikaserne Krumpendorf in Kärnten sind seit Sonntagabend 47 Asylwerber untergebracht. "Es werden noch mehr kommen", sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio am Montag zur APA. Wann und wie viele, wisse man nicht im Voraus. Die Zuteilungen werden vom Innenministerium bestimmt, Kärnten wird kurzfristig informiert. Insgesamt bieten die 30 Zelte Platz für 240 Personen.

Papst ruft in Ecuador zum Schutz der Ureinwohner auf

Vatikanstadt/Quito - Zum Auftakt seiner Lateinamerika-Reise hat Papst Franziskus in Ecuador zum Schutz der Ureinwohner und anderer Minderheiten aufgerufen. Am Montag ist als erster Höhepunkt der neunten Auslandsreise des 78-Jährigen eine Messe in der Pazifikmetropole Guayaquil vorgesehen. Der achttägige Besuch in drei Ländern soll Franziskus von Ecuador aus weiter nach Bolivien und Paraguay führen. Am 13. Juli kehrt er nach Rom zurück.

19 Brände am Wochenende in Niederösterreich

Allhartsberg/Enzersfeld im Weinviertel - In Niederösterreich hat es am Wochenende 19 Brandeinsätze gegeben, die 900 Feuerwehrleute gefordert haben. Laut einer Bilanz des Landeskommandos standen u.a. zwei landwirtschaftliche Anwesen in Flammen. Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Dazu kam es bei gefährlicher Trockenheit zu 17 Wald-, Wiesen- und Flurbränden.

Windböe riss Hüpfburg hoch - zwei Kinder in Estland getötet

Tallinn - Zwei Kinder sind in Estland getötet worden, als eine starke Windböe eine Hüpfburg meterhoch durch die Luft schleuderte. Drei weitere Kinder wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie die Zeitung "Eesti Päevaleht" berichtete. Die Kinder tobten während einer Geburtstagsfeier in der Stadt Tartu in der Hüpfburg, als der Wind das aufblasbare Spielgerät aus dem Garten eines Hauses über die Straße auf ein Feld schleuderte.

(Schluss) mhi/grh/bru

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