26.02.2018 22:03:42

Allgemeine Zeitung Mainz: Verpflichtet / Allgemeine Zeitung Mainz zum öffentlichen Dienst

Mainz (ots) - In Krisenzeiten müssen Arbeitnehmer ihren Anteil leisten und zu Verzicht bereit sein. So hieß es - zur Erinnerung - vor zehn Jahren in der Finanzkrise. Dass die Arbeitnehmer jetzt in den guten Jahren ebenfalls ihren Anteil verlangen, ist da nur folgerichtig. Soweit zur allgemeinen Situation, die für alle Branchen gilt. Die Situation im öffentlichen Dienst hingegen ist noch einmal speziell. Zum einen, weil dieser eine Vorbildfunktion für Verhandlungen in anderen Branchen hat. Erhalten die Angestellten des Staates mehr Geld, gilt das später oft auch für Arbeitnehmer aus der privaten Wirtschaft. Zum anderen haben Bund und Kommunen recht, wenn sie sagen, dass die Gewerkschaften den falschen Fokus setzen: Verdi will eher die unteren und mittleren Einkommen stärken. Bund und Kommunen sagen indes, dass sie diesen Gruppen schon jetzt mehr Geld zahlen, als es private Arbeitgeber tun. Bei Topverdienern könnten sie hingegen oft nicht mithalten. Das hat mitunter dramatische Folgen: Sucht etwa die Polizei Computerspezialisten, um Internetkriminalität zu bekämpfen, dann ist sie auf Idealisten angewiesen. Denn mehr Geld würden diese in der Privatwirtschaft immer erhalten. Für das Allgemeinwohl wäre es besser, Bund und Kommunen würden sich durchsetzen und es gäbe künftig mehr Möglichkeiten, Topverdiener an den Staat zu binden. Das wird aber nicht passieren. Gewerkschaften sind in erster Linie nicht dem Allgemeinwohl verpflichtet - sondern ihren Mitgliedern. Und die haben sie nun mal eher in den unteren und mittleren Einkommensschichten.

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