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Goldpreis und Ölpreis 19.05.2026 08:10:06

Goldpreis: Versuch einer Bodenbildung

Goldpreis: Versuch einer Bodenbildung

von Jörg Bernhard

Aktuell richtet sich der Fokus auf die Entwicklungen rund um den Nahostkonflikt, nachdem US-Präsident Donald Trump einen geplanten Angriff auf den Iran vorerst ausgesetzt hatte, um Verhandlungen über ein Ende des Krieges zu ermöglichen. Zuvor hatte der Iran Washington einen neuen Friedensvorschlag übermittelt. Investoren warten nun auf das für den morgigen Mittwoch angekündigte Sitzungsprotokoll der jüngsten Fed-Sitzung. Von ihm erhoffen sie sich neue Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Zum Wochenstart rutschte der Goldpreis auf den tiefsten Stand seit Ende März ab. Wenngleich die Inflationsängste weiterhin schwelen und die gestiegenen US-Renditen die Attraktivität von Gold und Silber belasten, dürfte der Inflationsschutz Gold auf lange Sicht unvermindert funktionieren. Außerdem soll am Freitag Kevin Warsh von Trump als neuer Chef der US-Notenbank vereidigt werden. Der Finanzexperte übernimmt die Führung der Fed in einer Phase zunehmender Inflationsprobleme, die mögliche Zinssenkungen erschweren könnten, auf die Trump seit Monaten drängt.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit etwas schwächeren Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 17,80 auf 4.540,20 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Leichte Entspannungssignale

Die bislang ausgebliebene militärische Eskalation im Nahen Osten verbilligte den Ölpreis im frühen Dienstagshandel. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Ölpreise ist nun, wie der Iran auf die jüngsten Ereignisse reagiert und wie sich die Tankerbewegungen durch die Straße von Hormus entwickelten. In den USA wurden laut Daten des Energieministeriums in der vergangenen Woche rekordhohe 9,9 Millionen Barrel aus der strategischen Ölreserve entnommen. Dadurch sanken die Bestände auf rund 374 Millionen Barrel - den niedrigsten Stand seit Juli 2024. Auf kurze Sicht dürfte nun der für den Abend angekündigte Wochenbericht des American Petroleum Institute (22.30 Uhr) für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Zur Erinnerung: Vor einer Woche wurde ein Lagerrückgang um 2,19 Mio. Barrel gemeldet.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,54 auf 108,12 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,93 auf 110,17 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.at

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Bildquelle: Eric Chiang/123rf

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