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Devisen im Blick 22.06.2026 17:25:00

Warum der Euro zum Dollar verliert

Warum der Euro zum Dollar verliert

Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung Euro bei 1,1445 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1456 (Freitag: 1,1467) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8729 (0,8720) Euro.

Die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, hat sich für eine maßvolle Reaktion auf die durch den Iran-Krieg ausgelösten Inflationsgefahren ausgesprochen. Den durch den Krieg ausgelösten Preisdruck könne die Notenbank zwar nicht ignorieren. "Wir sehen jedoch noch keine Anzeichen für eine Entankerung der Inflationserwartungen oder für Zweitrundeneffekte, die zum jetzigen Zeitpunkt eine energischere politische Reaktion rechtfertigen würden", sagte Lagarde am Montag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments. Der Euro gab daraufhin etwas nach.

Erste Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein Abkommen zur Beilegung des Kriegs haben den Devisenmarkt nur wenig bewegt. Nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance will der Iran wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen. Einen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht. Bereits am Sonntag seien "ermutigende Fortschritte" erzielt worden, hieß es in einer Erklärung, die die Vermittler aus Katar und Pakistan auf der Plattform X verbreiteten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8729 (0,86653) britische Pfund, 185,33 (184,88) japanische Yen und 0,9257 (0,9248) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.195 Dollar. Das waren rund 40 Dollar mehr als am Freitag.

/jsl/stw

FRANKFURT (dpa-AFX)

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