Nach Insolvenz 10.07.2023 23:11:00

Konkrete Pläne: Wiederbelebung der Kryptobörse FTX möglich

Konkrete Pläne: Wiederbelebung der Kryptobörse FTX möglich

• Insolvente Kryptobörse FTX plant Neustart
• FTX bereits auf Suche nach Investoren
• Neustart birgt Risiken


Vergangenen November musste die Kryptobörse FTX, einst einer der weltweit führenden Handelsplätze für Bitcoin & Co., Insolvenz anmelden. Zuvor hatten Kunden wegen Spekulationen um unautorisierte Geldtransfers ihre Konten leergeräumt. Der Gründer und damalige Chef des Unternehmens, Sam Bankman-Fried, muss sich unter anderem wegen Betrugs vor Gericht verantworten. Außerdem wurde Daniel Friedberg, ehemaliger Compliance-Chef von FTX, Ende Juni von dem Unternehmen verklagt, weil er angeblich Schweigegeld gezahlt haben soll, um potenzielle Informanten, die drohten, die illegalen Aktivitäten des Unternehmens aufzudecken, zum Schweigen zu bringen sowie weil er eine Reihe von betrügerischen Überweisungen und Darlehen genehmigt hat, heißt es bei Cointelegraph.

Wiederbelebung der Kryptobörse FTX

Nun wurden konkrete Pläne zum Neustart der Börse bekannt - das neue Management von FTX plant, das internationale Geschäft neuzustarten, wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet. Restrukturierungschef und FTX-CEO John J. Ray III. erklärte kürzlich, dass das Unternehmen bereits "mit dem Prozess begonnen hat, interessierte Parteien für den Neustart der FTX zu gewinnen", heißt es dort weiter. Interessiert habe sich etwa das Blockchain-Kreditunternehmen Figure gezeigt.

Den potenziellen FTX-Gläubigern soll neben anderen Formen der Entschädigung wohl eine Beteiligung an der neuen Kryptobörse angeboten werden, berichtet das WSJ. Weiter sei wohl ein kompletter Rebranding-Prozess geplant: Die neue Börse soll einen neuen Namen erhalten, der nichts mehr mit "FTX" zu tun hat, schreibt das WSJ. Bereits im April habe die Rechtsabteilung von FTX erklärt, dass der Start der neuen Börse im zweiten Quartal 2024 abgeschlossen sein dürfte.

Ein Neustart birgt auch Risiken

Doch ganz so einfach dürfte die Wiederbelegung der Kryptobörse nicht werden - solch ein Neustart birgt diverse Risiken. So wirkt etwa der Name "FTX" nicht unbedingt vertrauenserweckend. Es dürfte demnach zunächst schwer werden, neue Kunden zu gewinnen. "Das Image, das die FTX Group als kundenorientierter Marktführer des digitalen Zeitalters vermitteln wollte, war eine Fata Morgana. Seit der Gründung der FTX.com-Börse vermischte die FTX Group Kundeneinlagen und Unternehmensgelder und missbrauchte sie mit Hingabe und nach den Anweisungen und Absichten früherer Führungskräfte", zitiert t3n John J. Ray III.

Zudem haben die amerikanischen Regulierungsbehörden zuletzt vermehrt Kryptobörsen ins Visier genommen. "Sogar wenn FTX im Ausland neu startet und den Handel zwischen Nicht-Amerikanern erleichtert, könnte es die Betriebsfähigkeit beeinträchtigen, wenn die SEC feststellt, dass ein auf der Börse gehandelter Token ein US-Wertpapier ist", zitiert Cryptomonday Todd Phillips vom Roosevelt Institute.

In Anbetracht der Vorgeschichte von FTX sowie der potenziellen Risiken dürfte es wohl spannend bleiben um den Neustart der Kryptobörse.

Redaktion finanzen.at

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