CMC Markets-Kolumne 13.08.2014 10:25:07

Daily News - Marktanalyse vom 13.08.2014 Update

Kolumne

CMC Markets - geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst

Nach dem gestrigen Rücksetzer startet der DAX den Handel heute wieder über 9.100 Punkten. Die Vorgaben aus Übersee sind dabei gemischt. Während der Dow Jones gestern 0,1 Prozent* abgab und der S&P 500 0,2 Prozent*, konnte der Nikkei 225, trotz eines Einbruchs des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal, 0,35 Prozent* zulegen. In China fiel der Shanghai Composite um knapp 0,2 Prozent*, nachdem Zahlen zum Volumen neuer Kredite im Juli veröffentlicht wurden, die weit unter den Erwartungen lagen. Das langsamere Wachstum des Kreditvolumens auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2009 schürt Spekulationen um ein abnehmendes Momentum des Wirtschaftswachstums in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

In Japan ist die Wirtschaft im zweiten Quartal aufgrund einer Anhebung der Mehrwertsteuer im April um 1,7 Prozent** geschrumpft. Volkswirte waren allerdings von einem noch größeren Rückgang von 1,8 Prozent*** ausgegangen. Stützend auf den Nikkei 225 wirkte auch die damit verbundene Aussicht auf weitere geldpolitische Lockerungen durch die Bank of Japan.

In Deutschland bestätigte das statistische Bundesamt Destatis die endgültige Lesung der Verbraucherpreisentwicklung im Monat Juli bei 0,8 Prozent auf Jahressicht, was den niedrigsten Wert seit Februar 2010 darstellt. In Frankreich stagnierte die Inflation im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 0,5 Prozent. Morgen liegt der Fokus für den Euroraum auf den vorläufigen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Frankreich und Deutschland im zweiten Quartal, sowie der endgültigen Lesung der Euroraum-Inflation des Monats Juli, die nach den deflationären Zahlen Portugals und Italiens diese Woche die Möglichkeit einer Korrektur nach unten bietet. Damit könnte auch der Druck auf die Europäische Zentralbank zunehmen, weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur und Verbraucherpreisentwicklung in Angriff zu nehmen.

In die gegenteilige Richtung laufen die Spekulationen und Markterwartungen im Falle der UK. Angesichts der positiven Wirtschaftsentwicklung und einiger Andeutungen durch den Notenbank-Chef Mark Carney, erwarten einige Beobachter eine Zinserhöhung bereits dieses Jahr. Hinweise über die weitere Entwicklung erhofft sich der Markt durch die heute erwarteten Zahlen zur Arbeitslosigkeit und zum Lohnwachstum auf der Insel. Analysten erwarten für den Monat Juni einen Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 6,4 Prozent*** von 6,5 Prozent und ein Absinken der Anträge auf Arbeitslosenhilfe im Juli um 30.000***. Investoren dürften insbesondere auf die Rede des Carney’s bei der Präsentation des Quartals-Inflations-Berichtes der Bank of England achten.

Impulse dürften die heutigen Zahlen vor allem den Währungspaare GBP/USD und EUR/GBP liefern.

Unter den Einzelwerten sticht die Aktie des Energieunternehmens E.On mit einem Plus von aktuell 4,4 Prozent* hervor. Das Unternehmen lieferte Quartalszahlen, die sich mit den Analysten-Erwartungen deckten. Die Kursgewinne könnten eine Reaktion der Erleichterung darstellen, dass die Zahlen nicht schlechter ausgefallen sind.

Am Nachmittag wandert der Fokus der Anleger dann auf die Einzelhandelsumsätze in den USA. Für den Monat Juli erwarten Volkswirte lediglich einen Anstieg um 0,2 Prozent*** auf Monatssicht unverändert zum Vormonat, trotz der jüngsten Verbesserung der Verbraucherstimmung in den USA.

Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 handeln aktuell vorbörslich über den gestrigen Kursen und deuteen damit eine freundliche Eröffnung an.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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