CMC-Markets-Kolumne |
04.08.2014 12:54:29
|
Daily News - Marktanalyse vom 04.08.2014 - Update
Nach den heftigen Verlusten der Vorwoche, die den DAX innerhalb von nur 3 Handelstagen um 500 Punkte erleichtert haben, scheint zu Beginn der neuen Handelswoche eine leichte Stabilisierung einzusetzen. Nachdem der DAX am Freitag im nachbörslichen Handel noch unter die 9.200-Punkte-Marke rutschte, eröffnet der Index am Montag mit einem kleinem Gap nach oben* bei 9.245 Punkten. Am Freitag hatten sich die Kursverluste an den US-Börsen etwas abgebremst. Der Dow Jones verlor 0,4 Prozent auf knapp unter 16.500 Punkte, während der breitere S&P 500 0,3 Prozent schwächer aus dem Handel ging. Die Technologiebörse Nasdaq hatte am Freitag 0,4 Prozent schwächer geendet. Die Vorgaben aus Asien sind gemischt. In Japan gab der Nikkei 225 knapp 0,3 Prozent ab, während der Hang Seng etwa 0,55 Prozent zulegen konnte.
Die angeschlagene, portugiesische Großbank Banco Espirito Santo erhält vom portugiesischen Staat einen fast 5 Milliarden Euro schweren Kredit, um einen Kollaps abzuwenden. Das Geld dafür soll laut Zentralbankchef Carlos Costas von nicht verwendete Mitteln aus einem EU-Hilfspaket stammen. Überdies sollen faule Kredite und Geschäfte in eine "Bad Bank" ausgelagert werden. Aktionäre und Gläubiger werden wohl schwere Verluste hinnehmen müssen.
Die Probleme um die portugiesische Großbank BES, die einen bedrohlichen Schatten angesichts der aktuell stattfindenden Bilanzprüfung europäischer Banken durch die EZB vorauswirft, sind nur ein Faktor, der aktuell auf der Stimmung der Marktteilnehmer lastet. Belastend wirken aktuell nicht nur Sorgen um einen Bumerang-Effekt durch die Russland-Sanktionen der EU und das Eskalationspotenzial, das von den zahlreichen geopolitischen Konfliktherden wie der Ukraine, dem Gaza-Streifen und dem Irak ausgehen. Zuletzt hatten insbesondere auch die Spekulationen um eine früher als bisher erwartete Straffung der amerikanischen Geldpolitik aufgrund überraschend starker BIP-Wachstumszahlen zu einigen vorsorglichen Gewinnmitnahmen geführt. Mit dem etwas schwächer als erwartet ausgefallenen US-Nonfarm-Payrolls-Arbeitsmarktbericht vom Freitag, wurden diese Zinserhöhungsspekulationen allerdings ein wenig gedämpft, wodurch sich auch die Märkte etwas beruhigten.
Für die Anleger in Europa hatten allerdings auch einige zuletzt enttäuschende Quartalsberichte und nicht zu vergessen die Gewinnwarnung durch Adidas auf die Stimmung geschlagen. In dieser Woche werden mit der Deutschen Post und BMW erst am Dienstag wieder deutsche Großkonzerne Zahlen liefern, die möglicherweise auch wieder positive Impulse liefern können.
Aus der Sicht der Charttechnik zeigt sich der DAX weiterhin angeschlagen. Um die 9.200-Punkte-Marke konnte sich der Kurs zwar zuletzt stabilisieren, allerdings sind weitere Kursverluste bis zu der potenziellen Unterstützungszone zwischen 9.000 und 9.100 Punkten, die seit November immer wieder getestet wurde, nicht ausgeschlossen. Für die Bullen gilt es nun, einen Schluss-Stand unter 9.200 Punkten zu verhindern, um auf kurzfristige Sicht eine Erholungsbewegung möglich zu machen. An der 9.400-Punkte-Marke könnte dann allerdings ein stärkerer Widerstand in Form der Aufwärtstrendlinie vom Dezember und der ehemaligen Unterstützung um dieses Level warten.
Nach den schwachen Inflationsdaten der letzten Woche, könnte der Fokus in dieser Woche auf der EZB-Sitzung am Donnerstag liegen, in der die europäischen Notenbanker über die weitere Geldpolitik beraten wollen.
Die bereits letzte Woche nach einer Gewinnwarnung kräftig unter die Räder geratene Adidas-Aktie gibt auch heute weiter ab und rangiert mit einem Abschlag von aktuell knapp 1,5 Prozent* am DAX-Ende. Seit Donnerstag hat die Notierung des Sportausrüsters damit um über 18 Prozent eingebüßt.
Im TecDAX gehört Evotec heute mit einem Verlust von aktuell über 5 Prozent* zu den größten Verlierern. Letzte Woche hatten Übernahmegerüchte das BioTec-Unternehmen binnen weniger Tage um mehr als 16 Prozent verteuert und damit auf ein Sechs-Monats-Hoch bei rund 4,32 Euro getrieben.
Am Nachmittag wird aus den USA noch der ISM-Herstellerindex für den Monat Juli erwartet.
Die US-Leitindizes Dow Jones und S&P 500 können vor Eröffnung des Präsenzhandels gegenüber dem Freitagsschlusskurs leicht zulegen.
* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden
Bitte beachten Sie:
CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend "CMC") erteilt keine Anlageberatung, sondern führt lediglich die selbständig und eigenverantwortlich getroffenen Anlageentscheidungen ihrer Kunden über den Erwerb oder die Veräußerung von Finanzinstrumenten aus. Informationen, die CMC ihren Kunden zukommen lässt, stellen keine Empfehlung zum Erwerb oder zur Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente dar. Insbesondere berücksichtigt CMC nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände Ihrer Kunden. Informationen, die CMC weitergibt, sind nicht dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets bestimmte Finanzinstrumente für bestimmte Kunden für geeignet hält. CMC Markets bezieht Informationen aus Quellen, die sie als vertrauenswürdig erachtet. Eine Gewähr hinsichtlich Qualität und Wahrheitsgehalt dieser Informationen besteht jedoch nicht. Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewährleistung wird für jegliche Inhalte kategorisch ausgeschlossen. Leser, die aufgrund der in diesem Newsletter veröffentlichten Inhalte Anlageentscheidungen treffen, handeln auf eigene Gefahr, die hier veröffentlichten oder anderweitig damit im Zusammenhang stehenden Informationen begründen keinerlei Haftungsobligo. Ausdrücklich weisen wir auf die im Wertpapiergeschäft erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Dieser Newsletter darf keinesfalls als Beratung aufgefasst werden, auch nicht stillschweigend, da wir mittels veröffentlichter Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung reflektieren. Die frühere Wertentwicklung stellt keinen verlässlichen Indikator für eine zukünftige Wertentwicklung dar. Alle nicht besonders gekennzeichneten Kurse, Preise und Charts beziehen sich auf die Preise, die CMC Markets als Market Maker auf seiner Next Generation Handelsplattform stellt. Diese Preise können von den aktuellen Börsen- und Marktpreisen für den jeweiligen Referenzgegenstand abweichen.
CMC Markets ist einer der weltweit führenden Anbieter von CFDs (Contracts for Difference).
CMC Markets wurde im Jahr 1989 als Devisen-Broker vom Unternehmer Peter Cruddas gegründet. 1996 startete Cruddas die weltweit erste Online-Handelsplattform für den Devisenhandel. Seitdem hat sich CMC Markets zu einem der weltweit führenden Online-CFD-Anbieter mit über 26 Millionen ausgeführten Transaktionen pro Jahr entwickelt.
In Deutschland und Österreich ist CMC Markets mit der Niederlassung in Frankfurt am Main vertreten.
Auf der innovativen Online-Handelsplattform „NextGeneration“ über 5.500 CFDs auf Aktien, Indizes, Anleihen, Rohstoffe und Währungen gehandelt werden. „NextGeneration“ ist überall und jederzeit via Internet, iPhone, iPad oder Smartphones zugänglich.
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Wenn Sie mehr über das Thema CFDs erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!