26.02.2013 18:10:00
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Wiener Börse (Schluss) 3 - ATX nach Italien-Wahl klar im Minus
Von Handelsbeginn an zeigten sich die Indizes europaweit mit klaren Verlusten. Der drohende Stillstand in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone lasse Investoren an der Sanierung des italienischen Staatshaushaltes zweifeln, fürchten viele Analysten. Andere entgegnen, der Sparkurs von Interimspremier Mario Monti habe die Rezession nur verschlimmert.
Eine Rede von US-Zentralbankchef Ben Bernanke, in der er die Anleihekäufe (QE3) durch die Federal Reserve verteidigte, stützte zwar die US-Börsen, konnte den europäischen Aktienmärkten jedoch keinen entscheidenden Aufwärtsimpuls verleihen.
Besonders die Bankaktien verloren an den Aktienbörsen Europas nach der italienischen Wahl an Wert. Diese Tendenz setzte sich auch im ATX fort, wo Raiffeisen Bank International mit minus 3,90 Prozent auf 28,56 Euro abstürzten und Erste Group (minus 2,63 Prozent auf 23,10 Euro) ebenso klar an Wert verloren.
Auch die Papiere der Telekom Austria schwächten sich um 3,82 Prozent auf 4,81 Euro ab. Die Analysten der Berenberg Bank hatten ihr Kursziel für die Aktie von 5,0 auf 4,5 Euro gesenkt und ihr Votum "Sell" bestätigt. Die Analysten rechnen für die Telekom mit einer Zeit hoher Investitionskosten, die über den Prognosen liegen würden.
Für die Andritz-Aktie haben die Experten der Erste Group ihr Kursziel von 50,0 auf 57,9 Euro nach oben geschraubt und die Bewertung "Accumulate" bestätigt. Andritz sanken um 0,54 Prozent auf 51,76 Euro. Zudem stuften die Raiffeisen-Experten ihre Einstufung der Lenzing-Aktie von "Buy" auf "Hold", das Kursziel haben sie zugleich von 75,0 auf 77,0 Euro angehoben. Lenzing gingen mit plus 0,96 Prozent bei 72,30 Euro aus dem Handel.
Wienerberger fielen um 2,22 Prozent auf 7,52 Euro. Der weltgrößte Ziegelproduzent ist 2012 in die Verlustzone gerutscht. Das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich gegenüber dem Jahr davor von plus 39,4 Mio. auf minus 40,5 Mio. Euro. Grund dafür sind die Nachfrageschwäche in Europa und die Restrukturierungskosten in Höhe von insgesamt 43 Mio. Euro.
(Forts.) emu/ste
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