04.12.2013 21:34:58
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Weser-Kurier: Kommentar zur Generation Praktikum
Bremen (ots) - Dass die Praktikanten für ihre Tätigkeit auch
häufig eine Aufwandsentschädigung bekommen - die Bezeichnung Gehalt
wäre hier völlig fehl am Platz - ist sinnvoll, weil das vielen
Hochschulabsolventen erst ermöglicht, überhaupt ein Praktikum zu
absolvieren. Dass es aber Unternehmen gibt, die 1000 bis 1500 Euro
pro Monat an Praktikanten zahlen, ist bedenklich: Die Vergütung wird
wahrscheinlich nicht aus purer Gutherzigkeit gezahlt, diese
Unternehmen nutzen vielmehr gut ausgebildete Hochschulabsolventen als
billige Arbeitskräfte und sparen dabei die erheblich höheren Kosten
für reguläre Arbeitsplätze. Solche Praktikumsplätze haben den
Charakter von Zeitarbeitsverträgen, die inzwischen
branchenübergreifend vor allem für viele junge Menschen zum Alltag
gehören - nur dass dieses Praktikum-Beschäftigungsmodell noch
deutlich günstiger für Unternehmen ist.Selbstverständlich handeln
nicht alle Arbeitgeber nach diesem Prinzip. Und ein Praktikum bei
einer renommierten Firma macht sich im Lebenslauf gut und erhöht die
Chancen auf einen richtigen Arbeitsplatz. Aber die Unternehmen, deren
Erfolge lediglich auf dieser Art der unterbezahlten
Beschäftigungsverhältnisse basieren, sollten ihr Konzept überprüfen
mit einem Geschäftsmodell hat das nichts zu tun.
mit einem Geschäftsmodell hat das nichts zu tun.
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