31.03.2015 18:18:46

UPDATE/US-Dollar baut Rolle als Reservewährung weiter aus

   --Dollar-Anteil an zuzuordnenden Devisenreserven steigt von 62,4 auf 62,8 Prozent

   --Euro-Anteil geht von 22,6 auf 22,2 Prozent zurück

   --DZ Bank: Wechselkursbereinigt steigen die weltweiten Euro-Reserven aber

   (NEU: Details zur Entwicklung der Euro-Reserven)

   Von Hans Bentzien

   FRANKFURT/WASHINGTON (Dow Jones)--Die Rolle des US-Dollar als internationale Reservewährung hat weiter zugenommen. Nach Mitteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF) erhöhte sich der Dollar-Anteil an den zuzuordnenden Devisenreserven im vierten Quartal 2014 auf 62,8 Prozent. Im dritten Quartal waren es 62,4 Prozent gewesen. Der Anteil des Euro sank dagegen auf 22,2 (zuvor: 22,6) Prozent.

   Der Rückgang des Euro-Anteils beruhte jedoch nicht darauf, dass die Zentralbanken ihre Euro-Reserven absichtlich reduziert haben, sondern alleine auf dem niedrigeren Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar. "Bereinigt um den Wechselkurseffekt ist es eher eine Zunahme der Euro-Devisenreserven als eine Abnahme", sagte ein DZ Bank-Analyst. Tatsächlich gingen die Euro-Devisenreserven nicht so stark zurück, wie sie es alleine aufgrund der Abwertung gegenüber dem US-Dollar hätten tun müssen.

   Eine Erklärung dafür sind nach Ansicht der DZ Bank die Devisenmarktinterventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Die SNB hatte Ende 2014 stark am Devisenmarkt intervenieren müssen, um ihr - später überraschend aufgegebenes - Wechselkursziel gegenüber dem Euro zu verteidigen.

   Die Daten beziehen sich auf jenen Teil der Devisenreserven, die die Zentralbanken bestimmten Währungen zugeordnet haben. Für knapp die Hälfte der weltweiten Reserven geben die befragten Zentralbanken keine Details bekannt. Der Anteil dieser keiner Währung zuschreibbaren Reserven nahm im vierten Quartal auf 47,5 (47,4) Prozent zu.

   Insgesamt verringerte sich das Volumen der weltweiten Währungsreserven im vierten Quartal um 1,4 Prozent auf 11,6 Billionen US-Dollar. Das Volumen der zuzuordnenden Reserven nahm um 1,6 Prozent auf 6,1 Billionen Dollar ab und das Volumen der nicht zuzuordnenden um 1,2 Prozent auf 5,5 Billionen.

   Beobachter hatten die aktuellen Reservedaten auch deshalb mit Spannung erwartet, weil sie sich Aufschluss über die Auswirkungen der Geldpolitik auf die Bedeutung der wichtigsten Währungen erhofften. Der Dollar hat in den vergangenen Monaten gegenüber dem Euro stetig aufgewertet, was als Resultat der auseinanderlaufenden geldpolitischen Pfade von Federal Reserve und Europäischer Zentralbank gesehen wurde.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/jhe

   (END) Dow Jones Newswires

   March 31, 2015 11:48 ET (15:48 GMT)

   Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 48 AM EDT 03-31-15

Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!