18.06.2013 18:21:41

Ölpreise leicht gestiegen- Syrien und Türkei weiter im Fokus

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag nach den jüngsten Kursgewinnen erneut leicht gestiegen. Sie bewegen sich angesichts der weltpolitischen Spannungen damit weiter auf dem Niveau der jüngsten mehrmonatigen Höchststände. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur August-Lieferung kostete am späten Nachmittag 105,30 Dollar. Das waren 13 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Lieferung stieg um 12 Cent auf 97,89 Dollar.

    Gestützt werden die Ölpreise laut Commerzbank weiter durch die Krisenherde in Syrien und der Türkei. Beim G8-Treffen hatte es wie erwartet keine grundlegende Einigung zwischen US-Präsident Barack Obama und den russischen Präsidenten Wladimir Putin gegeben. Das Bürgerkriegsland Syrien soll aber nach dem Willen der sieben größten Industriestaaten und Russlands (G8) schnell eine handlungsfähige Übergangsregierung bekommen. Wie dieses Ziel erreicht werden soll, blieb aber weiter umstritten. Damit ist kein Ende des Bürgerkriegs in Syrien in Sicht. Auch in der Türkei halten die Spannungen weiter an.

    Der Ölmarkt warte weiter darauf, ob die US-Notenbank an diesem Mittwoch klarere Aussagen zum milliardenschweren Anleihekaufprogramm treffen werde, sagten Händler. Seitdem US-Notenbankchef Ben Bernanke am 22. Mai Spekulationen über eine mögliche Rückführung des Programms geschürt hatte, herrscht an den Finanzmärkten große Unsicherheit. Eine frühe Rückführung der Anleihekäufe würden den Ölmarkt tendenziell belasten.

    Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Montag im Durchschnitt 103,85 US-Dollar. Das waren 52 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./jsl/he

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