28.06.2016 15:21:47

MÄRKTE USA/Stimmung an der Wall Street dürfte sich entspannen

   NEW YORK (Dow Jones)--Nach den Brexit-bedingten Turbulenzen der vergangenen Handelstage zeichnet sich an der Wall Street für den Dienstag eine Beruhigung ab. Der S&P-500-Future liegt über 1 Prozent im Plus. Auch an den europäischen Börsen ist Erholung angesagt, der Euro-Stoxx-50 gewinnt sogar knapp 3 Prozent. Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU bleibt dennoch das Hauptthema, denn das weitere Prozedere ist ungeklärt. Am Dienstag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU zunächst mit und dann am Mittwoch ohne den britischen Premier David Cameron und beraten die Thematik.

   Die Konjunkturdaten könnten dennoch wieder stärker in den Fokus rücken. Vor Börsenstart wurde bereits die dritte Lesung des BIP präsentiert, das mit plus 1,1 Prozent leicht besser ausfiel als prognostiziert. Im Lauf des Tages werden noch der Case-Shiller-Hauspreisindex und der Index des Verbrauchervertrauens veröffentlicht.

   Auch am Devisenmarkt stehen die Signale auf Entspannung. Das britische Pfund kann nach seinem jüngsten Absturz ein wenig Boden gut machen und nähert sich der Marke von 1,34 Dollar nach einem Tief am Montag unter 1,32 Dollar. Auch der zuletzt gebeutelte Euro legt zu und steigt im Tageshoch über 1,11 Dollar.

   Die wieder etwas stärkere Risikofreude bremst die Nachfrage nach den Fluchthäfen Gold und Anleihen. Der Preis für die Feinunze Gold sinkt um 0,9 Prozent auf 1.312 Dollar, die Rendite der zehnjährigen Treasurys tendiert unverändert bei 1,48 Prozent.

   Der Ölpreis nimmt wieder Fahrt auf. Neben der allgemeinen Entspannung treibt ein Sonderfaktor: In Norwegen droht ein Streik der Arbeiter in der Öl- und Gasindustrie. Bis zu 7.500 Beschäftigte könnten von der am Samstag startenden Arbeitsniederlegung betroffen sein; die Arbeiter fordern ein neues Lohnsystem. Allerdings wird der Preisaufschwung von Nachrichten aus Nigeria gebremst: Die Produktion dort hat sich auf 1,9 Millionen Barrel täglich normalisiert, wie am Montag berichtet wurde. Das Barrel der Sorte WTI steigt um 2,7 Prozent auf 47,58 Dollar.

   Bei den Einzelwerten dürfte General Electric im Blick stehen. Der Mischkonzern will sein Kreditportfolio aus dem Restaurant-Franchise-Bereich abstoßen.

   Für die seit dem Brexit-Votum arg gebeutelte Aktie von Priceline könnte es nach oben gehen. Nach Ansicht der Analysten von Jefferies bieten sich auf dem ermäßigten Kursniveau Kaufgelegenheiten. Das Online-Reisebüro mache zwar einen Großteil seines Geschäfts in Europa, das Unternehmen habe sich aber zumindest gegen die Devisenschwankungen abgesichert, so dass sich die Schwäche von Pfund und Euro auf der Gewinnseite nur gedämpft auswirken dürften.

   LendingClub könnten unter Druck stehen. Der Kreditvermittler hat einen düsteren Ausblick für den Rest des Jahres gegeben und plant Stellenstreichungen. 179 Mitarbeiter und damit fast 20 Prozent der Belegschaft sollen das Unternehmen verlassen. Das Kreditvolumen im zweiten Quartal soll dem Unternehmen zufolge ein Drittel unter dem Wert des ersten Quartals (2,75 Milliarden Dollar) liegen. Um Anleger für von Lendingclub vermittelte Kredite zu begeistern, hat das Unternehmen spezielle Initiativen gestartet, die noch im dritten Quartal weitergehen dürften. Bis zu ersten Jahreshälfte 2017 rechnet das Unternehmen jedoch weder mit Umsatz- noch mit Gewinnwachstum.

=== DEVISEN zuletzt +/- % D i, 8.49 Uhr M o, 17.32 Uhr % YTD EUR/USD 1,1081 +0,11% 1,1069 1,1000 +2,0% EUR/JPY 113,44 +0,52% 112,85 111,89 - 11,0% EUR/CHF 1,0836 +0,18% 1,0816 1,0776 -0,4% GBP/EUR 1,2083 +0,58% 1,2014 1,2005 - 11,0% USD/JPY 102,38 +0,43% 101,94 101,72 - 12,8% GBP/USD 1,3391 +0,70% 1,3298 1,3206 -9,2%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 47,56 46,33 +2,7% 1,23 + 13,6% Brent/ICE 48,26 47,16 +2,3% 1,10 + 14,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.314,12 1.324,09 -0,8% -9,97 + 23,9% Silber (Spot) 17,75 17,74 +0,1% +0,01 + 28,4% Platin (Spot) 975,61 978,00 -0,2% -2,39 +9,4% Kupfer-Future 2,18 2,12 +2,6% +0,05 +1,3% === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

   DJG/DJN/raz/kgb

   (END) Dow Jones Newswires

   June 28, 2016 08:51 ET (12:51 GMT)

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