25.10.2013 20:49:30

EZB-Direktor: Italien zu groß, um von Außen gerettet zu werden

Ein führender Währungshüter der Eurozone hat Italien gewarnt, sich auf finanzielle Hilfe von Außen zu verlassen, um seine Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen. "Italien ist zu groß, um von Außen gerettet zu werden, es muss den Umschwung alleine schaffen", sagte Jörg Asmussen, Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB) laut vorab verbreitetem Text bei einer Rede in Mailand.

   Das Schicksal Italiens werde das Schicksal der Eurozone bestimmen. "In diesem Sinne wird die Zukunft der Eurozone nicht in Paris oder Berlin, Frankfurt oder Brüssel entschieden. Sie wird in Rom entschieden", sagte Asmussen.

   Die Eurozone, die bald auf 18 Staaten anwachsen wird, könne nicht prosperieren, wenn das Potenzialwachstum Italiens bei null liege. "Italien muss wachsen - und das wird nicht passieren, indem man auf eine zyklische Umkehr wartet", sagte Asmussen. "Die Herausforderungen für Italien sind langfristig und die Lösung ist strukturell."

   Zu Zeiten der europäischen Schuldenkrise hatten Investoren das Land abgestraft, weil sie eine unverantwortliche Fiskalpolitik in Italien ausmachten. Die Vorstellung, dass das drittgrößte Land des Euroraums ein Rettungspaket benötigten könnte, führte zu der Besorgnis, dass die gesamte Eurozone auseinanderbrechen könnte.

   Die Wahlen im Februar haben nach schwierigen Verhandlungen die Koalitionsregierung von Ministerpräsident Enrico Letta hervorgebracht, die das Land reformieren will. Einige Experten trauen der Regierung jedoch nicht viel Stabilität zu.

Dow Jones

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