06.07.2015 12:53:41
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Baltische Staaten sehen Griechenland in schwieriger Lage
RIGA (dpa-AFX) - Das Nein beim Referendum über die Sparpolitik hat nach Ansicht von Estlands Regierungschef Taavi Rõivas die Lage des Euro-Krisenstaats verschlechtert. "Reformen in Griechenland sind weiterhin unvermeidbar, und die Entscheidung, das internationale Hilfsangebot abzulehnen, macht die Situation kritisch", sagte er am Montag. Die Regierung in Athen müsse das verstehen, Entschlossenheit zeigen und in den nächsten Stunden handeln. Die Reaktion der Finanzmärkte zeige, dass die Unsicherheit stark zugenommen habe.
Auch der lettische Finanzminister Janis Reirs sieht den hoch verschuldeten Krisenstaat nach dem Nein vor einer schweren Zukunft. Kein Land habe Geld, das es Griechenland ohne Rückzahlung geben könnte, sagte er im lettischen Fernsehen. Das Referendum sei ein Beispiel, wie man "durch eine Abstimmung auf demokratische Weise ein Land ruinieren kann, das sich auf dem richtigen Weg befunden hat".
Litauens Außenminister Linas Linkevicius meinte: "Es ist nun sehr schwierig zu helfen, wenn das Land selbst keine Hilfe will." Die Aussichten seien nun noch unklarer geworden. Dass es zum "Grexit" kommt sei "in der Tat möglich", sagte er der Agentur BNS./awe/czy/DP/zb
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