04.11.2018 09:00:00

APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K

Zuwanderung nach Europa noch immer über Vorkrisenniveau

Berlin - Die illegale Zuwanderung über das Mittelmeer nach Europa liegt nach Informationen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) immer noch deutlich über dem Niveau vor der Migrationskrise. Während 2018 bis Ende Oktober rund 100.000 Migranten über das Mittelmeer nach Europa kamen, waren es laut Information der IOM für die "Welt am Sonntag" (WamS) im gesamten Jahr 2013 rund 89.000 Ankünfte. Danach war die illegale Zuwanderung über die verschiedenen Meeresrouten stark angestiegen: Im Jahr 2014 verdreifachten sich nach den IOM-Angaben die Ankünfte auf 251.519. Das sollte 2015 um das Vierfache übertroffen werden: 1.017 Millionen Migranten kamen in dem Jahr über das Mittelmeer.

UNO-Migrationspakt - Widerstand in Kroatien und Slowenien

Zagreb/Ljubljana - Nach Österreichs Rückzug aus dem UNO-Migrationspakt regt sich auch in Kroatien und Slowenien Widerstand. Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic hat gegen den Vertrag Stellung bezogen, dabei aber auf die Zuständigkeit der Regierung verwiesen. In Slowenien forderte die größte Parlamentspartei, die konservative Demokratische Partei (SDS), eine "bedingungslose" Ablehnung des Pakts. "Seien Sie sicher, dass ich das Abkommen von Marrakesch nicht unterzeichnen werde", teilte Grabar-Kitarovic mit.

Mehrheit der Deutschen für Merz als CDU-Chef

Berlin - Friedrich Merz ist nach einer Umfrage von Emnid im Auftrag von "Bild am Sonntag" (BamS) bei den Deutschen der Favorit für die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze. Ihr zufolge würden 38 Prozent der Befragten Merz zum CDU-Vorsitzenden wählen. 27 Prozent würden für die bisherige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer stimmen, 13 Prozent für Gesundheitsminister Jens Spahn. Knapper wird der Vorsprung von Merz bei den Unions-Anhängern. Hier würden 44 Prozent für ihn stimmen, 39 Prozent für Kramp-Karrenbauer. Spahn kommt bei den Unionsanhängern nur auf neun Prozent.

Bericht über Annäherung in Irland-Frage beim Brexit

London - Bei den Brexit-Verhandlungen hat die EU laut einem Zeitungsbericht ein Zugeständnis in der zentralen Frage der Grenze zu Irland gemacht. Nach Informationen der "Sunday Times" willigte Brüssel ein, ganz Großbritannien übergangsweise in der Zollunion zu belassen. Ein Sprecher der britischen Premierministerin Theresa May wollte den Bericht aber nicht bestätigen. "Wir haben gute Fortschritte bei unseren zukünftigen Beziehungen gemacht", sagte der Sprecher lediglich. Den "Times"-Bericht bezeichnete er als Spekulation. May hatte jüngst davon gesprochen, dass das Austrittsabkommen zu "95 Prozent" fertig sei.

Trump setzt Schimpftiraden gegen Einwanderer fort

Washington - Wenige Tage vor den Kongresswahlen hat US-Präsident Donald Trump seine Schimpftiraden gegen Einwanderer und den politischen Gegner fortgesetzt. "Die Demokraten ermuntern offen Millionen illegaler Ausländer unsere Gesetze zu brechen, unsere Souveränität zu verletzen, unsere Grenzen zu überrollen und unsere Nation auf so viele Arten zu zerstören", sagte Trump am Samstag in Florida. Trump stellte die Zentralamerikaner, die sich derzeit auf einem Fußmarsch in Richtung USA befinden, erneut als Kriminelle dar.

Anschlag auf deutschen ICE sollte viele Menschen töten

Berlin - Ein Anschlag auf die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und München am 7. Oktober sollte nach Informationen der "Welt am Sonntag" (WamS) zahlreiche Menschen töten. An dem Tag war die Frontscheibe eines ICE durch ein Stahlseil beschädigt worden, das unbekannte Täter über die Bahngleise im mittelfränkischen Allersberg nahe Nürnberg gespannt hatten. Es sei allerdings zu dünn gewesen, um den Zug entgleisen zu lassen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Ermittlerkreise. "Die beiden Dokumente, die jeweils aus einer Seite bestehen, sind in arabischer Sprache abgefasst", schreibt die WamS.

Zehn Tote nach Unwettern auf Sizilien

Palermo - Die schweren Unwetter in Italien haben auf Sizilien zehn Menschenleben gefordert. Taucher bargen in der Nacht auf Sonntag bei einem "dramatischen Einsatz" neun Leichen aus einem überfluteten Landhaus auf Sizilien, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte. Das Unglück ereignete sich demnach in Casteldaccia unweit von Palermo. Ein weiterer Toter wurde im sizilianischen Vicari gefunden. Außerdem wird ein Arzt in der Kleinstadt Corleone vermisst. Seit nunmehr rund einer Woche sind weite Teile Italiens von Starkregen, Sturm und Gewittern betroffen. Insgesamt kamen bisher mittlerweile 27 Menschen ums Leben.

Streit über Schulnoten: US-Teenager erdrosselte Mutter

Tallahassee (Florida) - Ein höchst ungewöhnlicher Mordfall mit einem 15-jährigen Täter erschüttert die Kleinstadt DeBary im US-Staat Florida. Der Jugendliche erdrosselte nach Polizeiangaben vom Samstag seine Mutter im Schlaf, verscharrte ihre Leiche dann auf einem Kirchengrundstück und versuchte, das Verbrechen mit einem stümperhaft inszenierten Raubüberfall zu vertuschen. Kaum weniger verstörend als die Tat ist das mutmaßliche Motiv: Laut Sheriff Michael Chitwood vom zuständigen Bezirk Volusia County tötete der 15-Jährige seine Mutter anscheinend aus Wut, nachdem er sich mit ihr über schlechte Schulnoten gestritten hatte.

(Schluss) pat

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