01.05.2014 19:29:58

Allg. Zeitung Mainz: Prioritäten - Kommentar zu Merkel und Obama

Mainz (ots) - Vier Stunden Zeit will sich der US-Präsident für die Bundeskanzlerin Angela Merkel nehmen. Das halten Beobachter für viel. Barack Obama ist gerade frisch von einer Asienreise zurückgekehrt, die ihn sieben Tage gekostet hat. Jetzt aber muss der mächtigste Mann der Welt umsteuern. Seine Politik der Pazifik-Priorität fällt ihm auf die Füße. Er ist damit nicht allein, auch die Europäer haben lange übersehen, was sich in Osteuropa zusammenbraut. Mitten in der Ukraine-Krise wird allen Beteiligten zu spät klar, dass sie die russische Seite unterschätzt haben. Am deutlichsten fällt das bei den Amerikanern auf. Dies mag aus einem Gefühl der Überlegenheit geboren sein, aus dem Bewusstsein, die letzte Supermacht zu sein. Aber die Amerikaner tun gut daran, ihre Partner als solche zu behandeln. Im Moment sind sie weit davon entfernt. "Fuck the EU" verhöhnte die Europa-Expertin des Außenministeriums die Rolle der Europäischen Union in der Ukraine. Dabei sind es die Amerikaner, die nahezu an jedem Platz in der Welt durch einen Mangel an Kenntnis der Vorort-Kultur beidfüßig in Fettnäpfe springen: Irak, Afghanistan, Ägypten, Ukraine sind nur einige Beispiele. Dazu passt der Skandal um die Lauschangriffe der NSA. All dies werden Obama und Merkel kleinkochen. Es geht um ein Milliardengeschäft, die Freihandelszone, an der beide Seiten gut verdienen könnten. Dagegen ist wenig einzuwenden, wenn klare Regeln aufgestellt werden. Zu denen zählt, dass die Kanzlerin endlich eine rechtliche Einhegung der Übergriffe solcher Megakonzerne wie Google, Amazon oder Facebook verlangt.

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Pressekontakt: Allgemeine Zeitung Mainz Florian Giezewski Regionalmanager Telefon: 06131/485817 desk-zentral@vrm.de

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