26.06.2013 18:30:38

Aktien Wien Schluss: Deutlich im Plus - Gute US-Daten stützen

    WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der ATX stieg um 1,71 Prozent auf 2.227,52 Einheiten. Für gute Stimmung sorgten beruhigende Kommentare aus China und US-Wirtschaftsdaten. So war der am Dienstag gemeldete Index der US-Verbraucherstimmung überraschend auf den höchsten Wert seit fünf Jahren gestiegen. Auch der Auftragseingang für langlebige Güter wuchs stärker als erwartet. Damit stieg Analysten zufolge der Optimismus, dass die sich erholende US-Konjunktur die mögliche Drosselung der Anleihenkäufe durch die US-Notenbank Fed gut wegstecken kann.

    Die am Mittwoch nach unten revidierten Daten zum US-Wachstum wurden hingegen ignoriert beziehungsweise teilweise sogar positiv aufgenommen. Mit dem schwächeren Wachstum könnte eine schnelles Ende der ultraexpansiven Fed-Geldpolitik wieder weniger wahrscheinlich werden, hieß es am Markt. Die jüngsten Aussagen von Chinas Nationalbank, dass die Liquiditätsrisiken kontrollierbar seien, zerstreuten zudem etwas die jüngsten Sorgen um Chinas Konjunkturentwicklung.

    Gut gesucht waren am Mittwoch die beiden Bankaktien: Erste Group (Erste Group Bank) stiegen um 2,89 Prozent auf 20,86 Euro, Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) legten um 1,49 Prozent auf 22,78 Euro zu. Die beiden Titel konnten sich damit etwas von ihren starken Kursverlusten zu Wochenbeginn erholen. Am Montag waren Erste-Aktien nach einer Gewinnwarnung und der Ankündigung einer Kapitalerhöhung um 8,47 Prozent nach unten gerasselt.

    Starke Nachfrage gab es am Mittwoch auch in den Ölwerten Schoeller-Bleckmann (plus 4,82 Prozent auf 74,32 Euro) und OMV  (OMV) (plus 2,13 Prozent auf 35,08 Euro). Das Projekt der "Nabucco"-Gaspipeline der OMV hat am Mittwoch ein jähes Ende gefunden. Das Shah-Deniz-II-Konsortiums hatte entschieden, Gas aus Aserbaidschan nicht an die "Nabucco-West", sondern an das Konkurrenzprojekt TAP nach Süditalien zu liefern. Dennoch könnte die OMV eine eigene Leitung für ihre am Schwarzen Meer vermuteten riesigen Gasfunde bauen.

    Bei hohem Volumen gesucht waren auch Voestalpine (VOGT electronic) und gewannen 1,29 Prozent auf 26,73 Euro. Unter den wenigen größeren Verlierern fanden sich EVN (minus 1,94 Prozent auf 9,60 Euro)./mik/APA/zb

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