CMC Markets-Kolumne 28.07.2014 12:30:06

Daily News - Marktanalyse vom 28.07.2014 Update

Kolumne

CMC Markets - geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst

Nachdem der DAX am vergangenen Freitag mit dem größten Tagesverlust seit April aus dem Handel gegangen ist, steht er auch zu Beginn der neuen Handelswoche leicht unter Druck. Dabei stand am Freitag sogar noch ein Test der 9.800-Punkte-Marke an und selbst der zum dritten Mal in Folge rückläufige Ifo-Geschäftsklimaindex hatte die Kurse kaum bewegt. Doch angesichts des Risikopotenzials, das von den Krisenherden der Welt ausgeht, gingen Investoren zum Wochenausklang lieber auf Nummer Sicher und reduzierten ihre Positionen. Auch die Marktteilnehmer in den USA, die zuletzt schlechte Nachrichten notorisch ausgeklammert hatten, nahmen angesichts der geopolitischen Krisen und einiger Unternehmensergebnisse, die enttäuschten, vorsorglich Gewinne mit. Zu Beginn der neuen Woche stützen zwar gute Konjunkturdaten aus China und auch die asiatischen Aktienmärkte liefern überwiegend positive Signale, nichtsdestotrotz bleibt der DAX unter Druck und handelt aktuell knapp unter dem Freitagsschlusskurs.

In China waren über Nacht Zahlen veröffentlicht worden, die im Juni einen Anstieg der Einnahmen der Industrieunternehmen um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auswiesen. Der Nikkei 225 profitierte zusätzlich auch von einem stärkeren US-Dollar und konnte mit 15.529 Punkten den höchsten Stand seit sechs Monaten verbuchen.

Aus der Sicht der Charttechnik stößt der deutsche Leitindex aktuell an der potenziellen Unterstützungszone bei 9.600/9.625 Punkten als auch der Aufwärtstrendlinie aus den März/April-Tiefs auf Nachfrage. Sollten die Bullen diese Marke verteidigen und die Kurse sich stärker erholen können, könnte dies latent die Basis eines Dreifach-Bodens darstellen. Ein Durchbruch unter die 9.600-Punkte-Marke wiederum würde das kurzfristige Chartbild des DAX weiter eintrüben und könnte zu einem Test des 200-Tage-Durchschnittes bei aktuell knapp 9.475 Punkten zur Folge haben. Diese war zuletzt Mitte 2013 getestet worden und konnte damals den Kurs stützen.

In der neuen Woche dürfte die Entscheidung über zusätzliche Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland im Fokus der Investoren stehen, sowie eine Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten mit den Nonfarm-Payrolls am Freitag als krönender Abschluss. Auch auf die morgen beginnende, zweitägige Offenmarktausschuss-Sitzung der amerikanischen Notenbank, auf der vermutlich eine weitere Reduzierung des monatlichen Anleihekaufprogramms um 10 Milliarden US-Dollar auf dann 25 Milliarden US-Dollar beschlossen werden könnte, dürften Anleger achten.

Anleger haben es gegenwärtig nicht leicht. Nachdem die Befürchtungen zu hoher Aktien-Bewertungen durch eine bisher überwiegend positiv verlaufende Quartalsberichtssaison etwas zerstreut werden konnten, lasten nun die zahlreichen geopolitischen Konflikte auf der Stimmung der Marktteilnehmer. Während hier insbesondere der erste Schock über den mutmaßlichen Abschuss des Fluges MH17 und der Beginn der israelischen Bodenoffensive in der letzten Woche verdaut schien, drehen sich die Sorgen der Investoren nun umso mehr um eine Verschärfung der Russland-Sanktionen der EU auf die dritte Stufe, die gezielte Maßnahmen auf ausgewählte Wirtschaftsbereiche vorsehen. Die vier Bereiche in den Sanktionen gegen russische Firmen beschlossen werden könnten, umfassen den Zugang zu europäischen Finanzmärkten, sowie die Einschränkung des europäischen Exports von Rüstungsgütern, Hochtechnologie im Energiebereich und Dual-Use-Gütern, die nicht nur zivil, sondern auch militärisch verwendet werden können. Bereits am Dienstag könnte so ein überarbeiteter Entwurf vorliegen, dessen Inkrafttreten zu einer erheblichen Belastung nicht nur der diplomatischen, sondern auch der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und Russland führen könnte. Am Markt befürchtet man, dass dies die wirtschaftliche Erholung Europas stärker dämpfen könnte.

Unter den Einzelwerten rückt die Aktie des Pharmakonzerns Merck an die Spitze des DAX. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche will das Unternehmen seinen Umsatz in China, unter anderem durch den Vertrieb rezeptfreier Medikamente, die dort bisher noch nicht verkauft werden, bis 2018 von 500 Millionen Euro auf 1 Milliarde Euro verdoppeln. Aktuell legt die Aktie um knapp 2 Prozent* zu und verteuert sich auf den höchsten Wert seit Ende Januar.

Im MDAX muss die Wincor Nixdorf-Aktie wiederum einen heftigen Kursverlust verkraften. Nachdem sie den Handel direkt mit einem Verlust von 3,5 Prozent* begann, weitete sie die Verluste im Handelsverlauf auf aktuell fast 9 Prozent* aus. Grund war eine Korrektur der Umsatzprognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2013/2014. Statt eines Wachstums von 4 Prozent geht das Unternehmen nun von einer Stagnation aus.

Nachdem bisher vor allem die US-Blue Chips ihre Quartalsergebnisse vorgestellt haben, könnten diese Woche die Zahlen unter anderem der Deutschen Bank morgen, sowie der Unternehmen Linde, Bayer, Continental und Deutsche Lufthansa im weiteren Wochenverlauf, Schwergewichte des DAX zusätzliche Impulse liefern.

Heute Nachmittag dürfte sich der Fokus der Anleger auf den Markit-Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungsgewerbes in den USA, sowie den anhängigen US-Immobilienverkäufen im Juni richten. Bei den Immobilienverkäufen erwarten Analysten einen Anstieg um 0,5 Prozent*** im Vergleich zum Vormonat.

Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P aktuell mit einem minimalen Abschlag gegenüber den jeweiligen Freitagsschlusskursen.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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