Nach EU-Subventionen |
16.02.2020 15:02:00
|
USA erhöhen Strafzoll auf Flugzeuge - EU sucht Verhandlungslösung
Die Anhebung des Strafzolls auf Flugzeugimporte trete am 18. März in Kraft, hatte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Freitagabend mitteilen lassen. Die Welthandelsorganisation WTO hatte Washington Ende 2019 das Recht erteilt, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben. Hinter dieser Möglichkeit bleibt die auf Flugzeuge beschränkte Anhebung auf 15 Prozent deutlich zurück.
Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte dazu am Samstag: "Wir nehmen die US-Entscheidung zur Kenntnis." Der Fokus sollte aus Sicht der Brüsseler Behörde nun darauf liegen, "eine Verhandlungslösung für den Flugzeugstreit auf der Grundlage konkreter EU-Vorschlage zu bestehenden Subventionen und künftigem Verhalten in diesem Sektor zu finden".
Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, die US-Ankündigung "sorgfältig analysieren" zu wollen. "Aktuell sind die Zollerhöhungen im Kontext des Airbus-Falles noch nicht in Kraft getreten", so das Ministerium in Berlin. Zugleich betonte es erneut: "Wir lehnen einseitige Zollerhöhungen ab. Zölle schaden am Ende allen, auch den USA. Wir brauchen weniger Zölle, nicht mehr Zölle."
Schärfer äußerte sich der Vorsitzenden des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, Bernd Lange (SPD). US-Präsident Donald Trump "eskaliert weiter" gegen die EU, kritisierte der Europaabgeordnete. Zu Zöllen auf Stahl und Aluprodukte kämen nun erhöhte Zölle auf Flugzeuge und die Drohung mit weiteren Zöllen hinzu. "Hier gilt es klare Kante zu zeigen, auf Druck darf es keine Zugeständnisse geben", schrieb Lange auf Twitter und fügte hinzu: "No way, Mr President!"
Die EU ihrerseits wartet auf eine Entscheidung der WTO zu unerlaubten Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing. Ein Schlichter soll in den kommenden Monaten die Höhe erlaubter EU-Vergeltungszölle festlegen. Die EU rechnet mit Milliardensummen.
Die Bundesregierung erwartet "in den nächsten Monaten" eine Entscheidung in diesem Fall. "Dann wird auch die EU ermächtigt werden, Sanktionen gegenüber den USA zu erlassen. Die EU hat die EU-internen Vorbereitungen bereits getroffen und kann dann unmittelbar reagieren", hieß es weiter. Deutschland und die EU setzten sich aber weiterhin für eine konstruktive Lösung ein.
/ff/DP/nas
BRÜSSEL/WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX)

Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!
Weitere Links:
Nachrichten zu Airbus SE (ex EADS)mehr Nachrichten
26.02.25 |
Börse Paris in Grün: CAC 40 am Mittwochnachmittag stärker (finanzen.at) | |
26.02.25 |
CAC 40-Handel aktuell: So performt der CAC 40 am Mittag (finanzen.at) | |
26.02.25 |
DAX 40-Papier Airbus SE (ex EADS)-Aktie: So viel hätten Anleger an einem Airbus SE (ex EADS)-Investment von vor 5 Jahren verdient (finanzen.at) | |
26.02.25 |
Optimismus in Paris: CAC 40 beginnt Handel im Plus (finanzen.at) | |
25.02.25 |
Schwacher Wochentag in Paris: CAC 40 präsentiert sich zum Ende des Dienstagshandels schwächer (finanzen.at) | |
25.02.25 |
ANA mit Kauf von Flugzeugen bei Airbus, Boeing und Embraer - Aktien fester (finanzen.at) | |
25.02.25 |
Handel in Paris: CAC 40 legt nachmittags zu (finanzen.at) | |
25.02.25 |
Dienstagshandel in Europa: Euro STOXX 50 am Mittag in Rot (finanzen.at) |
Analysen zu Airbus SE (ex EADS)mehr Analysen
24.02.25 | Airbus Buy | Deutsche Bank AG | |
24.02.25 | Airbus Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
21.02.25 | Airbus Buy | Deutsche Bank AG | |
21.02.25 | Airbus Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
21.02.25 | Airbus Outperform | RBC Capital Markets |
Aktien in diesem Artikel
Airbus SE (ex EADS) | 166,10 | 0,98% |
|
Boeing Co. | 165,26 | -2,42% |
|