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04.08.2020 14:56:41

Nord Stream 2 sucht neue Lösungen für die Verlegung

BERLIN (Dow Jones)--Das deutsch-russische Gasprojekt Nord Stream 2 setzt trotz der drohenden schärferen US-Sanktionen auf einen Weiterbau der Pipeline. Das Konsortium sei "gezwungen, nach neuen Lösungen für die Verlegung der verbleibenden sechs Prozent unserer Pipeline zu suchen", erklärte Sprecher Steffen Ebert am Dienstag. Sowohl Nord Stream 2 als auch die beteiligten Unternehmen seien von der schnellstmöglichen Inbetriebnahme der Pipeline überzeugt.

Berichte über die Weiterverlegung von Rohren für die Ostsee-Leitung seien "Spekulationen", erklärte Ebert. "Wir werden zu gegebener Zeit über unsere Pläne informieren."

US-Präsident Donald Trump hatte das Sanktionsgesetz CAATSA "Countering America's Adversaries Through Sanctions Act" am 15. Juli verschärft. Damit liegt es nach Lesart von Nord Stream 2 "im Ermessen der US-Regierung, in Abstimmung mit den Verbündeten Unternehmen zu benennen, die sich unter den in CAATSA festgelegten Bedingungen an dem Projekt beteiligen", so der Sprecher. Bisher sei dies jedoch nicht geschehen. Allerdings erklärte die Bundesregierung, dass US-Vertreter mit den betroffenen Firmen Gespräche geführt hatten.

"Wir hoffen immer noch, dass es nicht zu diesen Sanktionen kommt", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Nachrichtenagentur dpa. "Wir sind uns in der Bundesregierung einig, dass wir jederzeit für Gespräche zur Verfügung stehen, um eine Eskalation zu verhindern."

Bislang sind über 2.300 Kilometer der rund 2.460 Kilometer langen Nord-Stream-2-Pipeline verlegt. Das Nord-Stream-2-Konsortium wird vom russischen Gazprom-Konzern angeführt, der die Hälfte der Finanzierung des 9,5-Milliarden-Euro-Projekts aufbringt. Zu den deutschen Finanzbeteiligten an dem Gasprojekt gehören Wintershall und der Energieversorger Uniper.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/jhe

(END) Dow Jones Newswires

August 04, 2020 08:56 ET (12:56 GMT)

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