18.08.2016 08:18:48

MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

-1 of 2- 18 Aug 2016 05:47:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

   Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires

=== +++++ TAGESTHEMA +++++

   Der Netzausrüster Cisco hat in seinem vierten Geschäftsquartal den Gewinn leicht gesteigert und dabei die Erwartungen übertroffen. Der bereinigte Gewinn je Cisco-Aktie stieg auf 0,63 Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der US-Konzern 58 Cent verdient, Analysten hatten mit 60 Cent gerechnet, während Cisco selbst 59 bis 61 Cent in Aussicht gestellt hatte. Insgesamt kletterte der Nettogewinn auf 2,81 Milliarden Dollar. Der Umsatz fiel aber um 2 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar. Dies entsprach exakt den Prognosen. Mit den Quartalszahlen nahm Cisco auch die Tradition wieder auf, die Belegschaft zu reduzieren. In jedem einzelnen Jahr von 2011 bis 2014 hatte der Konzern die Vorlage der Jahreszahlen dazu genutzt, zeitgleich auch einen Stellenabbau anzukündigen. Nun hieß es, dass Cisco 5.500 Stellen streichen will. Das entspricht 7 Prozent der weltweiten Belegschaft. Für das kommende Quartal erwartet Cisco einen Umsatz in einer Spanne von plus bis minus 1 Prozent zum Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie werde voraussichtlich zwischen 58 und 60 Cent liegen.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

   In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen

   13:00 Wal-Mart Stores Inc, Ergebnis 2Q

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US 14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: 265.000 zuvor: 266.000

14:30 Philadelphia-Fed-Index August PROGNOSE: +2,0 zuvor: -2,9

16:00 Index der Frühindikatoren Juli PROGNOSE: +0,4% gg Vm zuvor: +0,3% gg Vm

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 2.180,70 +0,05% Nikkei-225 16.582,44 -0,97% Hang-Seng-Index 23.116,44 +1,39% Shanghai-Composite 3.114,27 +0,15% S&P/ASX 200 5.510,70 -0,44%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   OSTASIEN (VERLAUF)

   Uneinheitlich - Die Hoffnung auf eine weiter auf sich warten lassende Zinserhöhung in den USA sorgt an den ostasiatischen Aktienmärkten weiter für gute Stimmung. Gestört wird sie allerdings von der Entwicklung am Devisenmarkt, wo der Yen wie auch der Austral-Dollar steigen. Hintergrund ist das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der Juli-Sitzung der US-Notenbank. Aus ihm geht hervor, dass sich die Notenbanker weiter uneinig sind, wann der nächste Zinsschritt nach oben erfolgen soll und dass sie wohl zunächst weitere Konjunkturdaten abwarten dürften. Der Dollar ist in Reaktion darauf wieder unter die 100-Yen-Marke zurückgefallen. Der Austral-Dollar bekommt zusätzlich noch Rückenwind von etwas besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten. An den Aktienmärkten in Tokio und Sydney sorgt dies für fallende Kurse, in Sydney vor allem deshalb, weil die guten Konjunkturdaten Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen in Down Under einen Dämpfer verleihen. In Hongkong stützen gute Geschäftszahlen von Indexschwergewichten, in Schanghai unter anderem die angekündigte weitere Öffnung des chinesischen Aktienmarktes in Shenzhen. Tencent gewinnen knapp 6 Prozent und haben damit ein Rekordhoch markiert nach dem Ausweis eines um 47 Prozent gestiegenen Quartalsgewinns. Für Lenovo geht es um 3,4 Prozent und für Ping An Insurance um 4 Prozent aufwärts, nachdem auch hier die vorgelegten Quartalsergebnisse besser ausgefallen sind als von Analysten erwartet.

   US-NACHBÖRSE

   Cisco Systems gaben auf Nasdaq.com um 1,4 Prozent nach, nachdem der Netzausrüster sein Viertquartalsergebnis vorgelegt hatte (siehe oben). Für Netapp ging es um 7,2 Prozent nach oben. Das auf Datenmanagement und -speicherung spezialisierte Unternehmen hatte mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen übertroffen mit einem Gewinnanstieg um fast 60 Prozent. Anders die Zahlen von Briggs & Stratton. Der Hersteller von Motoren für Rasenmäher und von Generatoren hatte belastet von einer ungünstigen Witterung enttäuschende Geschäftszahlen ausgewiesen. Der Kurs rutschte um 14 Prozent ab.

   WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD DJIA 18.573,94 0,12 21,92 6,59 S&P-500 2.182,22 0,19 4,07 6,77 Nasdaq-Comp. 5.228,66 0,03 1,55 4,42 Nasdaq-100 4.805,45 0,17 8,27 4,62

Vortag Umsatz NYSE (Aktien) 788 Mio 747 Mio Gewinner 1.970 933 Verlierer 1.079 2.080 Unverändert 79 114 Gut behauptet - Nach den jüngsten Sorgen um ein Anziehen der Geldpolitik beruhigten sich die Gemüter wieder etwas. Das Protokoll der Sitzung der US-Notenbank vom Juli machte nämlich deutlich, dass die Fed zum damaligen Zeitpunkt noch uneinig und wenig entschlossen über ihr weiteres Vorgehen war. Die Märkte reagierten auf das Protokoll insgesamt zwar sehr verhalten, lasen aber eher die taubenhaften Töne heraus, die gegen eine baldige Zinserhöhung sprechen. Übertroffene Erwartungen verliehen der Aktie von Urban Outfitters Auftrieb. Das Papier schoss um 16,2 Prozent in die Höhe. Für Cree ging es um 14 Prozent abwärts. Das Unternehmen hatte sowohl mit seinem bereinigten Viertquartalsergebnis die Analystenschätzungen verfehlt wie auch mit seinem Ausblick. Target verloren nach einem gesenkten Ausblick 6,2 Prozent. Bei Lowe's hinkten die Umsätze denen des Wettbewerbers Home Depot hinterher. Damit blieb auch der Gewinn hinter den Erwartungen zurück. Der Kurs gab um 6,7 Prozent nach. Der Büroausstatter Staples leidet noch immer unter der fehlgeschlagenen Übernahme des Konkurrenten Office Depot. Staples rutschte zudem tief in die roten Zahlen. Die Aktie verlor 5,9 Prozent.

   TREASURYS

Laufzeit Kurs Änderung Rendite Änderung in Bp 10 Jahre 99 15/32 +6/32 1,558% -1,8 30 Jahre 99 19/32 +19/32 2,269% -3,1 Am Rentenmarkt kam mit dem Fed-Protokoll leichtes Kaufinteresse auf. Niedrige Zinsen machen die umlaufenden Papiere attraktiver. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank im Gegenzug um zwei Basispunkte auf 1,56 Prozent.

   Devisen

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:22 % YTD EUR/USD 1,1308 +0,2% 1,1287 1,1261 +4,1% EUR/JPY 113,04 -0,1% 113,17 113,60 -11,4% EUR/GBP 0,8663 +0,1% 0,8653 0,8653 +17,6% GBP/USD 1,3053 +0,1% 1,3043 1,3013 -11,5% USD/JPY 99,92 -0,3% 100,22 100,87 -14,9% USD/KRW 1107,55 -0,0% 1108,04 1108,62 -5,8% USD/CNY 6,6267 -0,1% 6,6344 6,6305 +2,1% USD/CNH 6,6335 -0,0% 6,6357 6,6371 +1,0% USD/HKD 7,7544 +0,0% 7,7543 7,7548 +0,0% AUD/USD 0,7707 +0,6% 0,7658 0,7665 +5,8% Der Euro pendelte im US-Geschäft in einer engen Spanne zwischen 1,1250 und 1,1290 Dollar. Lediglich mit dem Fed-Protokoll lugte er kurzzeitig über 1,13 Dollar, fiel aber wieder zurück. Zum Yen fiel der Greenback nach dem Protokoll auf 100,27 Yen zurück. Im Tageshoch war der Dollar über die Marke von 101 Yen gesprungen, auch mit Hilfe einer verbalen Intervention aus japan gegen den Yen. Im asiatisch dominierten Geschäft am Donnerstag ist der Dollar wieder unter die 100-Yen-Marke zurückgefallen. Auch zu anderen Währungen tendiert der Dollar angesichts der wieder gesunkenen Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung leichter. Der Austral-Dollar bekommt zusätzlich noch Rückenwind von etwas besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten.

   ++++ Rohstoffe +++++

   Öl

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 46,79 46,79 0% 0,00 +10,4% Brent/ICE 49,67 49,85 -0,4% -0,18 +14,4% Am Ölmarkt drehte sich die Tendenz im Tagesverlauf in den USA. Nach der Ölpreisrally des Vortages strichen Anleger zunächst Gewinne ein. Doch mit neuen US-Lagerbestandsdaten rückten die Ölpreise wieder vor. Rohöl- und Benzinvorräte waren in der vergangenen Woche deutlich zurückgegangen. Der Preis für die US-Sorte WTI gewann zum Settlement 0,5 Prozent auf 46,79 Dollar.

   METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.353,31 1.348,66 +0,3% +4,65 +27,6% Silber (Spot) 19,83 19,71 +0,6% +0,12 +43,5% Platin (Spot) 1.129,75 1.119,00 +1,0% +10,75 +26,7% Kupfer-Future 2,17 2,15 +0,7% +0,02 +0,8% Der Goldpreis tendierte wenig verändert bei 1.346 US-Dollar für eine Feinunze. Im Tageshoch nach dem Protokoll der US-Notenbank war er kurz auf über 1.350 Dollar gestiegen. Im asiatischen Geschäft am Donnerstag steigt der Preis etwas. Sowohl die Aussicht auf weiter extrem niedrige US-Zinsen spielt dem zinslos gehaltenen Edelmetall in die Karten wie auch der nachgebende Dollar, der das Gold für Anleger aus dem Nichtdollarraum billiger macht.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

   GELDPOLITIK MONGOLEI

   Nach dem Absturz der heimischen Währung Tugruk um über 17 Prozent gegenüber dem US-Dollar seit der Brexit-Entscheidung in Großbritannien am 24. Juni hat die Notenbank des Landes den Leitzins um 4,5 Punkte auf nun 15 Prozent angehoben.

   GELDPOLTIK USA

   (MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

   August 18, 2016 01:47 ET (05:47 GMT)

   Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 47 AM EDT 08-18-16

-2 of 2- 18 Aug 2016 05:47:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

   Die US-Notenbanker haben sich bei ihren Beratungen am 26. und 27. Juli ihre Optionen beim Thema Zinserhöhung offen gehalten. Wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorgeht, versuchten sie ihre Differenzen beim wirtschaftlichen Ausblick und beim Zeitpunkt einer weiteren Zinserhöhung beizulegen. Mehrere wollten warten, bis es deutlicher abzusehen wäre, ob die Inflation in Richtung des Ziels der Federal Reserve von 2 Prozent steigt. Andere glaubten, der US-Arbeitsmarkt sei nahe an einer vollständigen Erholung, was eine baldige Zinserhöhung rechtfertige. Insgesamt deutet das Protokoll an, dass eine Zinserhöhung selbst im September eine Möglichkeit ist, dass die Fed sich aber nicht zu einem solchen Schritt durchringen wird, bis eine stärkere Übereinstimmung unter den Mitgliedern bei den Aussichten für Wachstum, Beschäftigung und Inflation herrscht.

   KONJUNKTUR AUSTRALIEN

   Ein überraschend hoher Anstieg bei der Zahl der Beschäftigten hat die Arbeitslosenquote in Australien stärker gedrückt als erwartet. Sie lag im Juli bei 5,7 Prozent nach einer Rate von 5,8 Prozent im Juni. Ökonomen hatten für 5,8 Prozent bei einem Jobwachstum von 10.000 Stellen erwartet. Tatsächlich kletterte die Anzahl der Stellen um 26.000.

   KONJUNKTUR JAPAN

   Die weltweit schleppende Nachfrage und der starke Yen haben die Ausfuhren Japans weiter belastet. Die Exporte rutschten im Juli im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 5,72 Billionen Yen (57 Milliarden US-Dollar). Damit waren sie den zehnten Monat in Folge rückläufig. Ökonomen hattten ein Minus von 13 Prozent vorausgesagt. Die Importe nach Japan ermäßigten sich um 24,7 Prozent auf 5,22 Billionen Yen, den 19. Monat in Folge. Die Handelsbilanz wies damit im Juli einen Überschuss von 513,5 Milliarden Yen aus. Volkswirte hatten mit 305,2 Milliarden gerechnet.

   KONJUNKTUR PHILIPPINEN

   Das philippinische BIP ist im zweiten Quartal um 7,0 Prozent gewachsen. Analysten hatten im Jahresvergleich lediglich ein Plus von 6,7 Prozent erwartet.

   LENOVO

   hat dank Kostensenkungen im vergangenen Quartal mehr verdient als erwartet. Zudem fiel der Umsatzrückgang geringer aus als befürchtet. Lenovo erhöhte das Nettoergebnis um 64 Prozent auf 173 Millionen Dollar. Der Umsatz rutschte auf 10,1 Milliarden von zuvor 10,7 Milliarden Dollar ab. Analysten hatten unter dem Strich mit 133,4 Millionen Dollar und einem Erlös von 9,7 Milliarden Dollar gerechnet.

=== Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/raz/gos

   (END) Dow Jones Newswires

   August 18, 2016 01:47 ET (05:47 GMT)

   Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 47 AM EDT 08-18-16

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