21.07.2015 16:42:48
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MÄRKTE EUROPA/Normaler Konsolidierungstag bei DAX und Co
Von Herbert Rude
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Kurse an den europäischen Börsen geben am Dienstagnachmittag nach. Der Dax notiert mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 11.635 Punkte schwächer und der Euro-Stoxx-50 gibt 0,7 Prozent ab. "Nach den jüngst starken Kursgewinnen sollten Anleger mit Verschnaufpausen rechnen", sagt Achim Matzke, Marktanalyst der Commerzbank. Über den Tag hinaus bleibe die Lage aber aussichtsreich, auch wenn die Kurse langsamer steigen sollten als in den vergangenen Wochen. Mitte Juli gewann der DAX in nur sechs Handelstagen 1.150 Punkte.
Die Umsätze sind laut Händlern rückläufig, ebenfalls ein Zeichen für einen typischen Konsolidierungstag. Auch das Umfeld bleibt günstig. Der Euro zieht zwar auf über 1,09 Dollar nach Wechselkursen um 1,0824 am Vorabend an, verharrt aber übergeordnet auf niedrigem Niveau und die Rohstoffpreise stehen weiter unter Druck. Profiteure sind die Automobilaktien, deren europäischer Sektorindex um 0,4 Prozent steigt. Renault und Daimler legen jeweils um etwa 1 Prozent zu. Im DAX steigen nur adidas und LANXESS noch stärker als der DAX.
Im Blick steht vor allem die Berichtssaison. Am Abend wird Apple Quartalszahlen vorlegen. Sollten diese überzeugen, könnte der S&P-500 auf neue Rekordhochs steigen, was auch die internationalen Börsen antreiben sollte. Etwas belastet wird die Stimmung von den Geschäftszahlen von United Technologies. Aussagen zu einem schwachen Aufzuggeschäft drücken ThyssenKrupp um 0,7 Prozent, Verlautbarungen zu einem schwierigen Geschäft im Bereich Flugzeugwartung führen MTU um 0,7 Prozent nach unten.
SAP-Aktien pendeln nach ihren Quartalszahlen um den Schlussstand des Vortages, am Nachmittag fallen sie um 0,7 Prozent. Die LBBW meint, die Cloud-Umsätze seien besser ausgefallen als erwartet. Die Societe Generale verweist allerdings darauf, dass der Gewinn je Aktie beziehungsweise die Margen die Prognosen nicht erfüllt hätten. Die unter den Erwartungen liegenden Lizenzerlöse könnten nach Einschätzung der Analysten mit den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Griechenland-Krise stehen. Diese könnte bei einigen Kunden für Zurückhaltung gesorgt haben.
Als insgesamt durchwachsen bezeichnen Händler die Geschäftszahlen von Novartis. Für die Aktie geht es um 2,2 Prozent nach unten. Der Bereich Augenheilkunde Alcon habe mit niedriger als erwartet ausgefallenen Umsätzen und Gewinnen enttäuscht, so die Analysten von Baader-Helvea. Außerdem sei dieses Jahr für Novartis ein Jahr der Umgestaltung. Zwei Verkaufsschlager, Cosentyx und Entresto, würden neu eingeführt und das Onkologie-Portfolio von GlaxoSmithKline werde integriert. Der Pharmaindex führt mit einem Minus von 1,0 Prozent die Verliererliste unter den europäischen Sektorenindizes an.
Sehr gut kommen im Handel die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal von Sartorius an. "Die Zahlen sind nicht nur wegen Währungseffekten, sondern auch substanziell sehr gut", sagt ein Händler. Dies unterstreiche die erhöhte Umsatz- und Gewinnprognose, da der Laborausrüster hier eher konservativ vorgehe. Besonders die Umsatzprognose sei "mit einer Fast-Verdoppelung beim Wachstum extrem stark". Sartorius geht für 2015 nun von einem Wachstum von 12 Prozent nach zuvor 6 bis 9 Prozent aus. Vor allem der starke Auftragseingang trage dazu bei. Sartorius steigen um 4,5 Prozent, während MDAX und TecDax nachgeben.
Mit Abgaben von 4,7 Prozent reagiert die Zalando-Aktie auf die Geschäftszahlen. Nach dem guten Lauf der vergangenen Wochen ist im Handel von Gewinnmitnahmen die Rede. Seit Jahresbeginn hat sich das Papier um ein Drittel verteuert. Die Umsatzentwicklung zeige, dass das Geschäftsmodell funktioniere und angenommen werde. Während die Modeketten in Deutschland mit großen Problemen zu kämpfen hätten, greife Zalando immer mehr Umsätze ab. Das Ergebnis könne allerdings nicht ganz überzeugen.
Sehr gut kommen der Zahlenausweise von Heidelberger Druck sowie von H+R an. Beide Aktien gewinnen etwa 10 Prozent, nachdem die Ergebnisse die Erwartungen deutlich übertroffen haben.
Am Devisenmarkt bleibt der Euro trotz einer Zwischenerholung auf 1,09 Dollar nach Einschätzung der Helaba technisch angeschlagen. Zwar habe die Marke bei 1,0819 Dollar erst einmal gehalten, das Risiko eines Abrutschens Richtung 1,05 Dollar bleibe aber bestehen. Markante Tiefs von März und April lägen bei 1,0470 und 1,0531 Dollar.
=== INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 3.658,98 -0,75% Stoxx-50 3.494,91 -0,73% DAX 11.634,82 -0,86% FTSE 6.779,08 -0,14% CAC 5.117,52 -0,49% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 152,76% -22DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.29 Uhr Mo, 17.41 Uhr EUR/USD 1,0896 0,63% 1,0828 1,0851 EUR/JPY 135,38 0,49% 134,72 134,82 EUR/CHF 1,0441 0,07% 1,0434 1,0451 USD/JPY 124,22 -0,16% 124,42 124,24 GBP/USD 1,5551 -0,13% 1,5571 1,5586 === Kontakt zum Autor: herbert.rude@wsj.com
DJG/hru/flf
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July 21, 2015 10:12 ET (14:12 GMT)
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Aktien in diesem Artikel
adidas ADRs | 122,00 | -6,15% |
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Heidelberger Druckmaschinen AG | 1,10 | -0,72% |
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LANXESS AG | 30,04 | 1,59% |
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Mercedes-Benz Group (ex Daimler) | 60,29 | -1,07% |
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MTU Aero Engines AG | 318,00 | 2,55% |
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Novartis AG (Spons. ADRS) | 103,00 | 1,48% |
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Renault S.A. | 49,63 | 1,20% |
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SAP SE (spons. ADRs) | 272,00 | -2,16% |
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Sartorius AG Vz. | 243,70 | 2,18% |
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thyssenkrupp AG | 7,53 | 4,64% |
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Zalando | 36,53 | -2,59% |
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Indizes in diesem Artikel
DAX | 22 794,11 | 1,71% |