14.03.2018 22:02:00
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APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K - 22.00 Uhr
Bratislava - Nach dem Mord an dem Investigativ-Journalisten Jan Kuciak hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico seinen Rücktritt angeboten. In den letzten Tagen werde das Land von einer Krise erschüttert, Neuwahlen würden aber zu Chaos und Unruhe führen, erklärte der Sozialdemokrat. Wenn Präsident Andrej Kiska das Rücktrittsgesuch annehme, werde er sein Amt am Donnerstag abgeben, sagte Fico. Bedingung sei aber unter anderem, dass seine Partei Smer das Vorschlagsrecht für einen Nachfolger behalte.
UN-Sicherheitsrat erörtert Giftanschlag auf Ex-Agenten
New York - Der UN-Sicherheitsrat hat sich am Mittwoch in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien befasst. Dabei machte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, Russland für die Attacke verantwortlich. Zuvor hatte die britische Premierministerin Theresa May Strafmaßnahmen angekündigt. Sie will die bilateralen Kontakte zu Moskau auf Eis legen und 23 russische Diplomaten ausweisen. Russland kündigte daraufhin Vergeltungsmaßnahmen an.
Larry Kudlow wird Trumps Top-Wirtschaftsberater
Washington - Der Fernsehmoderator und Ökonom Larry Kudlow wird Donald Trumps oberster Wirtschaftsberater. Das Weiße Haus erklärte am Mittwoch, Kudlow habe ein Angebot des US-Präsidenten akzeptiert. Der 70-Jährige wird Nachfolger von Gary Cohn, der das Weiße Haus auf eigenen Wunsch verlässt. Interessant ist, dass Kudlow sich zuletzt mehrfach gegen Strafzölle ausgesprochen hat, wie Trump sie auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängen will.
BVT-Razzia laut Moser wegen nicht gelöschter Daten
Wien - Justizminister Josef Moser (ÖVP) hat am Mittwoch nach Vorliegen des Berichts der Staatsanwaltschaft über die Causa BVT informiert. Demnach gibt es fünf Beschuldigte, namentlich genannt wird nur der suspendierte Behördenleiter Peter Gridling. Es gehe vor allem um den Vorwurf unterlassener Datenlöschung, so Moser. Gridling wehrte sich in "Tiroler Tageszeitung". Er sei sich "keiner Schuld bewusst" und werde alles tun, um die Vorwürfe gegen seine Person zu entkräften.
"Zukunftsklausur" der Wiener SPÖ am Kahlenberg
Wien - Am Wiener Kahlenberg beginnt am Donnerstag die zweitägige "Zukunftsklausur" der Wiener SPÖ. Teilnehmen werden daran die rund 60 Mitglieder des erweiterten Parteivorstands. Es ist die erste große Tagung der Wiener Roten, die unter dem neuen Parteivorsitzenden Michael Ludwig stattfindet. Angekündigt wurde eine inhaltliche Debatte, Personalentscheidungen sind offiziell kein Thema. Anders als die traditionelle SPÖ-Klubtagung findet die Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Kurz trifft bulgarischen Amtskollegen Borissow in Sofia
Sofia - Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) reist am Donnerstag nach Sofia um seinen bulgarischen Amtskollegen Boiko Borissow zu treffen. Zentrales Thema wird die EU-Ratspräsidentschaft sein, die Österreich im zweiten Halbjahr 2018 von Bulgarien übernimmt. Besprochen werden dürften auch die Themen Migration, die Verhandlungen über den mehrjährigen EU-Finanzrahmen und der bevorstehende EU-Austritt Großbritanniens.
Konferenz in Rom zu Zukunft von UNO-Hilfswerk UNRWA
Rom - Nach der drastischen Kürzung der US-Finanzhilfen für das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) sucht die Organisation am Donnerstag in Rom bei einem internationalen Treffen nach Möglichkeiten, die Finanzierungslücke zu füllen. Nach Angaben von UNRWA-Chef Pierre Krähenbühl kann das Hilfswerk seine Schulen und Gesundheitszentren nur noch bis zum Mai betreiben. Er warnt wegen der fehlenden US-Mittel vor "Chaos" und Hunger insbesondere im Gazastreifen.
Leipziger Buchmesse mit Aufruf zu Toleranz eröffnet
Leipzig - Mit einem Aufruf zu Respekt, Toleranz und Vielfalt startet die Literaturbranche auf der Leipziger Buchmesse in den Bücherfrühling. Angesichts des Erstarkens rechter Kräfte und Verlage sagte Börsenvereinschef Heinrich Riethmüller Mittwochabend, die gesamte Zivilgesellschaft sei gefordert, sich wieder mehr mit inhaltlichen Themen auseinanderzusetzen und auch extreme Positionen nicht wegzuschweigen. Bis zum Sonntag stellen in Leipzig mehr als 2.600 Verlage aus 46 Ländern ihre Neuerscheinungen vor. Gastland ist dieses Jahr Rumänien.
(Schluss) ral/za
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